Transportschaden – Wer haftet, wenn Ware beschädigt ankommt?

Veröffentlicht: 16.09.2013 | Geschrieben von: Katja Naumann | Letzte Aktualisierung: 27.02.2020

Egal wie gut die Ware verpackt ist, Transportschäden sind ein Thema, das im Online-Handel alltäglich ist. Ärgerlich sind Transportbeschädigungen sowohl für den Händler wie auch den Kunden. Dabei stellt sich schnell die Frage, wer das Transportrisiko zu tragen hat und für die Transportschäden haftet.

Paket mit beschädigtem Inhalt

Transportschäden - wer haftet?

Geregelt ist der Gefahrübergang beim Versendungskauf in § 447 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). Online-Händler müssen jedoch beachten, dass dieser Paragraph bei einem sogenannten Verbrauchsgüterkauf nicht greift, dieser bezeichnet gemäß § 474 Abs. 1 BGB die Situation, in der ein Verbraucher von einem Unternehmer eine bewegliche Sache kauft. Wie in § 474 Abs. 2 BGB geregelt ist, findet der § 447 BGB zum Gefahrenübergang beim Versendungskauf, bei dieser Form des Kaufvertrages keine Anwendung. Das Transportrisiko und damit die Haftung für Transportschäden trägt bei einem Verbrauchsgüterkauf stets der Unternehmer.

Übertragung des Versandrisikos in den AGB?

In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) von Versandhändlern tauchen häufig Klauseln auf, mit denen das Transportrisiko und die Haftung für Transportschäden auf den Kunden übertragen werden soll. Klauseln und Formulierungen in den AGB wie zum Beispiel „Das Transportrisiko hat der Käufer zu tragen. “ sind im Verbrauchsgüterkauf jedoch unzulässig und damit auch nicht rechtskräftig. Festgelegt ist dieser Ausschluss von abweichenden Vereinbarungen zum Nachteil des Verbrauchers in § 475 Abs. 1 BGB.

Welche Rechte hat der Verbraucher bei Transportschäden?

Wenn die Ware auf dem Transportweg zum Verbraucher beschädigt wird, kann der Kunde beim Verbrauchsgüterkauf einen Sachmangel gemäß § 434 BGB geltend machen, da die Beschädigung vor der Übergabe an ihn, also vor dem Gefahrübergang erfolgte. Infolge dessen kann der Verbraucher sich gegenüber dem Händler auf sein Widerrufsrecht gemäß § 355 BGB oder seine Gewährleistungsrechte gemäß § 437 BGB berufen.

Bei der Entscheidung für einen Widerruf ist der Händler verpflichtet, den vollständigen Kaufpreis zurückzuzahlen, während der Kunde die erhaltene Ware zurücksenden muss. Bei der Inanspruchnahme der Gewährleistungsrechte hat der Kunde zuerst das Recht auf Nacherfüllung, also die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer mangelfreien Sache.

Egal wofür sich der Kunde entscheidet, der Online-Händler ist sein direkter Ansprechpartner, denn mit dem Transportunternehmen muss er sich nicht in Verbindung setzen. Die Geltendmachung eines Schadens beim Logistiker obliegt allein dem Händler. Dieser muss allerdings auch haften und gegebenenfalls den Kaufpreis erstatten, bevor der Schaden vom Versandunternehmen reguliert wurde.

Wer trägt die Nacherfüllungskosten?

Entscheidet sich der Kunde für die Geltendmachung seiner Gewährleistungsrechte nach § 437 BGB fallen in der Regel für die Nacherfüllung gemäß § 439 BGB, sei es die Reparatur oder die Neulieferung Kosten an. Die Frage, wer diese zu tragen hat, ist klar zu beantworten – der Unternehmer trägt beim Verbrauchsgüterkauf sämtliche, mit der Nacherfüllung verbundenen Kosten. Dabei muss beachtet werden, dass eine Einschränkung des Wahlrechtes zwischen Nachbesserung und Neulieferung nicht zulässig ist, und eine der Optionen nur im Ausnahmefall verweigert werden kann. Möglich wäre dies beispielsweise, falls eine Art der Nacherfüllung unverhältnismäßig hohe Kosten verursachen würde.

In welchem Zeitraum müssen Transportschäden gemeldet werden?

Eine fristgebundene Rügepflicht des Käufers ist im Verbraucherrecht nicht vorgesehen. Das bedeutet, es gibt auch keine unverzügliche Mängelanzeigepflicht für Transportschäden im Verbrauchsgüterkauf. Der Kunde ist demnach nicht verpflichtet, die erhaltene Ware innerhalb einer bestimmten Frist zu überprüfen und einen Schaden anzuzeigen. Auch eine gegebenenfalls in den AGB angegebene Rügefrist wie zum Beispiel „Der Käufer ist verpflichtet, die Ware nach Erhalt unverzüglich auf Transportschäden zu untersuchen, und diese innerhalb von maximal 10 Tagen schriftlich zu rügen.“ ist nicht zulässig und damit wirkungslos.

