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Folgen der Coronakrise

KMU stellen ihre Geschäftsmodelle um und sind in Gründerlaune

Veröffentlicht: 14.05.2020 | Geschrieben von: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 14.05.2020
Chamäleon zwei Farben auf Baum

Egal, ob kleines StartUp oder Global Player, die Coronakrise trifft fast jedes Unternehmen weltweit. Allerdings zeichnet sich bei den kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) auch die Hoffung auf neue Möglichkeiten und Chancen ab, wie eine Studie der internationalen Kreativ-Plattform 99designs ergeben hat. Von den 1.214 befragten Unternehmern und KMU gaben 56 Prozent an, ihr bestehendes Geschäftsmodell als direkte Folge der Pandemie umgestellt zu haben. Neben der Anpassung planen 54 Prozent der Befragten sogar ein neues Unternehmen zu gründen. 

Flexibilität kleiner Unternehmen ist Trumpf

Knapp die Hälfte (48 Prozent) der befragten Firmen erlebt in der aktuellen Krise einen starken Nachfragerückgang, 18 Prozent sind sogar nicht mehr betriebsfähig. Dennoch haben viele Unternehmen nicht aufgegeben, sondern versuchen, in dem aktuellen Chaos auch eine Chance zu sehen. Dafür haben sich 48 Prozent der Nachfrage angepasst und auf die Verbraucherbedürfnisse, die in direktem Zusammenhang mit Corona stehen, reagiert. 

„Die Kreativität sowie die Problemlösungsfähigkeit von Unternehmern kommen in schwierigen Zeiten voll zur Geltung“, erläutert Kathrin Düring, General Manager Europe von 99designs bei ibusiness. „Die Krise bietet Gelegenheit, sich neu zu erfinden. Für KMU zeigt sich dies durch die Verbreitung eines gewissen Start-Up-Flairs geprägt von schnellen Richtungswechseln, Kollaboration, Experimenten und Iterationen. Es besteht kein Zweifel daran, dass die Pandemie die Gesellschaft nachhaltig beeinflusst. Geht es um Unternehmen, kann sie als Katalysator für Innovationen wirken.“

Covid-19 beschleunigt die Online-Aktivitäten

Die Pandemie hat auch die E-Commerce-Pläne von kleinen und mittelständischen Unternehmen deutlich beeinflusst. 66 Prozent der Studienteilnehmer, die vor dem Ausbruch nicht online waren, arbeiten nun an einer eigenen Website. Ein Viertel hat mit dem Online-Handel begonnen und 39 Prozent der Firmen wollen ihre Social-Media-Aktivitäten aufgrund von Covid-19 steigern. Generell suchen 41 Prozent nun nach neuen Wegen, um über Online-Inhalte mit ihren Kunden in Kontakt zu treten.

Befragt nach den wichtigsten Eigenschaften, um durch die aktuelle Krise zu kommen, standen bei den Befragten Flexibilität (36 Prozent), Kreativität (28 Prozent) und Belastbarkeit (25 Prozent) ganz oben auf der Liste.

Über die Autorin

Corinna Flemming Expertin für: Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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