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Dürfen Startups kopieren?

Veröffentlicht: 23.09.2011 | Autor: Redaktion | Letzte Aktualisierung: 23.09.2011

In den USA kümmert es Niemanden, dass erfolgreiche Ideen wie Facebook, LinkedIn oder Groupon nachgeahmt werden. Warum aber hat das „Klonen" hierzulande einen so schlechten Beigeschmack? Isaac Wolkerstorfer, Mitgründer von 6wunderkinder unterscheidet zwischen kopieren und inspirieren. Inspiration ist o. k., dass aber so viele junge Talente ihre Power in Copycats verwenden, statt eigene Ideen zu entwickeln, sei sehr schade. „Ich will, dass das nächste Apple aus Deutschland kommt!", ereiferte sich Wolkerstorfer. Patrick Meisberger von T-Venture dagegen betonte einen ganz anderen Aspekt: Das Problem liegt nicht in der Frage nach Original oder Kopie, sondern ob eine Idee überhaupt erfolgsversprechend sei! Oft gehe es um die Steigerung von Effizienz, statt um Innovation, pflichtete Markus Fuhrmann von Team Europe bei. Auch dies erfordere große Kreativität.

Im Großen und Ganzen lag darin auch der Konsens der Diskussion. Butcher fasste zusammen: Die Fragerei, ob ein Start-up von einem anderen Start-up inspiriert worden sei, müsse aufhören: „Bringen nicht letztlich erfolgreiche Klone das Geld ins Ökosystem, mit dem dann auch wieder kleine, innovative Start-ups finanziert werden können?". In der Praxis sieht das leider anders aus, gab Lars Hinrichs (Xing-Gründer) zu bedenken, denn Investoren investieren eben lieber in die erfolgreichen, großen Klone, statt in die kleinen, innovativen Neulinge.

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