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Möbel-StartUp avandeo aus der Insolvenz gerettet

Veröffentlicht: 28.03.2014 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 28.03.2014

Ende der avandeo-Insolvenz, doch die Mitarbeiter müssen gehen: Der Schweizer Möbelshop Beliani hat die insolvente Marke übernommen. Ein deutscher Standort, durch den die Arbeitsplätze der Mitarbeiter gerettet werden könnten, sei aber nicht gewünscht.

 Avandeo Logo

Drei Wochen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens um avandeo, konnte der Schweizer Möbelshop Beliani die Übernahme festmachen. Sechs strategische Investoren waren an dem zahlungsunfähigen StartUp interessiert. Beliani übernimmt nun die Marke avandeo und das Sortiment des StartUps, setzt die Mitarbeiter aber auf die Straße. Der Schweizer Möbelshop war erst im Dezember mit drei eigenen Lagern nach Deutschland expandiert, ein weiterer Standort sei nun nicht geplant. Die anderen Investoren aus der Bieterrunde zeigen sich aber offenbar an dem Know-how der Möbelshop-Mitarbeiter interessiert und haben bereits Verhandlungen aufgenommen.

Verkauf in China über Lizenzpartner

Ein Beliani-Sprecher sieht nach Angaben von Gründerszene vorerst kein Ende der avandeo-Insolvenz. Der gezahlte Betrag reiche lediglich aus, um Personalkosten und in Teilen Forderungen der Gläubiger zu begleichen. Beliani plane, das Sortiment avandeos aufzunehmen und die Lizenz dafür an andere Unternehmen zu vergeben. Die chinesische Haier Group soll ein erster Lizenzpartner sein und beabsichtigt, die Marke avandeo im asiatischen Raum anzubieten.

Avandeo wurde im Jahr 2009 von Burkhard Gersch, Ulrich Gersch und Brigitte Wittekind gegründet, um Designmöbel zu niedrigen Preisen anzubieten. Das Münchner StartUp verkündete seine Insolvenz dann im Februar dieses Jahres. Im selben Zug erklärte avandeo zudem, dass das eigene Tochter-Unternehmen in China, welches avandeo im asiatischen Raum populär machen sollte, verkauft wurde.

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