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The Lean Web Company, Teil 1: Lean Bootstrap

Veröffentlicht: 07.12.2011 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 07.12.2011

Wenn man eine neue Idee hat, weiss man nicht genau, wer die Nutzer sind und was sie wollen. Genau diese Situation nennt Eric Riess ein Startup. Egal, ob man in einer Garage sitzt oder in einem Konzern eine neue Initialive starten soll. Und er gibt einige klare Hinweise:

Mach Dir Deine Annahmen klar. Jeder beginnt mit Hypothesen. Die Wichtigsten betreffen den "Wachstumsmotor": Mein Produkt nutzt meinem Kunden, bringt einen Mehrwert (value hypothesis) und: Im Laufe der Zeit werden immer mehr Nutzer mein Produkt lieben (growth hypothesis).

Experimentiere! Es reicht nicht, Annahmen zu haben, sie müssen getestet werden. Die wichtigsten zuerst. Nutzt mein Produkt dem Kunden wirklich? Empfiehlt er es seinen Freunden?

Prozess

Riess nennt das validated learning: Lerne von den Nutzern, und zwar so schnell wie möglich!

Finde deinen ersten Nutzer. Schlage im Telefonbuch nach, frage im Freundeskreis oder in Foren. Aber beginne niemals, bevor du nicht den ersten Nutzer gesprochen hast, der es wirklich kaufen würde.

Überleg dir, was du lernen möchtest. Kannst du mit einem bestimmten Feature den Nutzen erhöhen? Werden mehr Nutzer weiterempfehlen? Machen sie mehr mit dem Produkt?

Finde die kleinste und einfachste Möglichkeit, das Problem zu lösen. Das ist der wirklich harte Punkt. Keep it Simple! Baue das einfachste Produkt (minimum viable product - MVP), das dir deine Fragen beantwortet- und das so schnell wie möglich.

Zeig das Produkt und lerne. Verlasse dein Büro! Rede mit deinen Nutzern! Diskutiert über das Produkt! Schicke immer neue Benutzer drauf und miss genau, ob sie länger bleiben, mehr machen oder Freunde einladen.

Umdrehen: Sei bereit, alles in Frage zu stellen. Du machst keinen Fortschritt? Deine Nutzer verstehen das Produkt nicht? Sie würden es auch nicht empfehlen? Und du hast keine Idee, wie du das veränderst? Tritt einen Schritt zurück und überdenke deine Strategie (pivot)!

Weitermachen: Verstehe die Antworten. Ändere das Produkt ein wenig (persevere). Überleg Dir die nächsten Fragen. Und teste mit den alten, aber auch mit neuen Nutzern.

Keine langen Analysen also, keine nächtelangen Strategiediskussionen vor dem Whiteboard: Experimentiere mit deinen Nutzern und verbessere so inkrementell dein Produkt. Oder ändere machtvoll deine Strategie, wenn du keine Fortschritte machst.

Natürlich stellt all das Anforderungen an die Organisation. Darum geht es im nächsten Teil.

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