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PR für Gründer: Voraussetzungen für eine gute Pressearbeit

Veröffentlicht: 06.12.2012 | Autor: Christian Vock | Letzte Aktualisierung: 06.12.2012
PR für Gründer: Voraussetzungen für eine gute Pressearbeit

Es ist verständlich, wenn man es kaum erwarten kann, die erste Pressemitteilung zu schreiben. Meist macht man das vor der Eröffnung, damit auch ein paar Journalisten kommen. Die stellen natürlich ein paar Fragen über das eigene Unternehmen. Die ersten Fragen wird man noch leicht beantworten können: Wie kam man auf die Idee, wie hat man das Ganze finanziert und so weiter. Doch wenn die Fragen ins Detail gehen und der Journalist zum Beispiel etwas über die eigene Unternehmensphilosophie wissen will, kann man schon ins Trudeln geraten. Deshalb sollte man, bevor man aktiv an die Presse herantritt, seine Hausaufgaben gemacht haben.

Existiert meine Unternehmensphilosophie vielleicht nur auf dem Papier?

Am besten versetzt man sich erst einmal selbst in die Rolle eines Journalisten und versucht, im eigenen Unternehmen zu recherchieren. So lernen Sie sich und Ihr Unternehmen kennen und entdecken dabei vielleicht sogar ein Thema, das Sie für die Pressearbeit verwenden können. Gehen Sie zum Beispiel einmal alle Informationsmaterialien Ihres Unternehmens sorgfältig durch und überlegen sich, welche Fragen ein Journalist stellen könnte. Beantworten Sie die Fragen ehrlich und selbstkritisch, nur so können Sie Widersprüche oder Lücken entdecken. Vielleicht merken Sie dabei, dass Ihr tatsächliches Handeln und Ihre Unternehmensphilosophie gar nicht übereinstimmen. Besser Sie stellen so etwas im Vorfeld fest und können Fehler beheben, als dass Sie es im Gespräch mit einem Journalisten entdecken.

Ihre Recherche sollte so gründlich wie möglich sein, nur so sind Sie bestens vorbereitet. Hier ein paar Fragen, die Sie sich stellen sollten: Wie viele Mitarbeiter habe ich? Wer sind meine Konkurrenten? Welche Unternehmensphilosophie habe ich und wie setze ich sie um? Welche Rechtsform hat mein Unternehmen? Wie hoch waren die Investitionen? Welche Produkte habe ich? Gibt es Probleme (mit Behörden, Bürgerinitiativen, NGOs, etc.)? Welche Qualifikationen haben meine Mitarbeiter? Welcher Gewinn/Umsatz wird angestrebt? Gibt es ein Corporate-Identity-Konzept? Habe ich eine Nachhaltigkeitsstrategie? Wie sind meine Löhne im Vergleich zur Konkurrenz?

Das ist nur eine kleine Auswahl von Fragen, über die Sie Bescheid wissen sollten. Erst, wenn Sie hier fit sind, sollten Sie an Ihre PR-Strategie gehen.

Fazit: Nur wenn man gut vorbereitet ist, kann man angstfrei auf Journalisten zugehen. Eine gute Vorbereitung ist nicht nur professionell, man lernt auch einiges übers sich selbst.

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