Schließlich könnte eine solche Frist dazu führen, dass die Gewährleistungsansprüche des Verbrauchers eingeschränkt werden, falls dieser den Schaden nicht sofort bemerkt. Der Käufer kann also auch noch nach Wochen oder Monaten seine Gewährleistungsrechte in Anspruch nehmen, denn gemäß § 438 Abs. 1 Nr. 3 BGB beträgt die regelmäßige Gewährleistungspflicht beim Verbrauchsgüterkauf zwei Jahre.

Wer trägt die Beweislast für Transportschäden?

Innerhalb der ersten sechs Monate nach Erhalt der Ware gilt beim Verbrauchsgüterkauf eine Beweislastumkehr zugunsten des Verbrauchers. Für den Händler bedeutet diese Regelung, dass er innerhalb dieser sechs Monate verpflichtet ist nachzuweisen, dass die Sache zum Zeitpunkt des Gefahrübergangs, also bei der Übergabe, noch mangelfrei gewesen ist.

Wer haftet für Transportschäden bei Verträgen zwischen Unternehmern?

Transportschäden können natürlich auch bei Sendungen auftreten, die von Unternehmer zu Unternehmer verkauft wurden. Bei diesen Kaufverträgen handelt es sich nicht um einen Verbrauchsgüterkauf, sodass andere Regeln gelten als im B2C-Geschäft. Während bei Verträgen zwischen Unternehmern und Verbrauchern das Transportrisiko grundsätzlich beim Händler liegt, greift bei Versandverträgen im B2B-Bereich tatsächlich § 447 BGB, laut dem das Transportrisiko auf den Käufer übergeht, „sobald der Verkäufer die Sache dem Spediteur, dem Frachtführer oder der sonst zur Ausführung der Versendung bestimmten Person oder Anstalt ausgeliefert hat.“

Demnach kann der gewerbliche Käufer keinen Ersatz vom Verkäufer verlangen, wenn die Ware auf dem Transportweg Schaden nimmt. Anders als bei Fernabsatzverträgen zwischen Unternehmer und Verbraucher können zwischen Gewerbetreibenden auch Rügefristen vereinbart werden. Bei Käufen, die für beide Geschäftspartner ein Handelsgeschäft darstellen, ist die Rügefrist in § 377 HGB (Handelsgesetzbuch) gesetzlich geregelt. Aber auch Regelungen in den AGB sind für die Geschäfte zwischen Gewerbetreibenden möglich.

Beim Versand von Waren besteht jedoch nicht nur das Risiko von Transportschäden, sondern auch das Risiko des Transportverlusts, das in einem weiteren Artikel separat betrachtet wird.

Kommentare  

#71 Michael Müller 2021-04-09 19:13
Hallo zusammen, ein per Spedition gelieferter neuer Wäschtrockner zeigte 2 Beschädigungen/ Risse am linken und rechten Rand der oberen Kanten. In den FAQ des Versenders findet man folgende Info "Warum muss ich die Rücksendekosten tragen?
Die Kosten für die Standard-Rückse ndung paketfähiger Ware übernehmen wir. Sofern es sich bei Ihrer Rücksendung um Speditionsware handelt, tragen Sie die Kosten der Rücksendung, die auf maximal 99,- € geschätzt werden."
_________________

Hallo Michael Müller,

vielen Dank für die Frage. Dieser Hinweis in den FAQ bezieht sich vermutlich nur auf den Widerruf, nicht auf die Rücksendung nach einem Transportschade n. Daher bleibt es dabei, wie es im Artikel steht. Allerdings muss man ggf. eine Reparatur oder Neulieferung akzeptieren.

Beste Grüße
Die Redaktion
Widerspricht diese Aussgae nicht dem Abs.(2) § 439 Nacherfüllung Der Verkäufer hat die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen.
MFG
Michael Müller
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#70 Emi 2021-04-02 14:43
Hallo,
Ich habe bei Ebay/Auktion zwei Kaffeemaschine erworben. Beides kommen mit unterschiedlich en defekten Teilen an.
Kann ich es an den Anbieter zurück schicken und Rückerstattet bekommen?

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Antwort der Redaktion

Hallo Emi,

bei einem Defekt musst du dem Verkäufer zunächst die Chance geben, den Fehler zu beheben. Du kannst nach deiner Wahl die Reparatur oder Neulieferung vom Verkäufer verlangen. Erst, wenn diese schief geht, kannst du vom Kaufvertrag zurücktreten.

