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Massen-Spam: „Spam King“ zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt

Veröffentlicht: 16.06.2016 | Autor: Michael Pohlgeers | Letzte Aktualisierung: 16.06.2016 | Gelesen: 2667 mal

In den Jahren 2008 und 2009 hatte der professionelle Spammer Sanford Wallace, der sich selbst als „Spam King“ bezeichnet, Millionen Spam-Nachrichten auf Facebook verschickt. Nun wurde Wallace in den USA zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Handschellen und Richterhammer

(Bildquelle Urteil: Ruslan Grumble via Shutterstock)

Der 47-jährige US-Amerikaner Sanford Wallace wurde von einem Gericht für den massenhaften Versand von Spam-Nachrichten auf Facebook zu einer Haftstrafe von 30 Monaten sowie fünf Jahren Bewährung verurteilt. Wallace hatte nach Angaben von t3n.de zwischen November 2008 und Februar 2009 mehr als 27 Millionen Spam-Nachrichten an 550.000 Nutzer des Netzwerks verschickt.

Bei den Spam-Nachrichten handelte es sich um Phishing-Nachrichten, die zum Besuchen einer Website aufforderten. Dabei habe es sich um einen Affiliate-Link gehandelt, über den Wallace den Traffic monetarisieren konnte. Neben der Monetarisierung konnte sich der sogenannte „Spam King“ Wallace zudem Zugriff auf die Freundeslisten der betroffenen Nutzer verschaffen.

Wallace bekannte sich bereits im vergangenen Jahr schuldig. Neben der Haftstrafe muss der professionelle Spammer zudem eine Strafzahlung in Höhe von 310.000 US-Dollar leisten und eine Therapie absolvieren.

Früher Einstieg ins Spam-Geschäft

Sanford Wallace ist ein alter Hase in Sachen Spam: Schon vor dem Aufkommen des Internets habe er sich als professioneller Spammer mit Werbe-Faxen verdingt. In den Anfangszeiten des Internets und der E-Mails stieg Wallace dann auf das neue Kommunikationsmedium um. Mit seiner Firma CyberPromotions verschickte Wallace bis zu 30 Millionen Spam-Mails pro Tag. In den vergangenen Jahren konzentrierte sich der „Spam King“ zunehmend auf soziale Netzwerke und verschickte Spam-Nachrichten auf Facebook und MySpace.

Auch MySpace hatte laut Cnet bereits im Jahr 2009 einen gerichtlichen Erfolg gegen den professionellen Spammer erstritten: Damals erwirkte das Netzwerk eine Schadenszahlung in Höhe von 234 Millionen US-Dollar. Wallace habe nach Angaben von MySpace über 735.000 Nachrichten an Nutzer verschickt.

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