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Home24 will von Ikea-Omnichannel-Ausrichtung profitieren

Veröffentlicht: 20.01.2016 | Autor: Christian Laude | Letzte Aktualisierung: 20.01.2016

„Das Potenzial für den Online-Möbelverkauf ist bei weitem nicht vollständig ausgereizt“, meint Domenico Cipolla, CEO des Rocket Internet-StartUps Home24. Deswegen ist er der Meinung, dass sein Unternehmen letztendlich auch davon profitieren werde, wenn Ikea verstärkt den Online-Handel in den Fokus rückt.

Moderne Möbel

(Bildquelle Moderne Möbel: Tr1sha via Shutterstock)

Der schwedische Möbelkonzern Ikea hat vor einigen Tagen bekannt gegeben, sich zukünftig verstärkt im Multichannel-Bereich aufstellen zu wollen. So soll beispielsweise insbesondere der Online-Bereich in den kommenden Jahren stärker wachsen und dann etwa zehn Prozent des Gesamtumsatzes einnehmen. Bisher beträgt er vergleichsweise geringe drei Prozent.

Ikea-Ausrichtung keine Gefahr für Home24?

Die Ausrichtung und Fokussierung des Online-Bereichs von Ikea müsste im Prinzip eine Warnung an alle unmittelbaren Konkurrenten im Online-Möbel-Shopping darstellen, sich gegen eine mögliche Vormachtstellung des schwedischen Unternehmens zu wappnen. Betrachtet man jedoch ein Interview von Bloomberg mit dem Home24-CEO Domenico Cipolla, sieht das zumindest bei seinem Unternehmen komplett anders aus.

Er ist vielmehr der Ansicht, dass Home24 von der Online-Fokussierung Ikeas letztendlich profitieren werde: „Das Potenzial für den Online-Möbelverkauf ist bei weitem nicht vollständig ausgereizt“, meint Cipolla. „Wenn Ikea online aktiver wird, dann sind wir überzeugt, dass uns dies helfen wird.“

Einhaltung von Qualitätsstandards

Bloomberg vergleicht die beiden Unternehmen auch mit einigen Zahlen. So verkauft Home24 in sieben europäischen Ländern sowie Brasilien seine Möbel. Bei Ikea wiederum sieht die Größenordnung schon etwas anders aus, denn die Schweden sind in 28 Ländern aktiv und haben im letzten Jahr mehr als 32 Milliarden Euro generiert – also mehr als 100 Mal so viel wie Home24.

In dem Interview äußerte sich der Home24-Chef auch zu der aktuellen Retouren-Quote. Diese sei von 15 Prozent auf weit unter zehn Prozent gesunken, was er unter anderem auf eine verbesserte Logistik, aber auch auf einen gewissen Qualitätsstandard in Bezug auf Produkte und Lieferanten zurückführt: „Die Realität des heutigen Offline-Möbelhandels sieht so aus, dass ein Großteil der Produkte den Kunden beschädigt, verspätet oder überhaupt gar nicht erreicht – und genau das wollen wir ändern.“

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