Mit besten Grüßen
die Redaktion
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#69 Daniel 2021-03-08 11:44
Hallo,

ich hätte eine Frage, ich habe eine Tasse bestellt, diese wurde auch geliefert und jetzt stelle ich nach sieben Tagen fest, das an der Tasse eine Absplitterung besteht.
Das kann ich doch noch unter Transportschade n melden, da ja sechs Monate der Händler in der Pflicht ist.
Gruss

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Antwort der Redaktion

Hallo Daniel,

die Rechtslage hast du korrekt erfasst.
Wende dich am besten an den Händler, um die Sache zu klären.

Mit besten Grüßen
die Redaktion
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#68 Alf 2021-02-01 11:54
Hallo,
Ich habe Mitte November 2020 bei einem renommierten Online Händler ein TV Gerät gekauft, das ich Weihnachten an meinen Sohn verschenkt habe. Nach Eingang des Gerätes ( ca 3 Tage nach Bestellung) habe ich den Karton geöffnet und nach offenen Schäden alles kontrolliert. Es war nichts erkennbar. Als ich das Gerät am 25.12.2020 dann angeschlossen habe war auf dem Gerät die „Spider App“. Die Scheibe hatte keinen Defekt, es war erst beim Einschalten erkennbar. Ich habe dies sofort am 25.12.2020 schriftlich reklamiert.
Nun sagte man mir, dass dies ein offener Mangel. Ich hätte das Gerät sofort anschließen müssen.
Jetzt soll ich eine Reparatur bezahlen. Ist bin der Meinung, hier liegt kein offener Mangel vor. Wie sehen sie das?

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Antwort der Redaktion

Hallo Alf,

ob verdeckt oder offensichtlich spielt bei dir als Verbrauche keine Rolle. Du hast in der Theorie sogar zwei Jahre Zeit, einen Mangel zu melden, der dir direkt beim Auspacken entgegenspringt.

Entsprechend musst du die Reparatur nicht zahlen, sollte es sich bei der Spiderapp tatsächlich um einen Sachmangel handelt.

Wir empfehlen dir, dich einfach an die Verbraucherzent rale zu wenden.

Mit besten Grüßen
die Redaktion
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#67 Alf 2021-02-01 11:52
Hallo,
Ich habe Mitte November 2020 bei einem renommierten Online Händler ein TV Gerät gekauft, das ich Weihnachten an meinen Sohn verschenkt habe. Nach Eingang des Gerätes ( ca 3 Tage nach Bestellung) habe ich den Karton geöffnet und nach offenen Schäden alles kontrolliert. Es war nichts erkennbar. Als ich das Gerät am 25.12.2020 dann angeschlossen habe war auf dem Gerät die „Spider App“. Die Scheibe hatte keinen Defekt, es war erst beim Einschalten erkennbar. Ich habe dies sofort am 25.12.2020 schriftlich reklamiert.
Nun sagte man mir, dass dies ein offener Mangel. Ich hätte das Gerät sofort anschließen müssen.
Jetzt soll ich eine Reparatur bezahlen. Ist bin der Meinung, hier liegt kein offener Mangel vor. Wie sehen sie das?
Gruß Alf Fischer

___________________________

Antwort der Redaktion

Hallo Alf,

ob ein Mangel offen oder verdeckt war, spielt für Sie als Verbraucher keine Rolle. Sie hätten in der Theorie zwei Jahre Zeit, einen Mangel, der direkt nach dem Auspacken entdeckt wurde, zu melden.

Handelt es sich tatsächlich um einen Sachmangel, müssen Sie die Reparatur nicht zahlen. Wenden Sie sich am besten zur Hilfe an die Verbraucherzentrale.

Mit besten Grüßen
die Redaktion
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#66 Cornelia Loest 2021-01-18 09:31
Hallo ich habe über Ebay Kleinanzeigen eine Kaffeekanne mit Deckel von Villeroy und Boch für 65€ gekauft. Nach langem warten kam die kann in dem kleinen Orginalkarton an und war mit wenig Papier eingepackt. Der Deckel war zu bruch gegangen. jetzt schreibt mir die Verkäuferin, das es nicht ihr Problem ist. Ich sollte mich bei der Post melden. Sie ist eine Privatperson. Habe ich es richtig verstanden, das sie haftbar ist ? Ich habe Fotos und als Zeugin meine Freundin, die das Paket angenommen hat. Was kann ich machen?
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Antwort der Redaktion

Hallo Cornelia,

wenn der Schaden auf einer nicht ausreichenden Verpackung beruht, muss die Verkäuferin dafür gerade stehen. Setzte ihr eine Frist, bis zu der sie das Problem lösen soll.

