Teilen Teilen Kommentare Drucken

Geschäftszahlen von Rocket Internet: Millionenverlust im ersten Halbjahr

Veröffentlicht: 30.09.2015 | Autor: Christian Laude | Letzte Aktualisierung: 30.09.2015

Der Berliner Inkubator Rocket Internet blickt ausführlich auf die ersten sechs Monate des aktuellen Jahres zurück. Gerade die Food-StartUps wie HelloFresh und Foodpanda entwickeln sich durchaus zufriedenstellend. Insgesamt muss Rocket jedoch einen Verlust von etwa 46 Millionen Euro verschmerzen.

Geschäftszahlen

(Bildquelle Geschäftszahlen: Lisa S. via Shutterstock)

Die StartUp-Schmiede Rocket Internet hat ihre Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2015 bekannt gegeben. Der Zeitpunkt könnte kaum besser passen, denn der Börsengang des Inkubators ist mittlerweile etwa ein Jahr her. Ein Grund mehr, die Gesamtentwicklung und insbesondere die der Proven Winners, also der vermeintlich erfolg- und aussichtsreichsten Beteiligungen, zu betrachten.

Ganz vorne mit dabei und mit Abstand am erfolgreichsten ist die Food-Sparte: So verzeichneten der Kochboxen-Versand HelloFresh und der Lieferdienst Foodpanda ein Wachstum von 406 beziehungsweise satten 1.006 Prozent. In konkreten Zahlen bedeutet dies bei HelloFresh einen Umsatz von 112,5 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten von 2015 und bei Foodpanda einen Umsatz von 13,4 Millionen Euro.

Starke Entwicklung von Delivery Hero

Auch die Entwicklung von Delivery Hero ist aus Sicht von Rocket Internet erfreulich: Das Berliner Unternehmen hat seit diesem Jahr Anteile am Lieferdienst und der verzeichnete im ersten Halbjahr einen Umsatz von 85 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im gesamten letzten Jahr konnte Delivery Hero 88 Millionen Euro umsetzen.

Am schlechtesten schnitt im Fashion-Bereich der indische Mode-Händler Jabong (27 Prozent Wachstum) ab. Nicht umsonst will Rocket Internet anscheinend Jabong verkaufen und aus seiner Global Fashion Group streichen. Auch Dafiti (41 Prozent) und der Möbel-Händler Westwing (47 Prozent) weisen eine vergleichsweise schlechte Entwicklung auf.

Millionenverlust durch einmalige Zahlungen

Der Umsatz stieg leicht auf 71,3 Millionen Euro. Laut Heise betonte CEO Oliver Samwer, dass die Rocket Internet-StartUps trotz des zum Teil enormen Wachstums noch einige Jahre brauchen würden, um schwarze Zahlen schreiben zu können.

Insgesamt muss Rocket Internet einen recht deutlichen Verlust von 45,9 Millionen Euro verkraften. Im letzten Jahr sah dies noch komplett anders aus, denn dort verzeichneten die Samwer-Brüder einen Gewinn von 91,9 Millionen Euro. Die Gründe für den Verlust seien dem Unternehmen nach einmalig und umfassen beispielsweise bestimmte Personalkosten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.