Unister: Ehemalige Manager landen im kommenden Jahr vor Gericht

Veröffentlicht: 23.11.2016 | Geschrieben von: Christian Laude | Letzte Aktualisierung: 23.11.2016

Zu Beginn des kommenden Jahres landen drei ehemaligen Manager des Unister-Konzerns vor dem Landgericht in Leipzig. Das Gericht soll laut der Süddeutschen Zeitung die Anklage der Generalstaatsanwaltschaft Dresden bereits zugelassen haben, die den Managern unter anderem Steuerhinterziehung vorwirft.

Leipziger Landgericht

© RobertKuehne - Shutterstock.com

Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung sollen im kommenden Jahr drei ehemalige Unister-Manager vor dem Landgericht Leipzig landen. Das zuständige Gericht soll bereits die Anklage zugelassen und mehrere Monate für die Verhandlungen vorgesehen haben, wie die SZ von Verfahrensbeteiligten erfahren hat. Es handelt sich bereits um die zweite Klage, wobei einige Vorwürfe aus der ersten, im März zugelassenen Anklage stammen.

Unister: Verkauf von Kurz-mal-weg.de

Die Beschuldigten sollen die Vorwürfe bereits abgestritten haben, die von der Generalstaatsanwaltschaft Dresden stammen. Dabei geht es unter anderem um angebliche Steuerhinterziehung, den unerlaubten Verkauf von Versicherungen, aber auch um gewerbs- und bandenmäßigen Computerbetrug beim Online-Handel. Mehr als 87.000 Kunden wurden angeblich Preisnachlässe bei Flugtickets vorenthalten. Unister habe laut der SZ die Vorwürfe zurückgewiesen und pocht vielmehr darauf, dass es sich hierbei „um eine gängige Praxis in der Reisebranche“ handle.

Das Insolvenzfahren und die Zerschlagung von Unister befinden sich derzeit in vollem Gange, denn vor einigen Tagen konnte beispielsweise der dazugehörige Insolvenzverwalter Lucas Flöther erfolgreich das erste Online-Portal verkaufen. Kurz-mal-weg.de wurde für einen nicht genannten Preis an den Reiseveranstalter Fit Reisen abgegeben.

 

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