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Das StudiVZ stirbt aus

Veröffentlicht: 12.06.2012 | Autor: Franziska Henkel | Letzte Aktualisierung: 12.06.2012

Bisher trennt sich die Firma „nur“ von 25 der rund 70 Angestellten. Gegenüber „Horizont“ erklärte das Unternehmen, dass zusätzlich das Technikteam in die neue Firma Devbliss überführt werde, da das Unternehmen die technische Neupositionierung der VZ-Netzwerke umsetzt. Markus Schunk, Geschäftsführer von Holtzbrinck Digital gab jedoch in einem Interview bekannt, dass man die sozialen Verzeichnisse nicht aufgeben wolle, das StudiVZ nicht stirbt, sondern zukünftig mehr Geld für Werbung ausgeben wolle.

Im Raum steht jedoch auch die Frage, ob sich ein Neustart überhaupt noch lohnt. Im April dieses Jahres zählten die Communities weniger als 50 Millionen Visits. Im Vergleich: 2011 lagen die Zahlen noch bei 225 Mio., 2010 sogar fast bei 450 Mio. Doch warum laufen den VZ´s die User davon (aktuell noch vier bis fünf Millionen), die dazu beitragen dass das StudiVZ stirbt? Die Hauptursache ist Facebook als der große Konkurrent, der mehr als 23 Millionen Mitglieder in Deutschland zählt.

Noch im vergangenen Jahr zählt das Schüler-Netzwerk zu einer erfolgreichen Nische, mit dessen Fokus auf Datenschutz sich das Unternehmen gegen Facebook positionierte, in dem offiziell keine Kinder unter 13 Jahren angemeldet sein dürfen. Doch nun testet Facebook seit einiger Zeit spezielle Kinderzugänge. Eine Übernahme des VZ-Netzes durch Facebook hat der Holtzbrinck-Konzern bereits ausgeschlagen. Im Gegenteil, die VZ-Netzwerke rüsten im Bereich der User ab zehn Jahren auf. Die Plattform SchülerVZ soll künftig unter der Adresse idpool.de erreichbar sein und ein Angebot rund um den Austausch von Jugendlichen beinhalten.

Eine Ursache dafür, dass das StudiVZ stirbt, könnte sein, dass die VZ-Netzwerke die technischen Neuerungen, wie Anwendungen für Smartphones schlicht und einfach verschlafen haben. Wird StudiVZ nun infolgedessen sterben, oder findet das Unternehmen noch eine Rettung für die VZ-Fans?

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