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Deliveroo fordert EU auf, Restaurant-Jobs zu schützen

Veröffentlicht: 12.01.2018 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 12.01.2018 | Gelesen: 1428 mal

Der Essenslieferdienst Deliveroo hat die EU dazu aufgefordert, Arbeitsplätze in der Gastronomie zu schützen. Innovative Unternehmen sollten zudem nicht zu stark reguliert werden. Deliveroo verweist auf das Wachstumspotenzial der Branche.

Deliveroo-App zwischen Besteck
© Ink Drop / Shutterstock.com

„Unser On-Demand-Lieferservice ist ein großer Jobmotor – europaweit“, heißt es in der Stellungnahme von Deliveroo. Das Lieferdienst-StartUp hatte sich mit der Forderung, die EU solle Arbeitsplätze in der Gastronomie schützen und innovative Unternehmen nicht unnötig regulieren, in den laufenden Konsultationsprozess zur europäischen Säule sozialer Rechte eingebracht. „Für ein modernes Leben in einer modernen Wirtschaft müssen Unternehmen auch moderne Arbeitsbedingungen anbieten können“, führt Felix Chrobog, General Manager von Deliveroo in Deutschland, weiter aus.

Deliveroo fordert auch, dass die eigenen Kurier-Fahrer von der EU besser geschützt werden müssen. Im bestehenden Arbeitsrecht sei es dem Unternehmen zufolge nicht möglich, Flexibilität und Sicherheit unter einen Hut zu bringen. Wäre die Flexibilität eingeschränkt, resultiere das in einer sinkenden Zahl an Fahrern – und das würde sich schlecht auf Kunden und Restaurants auswirken. Diese Meinung vertritt man zumindest bei Deliveroo.

54.000 Jobs in den nächsten zwei Jahren

Das Unternehmen trage nach eigenen Angaben dazu bei, den Restaurant-Sektor zu revolutionieren. „Dieses bringt große Vorteile und ein erhebliches Wachstumspotenzial für die gesamte Gastronomiebranche“, erklärt Deliveroo. Der Lieferdienst habe dazu beigetragen, dass europaweit 13.000 Arbeitsplätze in den Partnerrestaurants und der Lieferkette geschaffen wurden. Wächst das Unternehmen wie bisher weiter, sollen in den nächsten zwei Jahren weitere 54.000 Arbeitsplätze entstehen.

Deliveroo ist in Großbritannien, Irland, Spanien, Italien, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland aktiv. Rund 27.000 Restaurants arbeiten insgesamt mit dem Unternehmen zusammen. Diese sollen Deliveroo zufolge ihre Umsätze um bis zu 30 Prozent gesteigert haben.

Zuletzt war der Lieferdienst in Deutschland expandiert und hatte neun weitere Städte erschlossen. Im September wurde bekannt, dass Deliveroo eine neue Finanzierungsrunde in Höhe von 385 Millionen Dollar abgeschlossen hat und damit seine Bewertung auf zwei Milliarden US-Dollar gesteigert habe. Trotzdem sieht sich das Unternehmen auch immer wieder mit Kritik konfrontiert: So verhandelte im März 2017 ein Schiedsgericht in Großbritannien darüber, ob die Fahrer des Unternehmens als Mitarbeiter oder Selbstständige zu betrachten sind.

 

Über den Autor

Michael Pohlgeers Experte für Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört zu er zu den Stammgästen in den Multimedia-Formaten OnAir und OnScreen.

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