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Pinings: Neues Social-Commerce-Portal

Veröffentlicht: 20.11.2012 | Autor: Christian Vock | Letzte Aktualisierung: 20.11.2012
Pinings: Neues Social-Commerce-Portal

Nun ist es nicht gerade so, dass es zu wenig Social Communities gäbe. Doch Community ist natürlich nicht gleich Community, jede einzelne verfolgt einen ganz bestimmten Zweck. Xing ist für Geschäftskontakte, Twitter für Kurznachrichten, Facebook für irgendwie alles und Pinings ist eben zum Teilen seiner Online-Einkäufe.

Shopping Community mit Provision

Wie funktioniert Pinings? Im Prinzip wie die meisten anderen Communities auch: Ein Nutzer legt ein Profil an und postet anschließend Produkte aus Online-Shops auf seinem Profil. Dazu kopiert man den URL eines Produkts in ein Eingabefeld bei Pinings, legt das gewählte Produkte in einem selbst erstellten Board, zum Beispiel "Pullover", ab und fügt noch eine Beschreibung an. Das Bild des Pullovers, also der neue Pin, wird dann den anderen Nutzern angezeigt. Klicken diese auf den Pin, gelangen sie direkt zu dem jeweiligen Online-Shop.

Soweit die Hauptfunktion. Der Community-Gedanke wird aber erst dadurch umgesetzt, dass Nutzer anderen Nutzern folgen können und deren Pins, also die Produkte, kommentieren, kopieren und "liken" können.

Was ist das Neue bei Pinings?

Inhalte, die einem gefallen, mit seinen Freunden zu teilen, ist natürlich nicht die Neuerfindung des Internets. Die Vorteile, die das neue Portal seinen Nutzern damit verschafft, sind klar: Man entdeckt neue Produkte und Online-Shops, die man alleine vielleicht nie gefunden hätte. Außerdem bekommt man eine Rückmeldung von anderen, was die natürliche Eitelkeit befriedigt.

Das, was Pinings zum Beispiel von Facebook unterscheidet, ist aber, dass sich das Portal aufs Online-Shopping spezialisiert hat. Die Nutzer dürften also nicht auf Pinings gehen, um zu sehen, was bei ihren Freunden so los ist, sondern ganz gezielt nach Ideen beim Einkaufen suchen.

Der besondere Anreiz, den das Portal bietet, ist aber die Möglichkeit, mit seinen Empfehlungen Geld zu verdienen. Kommt nämlich ein Kauf eines anderen Pinings-Nutzers aufgrund einer Empfehlung bei einem der Shops zustande, bekommt man eine Provision. Dieses Prinzip dürfte sich also nicht nur für die Nutzer, sondern auch für die Händler lohnen.

Was hingegen ein wenig negativ aufstößt, ist die Tatsache, dass sich der Kopf des Portals, Alexander Zerr aus Paderborn, zwar viele Gedanken darüber gemacht hat, wie er sich inhaltlich von der Konkurrenz abheben kann (siehe hierzu ein Interview mit junge-gruender.de), optisch ist ihm das aber leider nicht gelungen. Wenn man sich Pinings ansieht - und hier genügt schon ein kurzer Blick - fühlt man sich doch arg an Pinterest erinnert. Die Pins werden in einem ähnlichen Raster präsentiert, die Funktionen gleichen sich und auch bei den Begriffen wie "Pin" oder "Board" zeigen sich die Parallelen. Das ist umso bedauerlicher, da Pinings inhaltlich gar kein Pinterest-Klon sein will und es auch nicht ist, schließlich geht es hier ums Shoppen und nicht um das Verbreiten von Bildern. Ein bisschen mehr Mut auch zur optischen Eigenständigkeit hätte dem Portal also gut getan.

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