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Web-StartUp Mywish.is will das Schenken revolutionieren

Veröffentlicht: 18.12.2012 | Autor: Christian Vock | Letzte Aktualisierung: 18.12.2012
Web-StartUp Mywish.is will das Schenken revolutionieren

Irgendeinen Gründungsmythos hat so gut wie jedes Web-StartUp, da bildet auch Mywish.is keine Ausnahme. Patrick Arle, Christoph Ingwersen und Marcel Böttcher einte, so schreiben sie auf ihrer Seite, das gleiche Problem: Was soll man nur bei der nächsten Party verschenken? Um dieses Problem zu lösen, haben die Drei ihre Jobs geschmissen und wollen nun mit dem Geschenke-Empfehlungsdienst Mywish.is, so der hochgesteckte Anspruch, „die Geschenkesuche revolutionieren“.

Das Web-StartUp ging bereits am 1. September 2012 online, allerdings nur für 2500 User in einer Testphase. Am 1. Dezember startete dann die offene Beta-Phase. Wie funktioniert Mywish.is? Zunächst einmal muss man sich (noch) mit E-Mail-Adresse und Passwort registrieren (ab 2013 soll es dann auch ohne Login funktionieren). Anschließend werden dem Nutzer allerlei Fragen gestellt, um sich so dem perfekten Geschenk anzunähern. So wird zum Beispiel nach dem Geschlecht des zu Beschenkenden gefragt und in welchem Verhältnis man zueinandersteht.

Hinzu kommen Fragen wie die nach dem Preis, den man bezahlen will, dem Anlass, ob es etwas Nützliches sein soll, etwas Persönliches oder etwas Originelles, usw. In einem kurzen Test funktionierte das auch fast alles einwandfrei. Zum Testzeitpunkt konnte man nämlich zum Beispiel die Antwort „Kind“ auf die Frage nach dem Alter des zu Beschenkenden noch nicht auswählen. Aber das sind Problemchen, die in einer Beta-Phase vorkommen dürfen. Am Ende aller Fragen bekommt der User dann auf Basis seiner Antworten Geschenke vorgeschlagen.

Web-StartUp Mywish.is: Keine Revolution, aber erfrischend anders

Diese kann er dann entweder gleich kaufen oder sich erst einmal näher ansehen. Die vorgeschlagenen Geschenke stammen aus diversen Online-Shops, mit denen Mywish.is kooperiert. Bisher sind als Partnershops laut Mywish.is bereits dabei: DaWanda, Jochen Schweizer, Otto, Thalia.de und Zalando. Immer, wenn jemand etwas über Mywish.is in einem dieser Shops kauft, bekommt das Web-StartUp eine Provision. Für die User ist die Benutzung kostenlos.

Nach der großen Fragestunde kann der Nutzer die Vorschläge dann bewerten, denn das Web-StartUp soll mit jedem User schlauer werden. Zur Auswahl stehen folgende Möglichkeiten: „Perfekt“, „Richtung stimmt“, „eher nicht“, „voll daneben“, und „hat er/sie leider schon“. Je nachdem, was man wählt, bekommt man weitere Vorschläge gemacht.

Hat Mywish.is nun die Geschenkesuche revolutioniert? Das soll, wie alles im Leben, natürlich am besten jeder selbst beurteilen. Nach einem ersten Eindruck wäre „revolutionieren“ aber vielleicht ein wenig zu viel gesagt, denn im Jahr 2012 hat die Idee, Geschenke aufgrund von Empfehlungen zu kaufen, sicher keine revolutionäre Sprengkraft mehr. Dennoch hat Mywish.is mit seinem selbstlernenden Fragenkatalog ein wirklich nettes Alleinstellungsmerkmal, das auch optisch als gelungen zu bezeichnen ist.

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