Vor dem EuGH

Google legt Einspruch gegen Milliardenstrafe der EU ein

Veröffentlicht: 21.01.2022 | Geschrieben von: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 21.01.2022
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Google will die Strafe der EU in Höhe von 2,4 Milliarden Euro nicht einfach auf sich sitzen lassen: Der Konzern legte Einspruch beim EuGH gegen die Wettbewerbsstrafe eingelegt, berichtet der Spiegel. Man habe sich nach sorgfältiger Überlegung dazu entschieden, gegen die Entscheidung des EU-Gerichts vorzugehen. Das EU-Gericht hatte Ende letzten Jahres die Strafe der EU-Kommission aus dem Jahr 2017 bestätigt

Google soll wettbewerbswidrig agiert haben

Bereits nach dem Urteil hatte Google bekräftigt, seit 2017 Änderungen vorgenommen zu haben. Die EU-Kommission hatte damals entschieden, dass der US-Konzern mit seinem Preisvergleichsdienst Google Shopping wettbewerbswidrig agiere (wir berichteten). Google habe den eigenen Dienst dabei gegenüber von Konkurrenten in der Suche bevorzugt behandelt und so gegen EU-Kartellrecht verstoßen.

Aus Sicht von Google sei die Entscheidung des EU-Gerichts „rechtlich, faktisch und wirtschaftlich“ falsch. Bis der EuGH über den Fall entscheidet, können allerdings noch weitere zwei Jahre vergehen. 

Google streitet sich um weitere Geldstrafen mit der EU

Die Strafe in Höhe von 2,4 Milliarden Euro ist nicht der einzige Streitfall zwischen Google und der EU. 2018 verhängte die EU-Kommission eine Strafe von mehr als 4,3 Milliarden Euro gegen den Tech-Konzern. Dabei ging es um illegale Praktiken bei Android-Mobilgeräten, durch die Google seine eigene Suchmaschine bevorzugt habe. Auch in Sachen Online-Werbung soll Google seine Marktposition missbraucht haben – hier geht es um eine Geldstrafe in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro.

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Über den Autor

Michael Pohlgeers
Michael Pohlgeers Experte für: Marktplätze

Micha gehört zu den „alten Hasen“ in der Redaktion und ist seit 2013 Teil der E-Commerce-Welt. Als stellvertretender Chefredakteur hat er die Themenauswahl mit auf dem Tisch, schreibt aber auch selbst mit Vorliebe zu zahlreichen neuen Entwicklungen in der Branche. Zudem gehört er zu den Stammgästen in unseren Multimedia-Formaten, dem OHN Podcast und unseren YouTube-Videos.

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Kommentare  

#1 Dieter Brandes 2022-01-24 10:42
Milliarden als Strafen? So dämlich und [Von der Redaktion entfernt] ohne Empathie und logischen Verstand können nur Juristen sein.

ja klar und damit reitet die EU Google und uns Verbraucher immer weiter in die [Von der Redaktion entfernt]
Wer zahlt denn diese Milliarden? Hat irgend einer von den Holzköpfen da oben sich mal Gedanken darüber gemacht?
Das zahlen doch nicht die Aktionäre oder Investoren. Das zahlen die Verbraucher und die Nutzer mit weiteren Werbemaßnahmen und noch mehr kriminellem und unfairen Dingen, die google sich da einfallen lässt.
Bei google und Co sitzen 1000 mal mehr Juristen, Lobbyleute usw. als in der EU für diese Fälle abgestellt sind.


[Anmerkung der Redaktion: Bitte bleiben Sie sachlich.]
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