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Maria, ihm schmeckt’s nicht!

Prosecco-Pringles von italienischer Polizei beschlagnahmt

Veröffentlicht: 18.10.2019 | Autor: Sandra May | Letzte Aktualisierung: 18.10.2019
verschiedene Dosen Pringles

Der Chipshersteller Pringles ist für seine teilweise recht extrovertierten Geschmacksrichtungen bekannt – und sicherlich auch beliebt. Mit der Geschmacksrichtung Prosecco hat sich das Unternehmen allerdings etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt, denn der Präsident der norditalienischen Region Venetien Luca Zaia sagt auf Facebook ganz eindeutig: „NO!”

Geschützte Herkunftsbezeichnung

Hintergrund des Facebook-Posts ist die Beschlagnahmung von mehreren Hundert Packungen Prosecco-Pringles am Montag durch die italienische Polizei. Grundlage des Einschreitens ist der Süddeutschen zufolge eine Rechtsverletzung durch den Chipshersteller. 

Beim Prosecco handelt es sich nämlich um Schaum- und Perlweine, die seit 2009 eine in der EU geschützte Ursprungsbezeichnung inne haben. Den Namen dürfen entsprechend nur solche Weine tragen, die aus der Region Venetien kommen.

Die Prosecco-Pringles erhalten ihren Geschmack aber durch ein nicht näher definiertes Prosecco-Pulver. Luca Zaia gehe es indes darum, „ehrliche Produzenten” zu schützen, die die Qualität und die Region förderten. Dabei erhält er Unterstützung von der italienischen Agrarministerin. „Die Konfiszierung der Prosecco-Chips zeigt den Einsatz des italienischen Landwirtschaftsministeriums im Kampf gegen Plagiat-Produkte und für den Schutz der Qualität unserer Lebensmittelprodukte“, zitiert die Süddeutsche aus einer Mitteilung des Ministeriums.

Statement von Pringles

„Einmal gepoppt, nie mehr gestoppt“, hieß es einmal in einem Werbespot von Pringles. Dieses Motto ist zumindest in puncto Prosecco veraltet. Vom Unternehmen kam die Botschaft, dass man nicht plane „die Variante in Zukunft zu produzieren“.

Über den Autor

Sandra May Experte für IT- und Strafrecht

Sandra schreibt seit September 2018 als juristische Expertin für OnlinehändlerNews. Bereits im Studium spezialisierte sie sich auf den Bereich des Wettbewerbs- und Urheberrechts. Nach dem Abschluss ihres Referendariats wagte sie den eher unklassischen Sprung in den Journalismus. Juristische Sachverhalte anschaulich und für Laien verständlich zu erklären, ist genau ihr Ding.

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