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Klage von Verdi

Keine verkaufsoffenen Sonntage in der Adventszeit

Veröffentlicht: 25.11.2020 | Geschrieben von: Sandra May | Letzte Aktualisierung: 25.11.2020
Leere Einkaufsgasse mit geschlossenen Geschäften.

Um das Einkaufsgeschehen in den Innenstädten zu entzerren, plante Nordrhein-Westfalen fünf verkaufsoffene Sonntage in der Adventszeit. Dagegen klagte Verdi und gewann vor dem Oberverwaltungsgericht (Beschluss, Aktenzeichen: 13 B 1712/20.NE).

Erhebliche Zweifel an der Eindämmung des Infektionsrisikos

Wie Fashionunited berichtet, äußerte das Gericht „erhebliche Zweifel an der Eignung der Sonntagsöffnung, das Infektionsrisiko einzudämmen“. Wahrscheinlich sei sogar davon auszugehen, dass die Menschen aufgrund der fehlenden Freizeitangebote an Sonntagen gerade zum Einkaufen in die Innenstädte drängen. 

Verdi begrüßt diese Entscheidung. „Dass sie jetzt zumindest an den Adventssonntagen bei ihren Familien zu Hause bleiben und sich damit ein bisschen von dem hohen Adventsstress im Einzelhandel erholen können, ist wichtig für den Erhalt der Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen und das haben sie sich auch redlich verdient“, resümiert Silke Zimmer, die bei Verdi für Handel zuständig ist.

Bereits im Frühjahr hatte Verdi verkaufsoffene Sonntage verhindert: Die Stadt Düsseldorf wollte an Sonntagen die Geschäfte öffnen, um den Unternehmen die Möglichkeit zu geben, die Einbußen aus dem Lockdown wieder herein zu holen. 

Über die Autorin

Sandra May Expertin für: IT- und Strafrecht

Sandra schreibt seit September 2018 als juristische Expertin für OnlinehändlerNews. Bereits im Studium spezialisierte sie sich auf den Bereich des Wettbewerbs- und Urheberrechts. Nach dem Abschluss ihres Referendariats wagte sie den eher unklassischen Sprung in den Journalismus. Juristische Sachverhalte anschaulich und für Laien verständlich zu erklären, ist genau ihr Ding.

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