Teilen Teilen Kommentare Drucken
Analyse

Darum sollten Mittelständler mit StartUps zusammenarbeiten

Veröffentlicht: 10.01.2020 | Geschrieben von: Markus Gärtner | Letzte Aktualisierung: 10.01.2020
alter und junger Mann

In vielen Bereichen hängt Deutschland der Digitalisierung hinterher, auch in der Wirtschaft, wie eine aktuelle Bitkom-Studie erneut zeigte. Gerade kleine und mittelständische Unternehmen können aber aufholen, wenn sie mit StartUps kooperieren. Das arbeitgebernahe Institut der Deutschen Wirtschaft zeigt jetzt in einem Forschungsbericht die Chancen, aber auch Risiken einer möglichen Zusammenarbeit, wie Gründerszene berichtet.

Das sind die größten Probleme zwischen KMU und StartUps

Die beiden größten Hürden einer möglichen Zusammenarbeit zwischen Mittelstand und StartUps seien demnach die unterschiedlichen Unternehmenskulturen und die räumliche Distanz. „Kulturelle Gegensätze, die lange als Barriere zwischen Start-ups und Mittelstand wirksam waren, werden zwar zunehmend überwunden, sind aber weiterhin bedeutsam“, heißt es im Fazit des Berichts. Derartige Unterschiede würden eine Kooperation verhindern oder – falls sie stattfindet – erschweren. Beide Seiten müssten lernen, sich auf den potenziellen Partner einzulassen.

Persönlicher Kontakt ist das Stichwort beim Problem der örtlichen Entfernung. Während etablierte Mittelständler seit jeher auf den persönlichen Kontakt setzen würden, seien StartUps vor allem digital aufgestellt – heißt wohl: auch in der Kommunikation. Daher blieben – trotz aller digitaler Verbindungen – Networking-Veranstaltungen und Messen, bei denen man die Menschen persönlich trifft, „hoch relevant“.

Von einer Zusammenarbeit mit StartUps profitieren besonders kleine und mittelständische Unternehmen, die bereits einen gewissen Grad an Digitalisierung erreicht haben. Von diesen Unternehmen sind dann auch 70 Prozent mit der Kooperation zufrieden oder sogar sehr zufrieden. 

Die Vor- und Nachteile einer Kooperation

Gründerszene fasst die Vor- und Nachteile einer Zusammenarbeit zwischen mittelständischen Unternehmen und StartUps zusammen.

Vorteile

  • Mittelständler können digitales Knowhow von Gründern nutzen
  • Fachkräftelücken lassen sich leichter schließen
  • Zusammenarbeit mit Gründern kann die Arbeitgebermarke stärken
  • Im Erfolgsfall können StartUp-Kooperationen lukrative Beteiligungen erleichtern

Nachteile

  • Schwierigkeiten bei der Definition gemeinsamer Ziele
  • Widerstände im eigenen Unternehmen
  • Unzuverlässigkeit der StartUps
  • Datenschutzbedenken
  • Wettbewerbsverbote und Angst vor Rechtsstreitigkeiten

Für die Analyse hat das Institut sowohl verschiedene Studien ausgewertet als auch selbst Experteninterviews durchgeführt. Die komplette Analyse kann hier runtergeladen werden. (pdf, 68 Seiten)

Über den Autor

Markus Gärtner Experte für: Local Commerce

Markus ist 2018 zum OHN-Team dazugestoßen und berichtet unter anderem über aufstrebende StartUps im E-Commerce. Zuvor hat er beim Branchendienst Location Insider die digitalen Ideen des stationären Handels beleuchtet und für mobilbranche.de den Online-Handel via Smartphone und Apps ins Auge gefasst. Die Digitalisierung der Medienbranche konnte er in seiner Zeit bei dem Branchendienst turi2 beobachten.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Markus Gärtner

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.