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Online-Banking

Erste Abmahnung wegen neuer EU-Zahlungsdiensterichtlinie

Veröffentlicht: 07.10.2019 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 07.10.2019
Laptop und Kreditkarte

Seit Mitte September müssen Banken die neue EU-Zahlungsdiensterichtlinie umsetzen und eine stärkere Authentifizierung ihrer Kunden verlangen. Allerdings bereitet dieses Vorgehen vielen Geldinstituten noch immer große Probleme. „Vorfälle, welche das Online- oder Mobile-Banking betreffen, sind seit dem 9. September leicht angestiegen“, bestätigt die Bafin in der Welt. Demnach gehen die Systemumstellungen häufig „mit temporären Störungen oder Ausfällen“ einher.

Komplizierte Login-Vorgänge und überfüllte Hotlines

Auch der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen sind die gestiegenen Probleme im Zuge der erhöhten Sicherheitsstandards aufgefallen. „Die Beschwerden haben in den vergangenen Tagen sogar noch einmal zugenommen“, bestätigt Stephanie Heise, Leiterin des Bereichs Verbraucherfinanzen bei der Verbraucherzentrale. Konkret ginge es um Login-Vorgänge, die nicht funktionieren oder für die Kunden zu kompliziert sind. Hilfe von den Banken ließe außerdem zu Wünschen übrig. „Die Hotlines sind oft lange nicht erreichbar“, so die Kritik von Stephanie Heise.

Abmahnung für die Commerzbank

Der erste Rechtsstreit rund um die neuen Login-Vorgaben droht ebenfalls bereits. So müssen Kunden der Commerzbank, die sich für das Anmelden mit der mobilen Tan entschieden haben, für jeden Login 12 Cent zahlen. Das ist der Verbraucherzentrale ein Dorn im Auge. „Es kann nicht sein, dass der Kontoblick schon Geld kostet“, so Heise weiter. Für die SMS-Tan dürfe nur dann eine Gebühr verlangt werden, wenn es sich um eine Überweisung handle, nicht aber für die reine Anmeldung zum eigenen Konto, so der Entschluss des Bundesgerichtshofs. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen habe der Commerzbank aus diesem Grund bereits am 1. Oktober eine Abmahnung zukommen lassen. „Ändert die Commerzbank ihre Preispolitik nicht, werden wir klagen“, so die Ankündigung von Stephanie Heise. Das Geldinstitut wolle den Sachverhalt nun prüfen.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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Kommentare  

#1 mb 2019-10-12 11:20
endlich geht das mal los mit der Commerzbank. Früher ein Klasseinstitut, heute ein Abzockerverein. Die Kontomodelle für Geschäftskunden : vieles ist gratis, nur: man kann es nicht nutzen, zum Beispiel die Kasseneinzahlun g (weit und breit keine akzeptablen Öffnugnszeiten bzw gar kein Schalter da! ) , Kreditangebote. .. aber doch cniht für Selbstständige, die weniger als drei Jahre am Markt sind, und so geht das weiter.
Eigentöoch hätte die Verbraucherzent rale noch viele Ansatzpunkte für diese sich verschlankende Staatsbank....
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