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Beinahe hätte Google in Movinga investiert

Veröffentlicht: 18.07.2016 | Autor: Giuseppe Paletta | Letzte Aktualisierung: 18.07.2016

Anfang des Jahres hatte Movinga aus Berlin 25 Millionen Euro an Investitionen eingesammelt, die inzwischen schon aufgebraucht sein sollen. Kritiker werfen dem Unternehmen vor, zu schnell gewachsen zu sein. Dabei soll auch Google vor einer Investition gestanden haben, ist aber kurzfristig doch abgesprungen.

Movinga-Gründer vor einem Lastwagen

Die Movinga-Gründer Bastian Knutzen und Chris Maslowski (Foto: Movinga)

Google hätte beinahe das Umzugs-StartUp Movinga übernommen. Doch offenbar haben Ermittlungen der Staatsanwaltschaft bei Movinga das Google-Investment verhindert. Die Verhandlungen zwischen Google Ventures und Movinga sollen „weit fortgeschritten“ gewesen sein. Movinga galt als deutsches Vorzeige-StartUp aus Berlin, das erst 2015 gegründet noch im Januar eine Finanzierung in Höhe von 25 Millionen Euro eingesammelt hatte.

Google Ventures ist eher weniger für Investitionen in Europa bekannt, sondern vielmehr für Investitionen in StartUps wie Uber oder Slack. Umso euphorischer dürfte man beim jungen Berliner StartUp gewesen sein, als Google sein Interesse bekundet hat. Nachdem die Verhandlungen aber durch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft geplatzt sind, kam das Umzugs-StartUp in weitere schwere Zeiten: Erst im Juni musste Movinga kurzfristig binnen weniger Tage rund 150 Mitarbeiter entlassen, Gründerszene spricht in einem Bericht sogar von 200 Mitarbeitern, darunter 50 Praktikanten.

Kritik an Mitarbeiter-Management

Ehemalige Mitarbeiter kritisieren, dass das Management mit dem StartUp überfordert gewesen sei und das Unternehmen zu schnell gewachsen sei. Zwar hatte Movinga Anfang des Jahres 25 Millionen Euro eingesammelt, gleichzeitig aber habe das Unternehmen zu schnell Kapital verbrannt. Wie t3n mit Bezug auf Insider berichtet, hätte Movinga fünf Millionen Euro im Monat ausgegeben.

Die Investition von Google wäre dringend nötig gewesen, denn Movinga soll auf zahlreichen Rechnungen von Kunden sitzen, die noch nicht bezahlt worden seien und habe insgesamt wohl noch Außenbestände in Höhe von acht Millionen Euro. Doch auch aktuell gibt sich Movinga selbst wenig selbstkritisch: „Movinga hat ein sehr funktionierendes Geschäftsmodell und sehr committete Investoren“, sagte ein Sprecher gegenüber dem Magazin t3n. „Der Eindruck, der hier erweckt wird, ist Quatsch.“

Movinga soll nun ein Cash-Collection-Team eingesetzt haben, welches für frische Investitionen in das junge StartUp sorgen soll.

 

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