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Number26: Fintech-StartUp erhält Banklizenz und benennt sich in N26 um

Veröffentlicht: 21.07.2016 | Autor: Julia Ptock | Letzte Aktualisierung: 21.07.2016

Das Fintech-Startup Number26 hat eine wichtige Hürde genommen. Wie jetzt bekannt wurde, erhielt das Jungunternehmen die Vollbankzulassung von der BaFin und der Europäischen Zentralbank. Mit der Zulassung gehen einige weitere Änderungen einher. So heißt das Unternehmen nicht mehr Number26, sondern firmiert jetzt unter N26. Zudem wird die Zusammenarbeit mit Wirecard beendet.

Das neue Management-Team: Valentin Stalf, Gründer und CEO, Maximilian Tayenthal, Gründer und CFO, Matthias Oetken, Finanzchef der Bank, Christian Rebernik, CTO, Markus Gunter, CEO der Bank (von links)
© N26 | Valentin Stalf, Gründer und CEO, Maximilian Tayenthal, Gründer und CFO, Matthias Oetken, Finanzchef der Bank, Christian Rebernik, CTO, Markus Gunter, CEO der Bank (von links)

Der Erhalt der Banklizenz ist für das Fintech-StartUp Number26 ein Meilenstein in der noch jungen Firmengeschichte. Möglich wurde dies durch ein Investment von über 40 Millionen US-Dollar, denn das Kapital ist entscheidend, um sich als vollwertige Bank entwickeln zu können.

Wie jetzt bekannt wurde, hat Number26 – die ab jetzt nur noch unter N26 firmieren – die Vollbankzulassung von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Europäischen Zentralbank erhalten und ist somit in der Lage europaweit in dem Geschäft aktiv zu werden.

N26: Vom Jungunternehmen zur vollwertigen Bank

„Die Banklizenz ist ein weiterer wichtiger Schritt, mit dem wir nachhaltig die Wertschöpfungskette im Retail Banking verändern können. Wir werden dadurch unsere Produktvielfalt deutlich vergrößern. Für unsere Kunden bedeutet dies zukünftig auch Zugang zu den besten Produkten rund um ihre Finanzen direkt über die App “, so Valentin Stalf, Gründer und CEO von N26. Gerade einmal anderthalb Jahre nach dem Produkt-Launch ist das StartUp damit eine vollwertige Bank geworden. Entsprechend verabschiedet sich N26 nun auch von seinem bisherigen Partner Wirecard. Im zweiten Halbjahr dieses Jahres sollen die Kunden-Konten umziehen.

Auch personell gibt es Änderungen. Der ehemalige Vorstandssprecher der DAB Bank, Markus Gunter, ist neuer CEO der N26 Bank, einer Tochter von Number26. Ihm zur Seite steht der Banker Matthias Oetken. Der Risiko- und Portfolio-Management-Spezialist wird als CFO/CRO die Verantwortung für die Finanzen und das Risikomanagement übernehmen.

Plattform für Bankprodukte soll ausgebaut werden

„Wir haben auf Basis modernster Technologie eine der schlankesten Banken der Welt gebaut. Dadurch unterscheiden wir uns deutlich vom Wettbewerb und können unseren Kunden das beste mobile Banking Europas bieten. Die Lizenz ermöglicht es uns, noch innovativere Produkte auf den Markt zu bringen, und zwar schon in den nächsten Wochen“, freut sich Markus Gunter.

Für die Zukunft hat N26 große Pläne, wobei man sich mit seinem Angebot von den Direktbanken abheben will. Möglich sein soll dies vor allem durch die Datenanalyse der Konten. Durch die Analyse soll es Unternehmen beispielsweise ermöglicht werden, Betrug schneller festzustellen, so Gründerszene. Zudem kündigt das Unternehmen an, auch verstärkt seine Plattform für Bankprodukte ausbauen zu wollen. Anstatt alle Produkte selbst zu entwickeln, verfolgt N26 den Ansatz, mit innovativen FinTechs und anderen renommierten Anbietern zusammenzuarbeiten. Allerdings will man sich dabei nicht als Partnerbank andienen. Konkret geplante Innovationen sind unter anderem: Real-Time-Kredite, höhere Sicherheit durch künstliche Intelligenz oder Expense Sharing, bei dem man Rechnungen mit nur wenigen Klicks unter Freunden aufteilen kann.

 

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