Mit besten Grüßen
die Redaktion
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#65 Gerlinde hartje gins 2020-12-24 05:20
Wir haben im onlinehandel eine badewanne gekauft,die stark beschädigt hier ankam.wir haben den Schaden sofort bemerkt,da der Spediteur die wanne mit zusatzteilen auspacken musste,um sie abzuladen,da sie zu schwer war um sie eingepackt abzuladen.wir haben die Annahme verweigert,da die wanne ein grosses Loch hatte.der Fahrer wollte nicht,das wir was ausfüllen,oder unterschreiben nahm alles wieder mit.wir haben sofort dem Händler bescheid gesagt.er wollte sich mit der Spedition in Verbindung setzen.wir haben jetzt keinen Beweis.bekommen wir unser Geld zurück?

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Hallo Gerlinde,

als Verbraucherin hast du Glück und musst gar nichts beweisen. Der Verkäufer muss innerhalb der ersten sechs Monate beweisen, dass alles mangelfrei angekommen ist. Du kannst vorrangig die Neulieferung verlangen. Erst wenn der Händler das ablehnt, kannst du dein Geld verlangen.

Viele Grüße!
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#64 Maik Lemm 2020-12-06 21:33
Hallo zusammen ich habe mir ein Fernsehen Gekauft und der wurde beim Transport beschädigt. Jetzt ist aber auch das Schlechteste Eingetroffene was mir Passieren konnte die haben nicht mehr diesen Fernsehen. Ich bekomme auch nicht mehr den Fernsehen zu den Preis wie ich den da bekommen habe irgend wo anders. Was kann ich jetzt machen müssen die mir ein Fernsehen besorgen der gleichwertigen wertig ist. Oder können die Sagen wir geben ihnen das Geld zurück weil wir kein haben. Was kann ich machen.

MfG

Maik

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Antwort der Redaktion

Hallo Maik,

ist die Ware beschädigt, hast du Anspruch auf Nacherfüllung. Du kannst den Händler entweder um Reparatur oder Neulieferung bitten. Hat der Händler den Fernseher nicht mehr auf Lager, muss er ihn möglicherweise woanders beschaffen. Die Kosten dürfen dir dafür nicht in Rechnung gestellt werden.

Mit besten Grüßen
die Redaktion
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#63 Marcel 2020-12-04 14:43
Hallo,

wie ist der Sachverhalt zwischen Privatkunde, Online Händler und Hersteller?

Kunde kauft Ware bei einen Onlineshop, der Onlineshop bestellt beim Hersteller aus (CZ) dieser verschickt aber direkt zum Kunden. Die Ware ist defekt und der Kunde möchte neue Ware erhalten. Zählt hier jetzt das B2B ? Der Hersteller sagt das er keine neue Ware schicken muss weil der Käufer eine Firma ist obwohl die Lieferadresse ein Endkunde war?

Mit freundlichen Grüßen
Marcel

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Antwort der Redaktion

Hallo Marcel,

da der Vertrag zwischen dem Kunden und dem Händler besteht, haftet der Händler. Aus Kundensicht spielt es erst mal keine Rolle, wie versendet wird. Der Händler muss also erst mal für den Neuversand einstehen, gegeben falls aber Regress beim Hersteller nehmen, wenn dieser einen Fehler beim Versand gemacht hat: https://www.onlinehaendler-news.de/e-recht/rechtsfragen/132962-geliefert-gehaftet-recht-dropshipping
https://www.onlinehaendler-news.de/e-recht/rechtsfragen/133498-unternehmerregress-fuer-online-haendler

Mit besten Grüßen
die Redaktion
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#62 Detlef 2020-11-18 22:53
Hallo,
ich habe auf Ebay 6 Cappuccino Gläser gekauft, 2 St. sind zerbrochen angekommen, der Verkäufer meint ich müßte mit dem Karton/Verpacku ng und den Gläsern zur Post/DHL marschieren und den Schaden aufnehmen lassen die AGB von DHL schreiben das so vor (stimmt auch ich habe das nachgelesen). Was ist hier richtig und wie bekommen ich Schadensersatz.

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Antwort der Redaktion

Hallo Detlef,

handelt es sich um einen Kauf bei einer Privatperson, hast du nur Ansprüche, wenn der Schaden auf eine fehlerhafte Verpackung zurück zu führen ist.

Ist der Verkäufer ein Unternehmer, so haftet dieser auch für das, was auf dem Transportweg geschieht. Du musst lediglich nachweisen, dass die Ware kaputt bei dir angekommen ist.

Beachte: Bei kaputter Ware handelt es sich um einen Sachmangel. Du kannst in erster Linie Nacherfüllung verlangen. Zum Schadensersatz kommt es nur, wenn der Verkäufer fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hat und die Nacherfüllung gescheitert ist.

Mit besten Grüßen
die Redaktion
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