Der frühe Vogel

Teil-Lockdown wird bis in den Januar 2021 verlängert

Veröffentlicht: 03.12.2020 | Geschrieben von: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 03.12.2020
Geschlossen Schild leere Straße

Noch bis zum 10. Januar 2021 wird Deutschland mit dem Teil-Lockdown leben müssen. Bund und Länder haben sich in einer gemeinsamen Beratung am Mittwoch auf die Verlängerung der Maßnahmen in der Coronakrise geeinigt. „Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist“, so Bundeskanzlerin Angela Merkel laut dem Spiegel. Aktuell sei man noch weit von den Zielwerten entfernt, die Zahl der Todesopfer ist nach wie vor sehr hoch. Deswegen haben sich die Politiker auf eine Verlängerung des Teil-Shutdowns geeinigt. Angestrebt sei ein Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, diese Zahl wird in einigen Gebieten Deutschland aber deutlich überschritten.

Neben den aktuellen Schließungen von Gastronomie und Kultureinrichtungen stellt Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sogar noch härtere Maßnahmen in Aussicht. „Die Frage ist, ob wir das Land die ganze Zeit in dieser Art von Halbschlaf halten können – oder ob wir nicht irgendwann noch mal überlegen müssen, an einigen Stellen sehr deutlich und konsequent tiefer heranzugehen“, so seine Überlegungen. 

Neben der Verlängerung des Teil-Lockdowns bis in den Januar hinein, waren bei den Gesprächen am Mittwoch auch die Novemberhilfen ein Thema. Diese stehen bei einigen Länderchefs stark in der Kritik, da viele Firmen noch immer auf Zahlungen warten bzw. die vorgesehenen Gelder zu gering ausfallen würden. Laut Merkel solle es hier Nachbesserungen und gegebenenfalls höhere Abschlagszahlungen geben. Ähnliche Forderungen kamen bereits von den Wirtschaftsministern der Ländern, die sich für höhere Abschlagszahlungen einsetzen. Der Rahmen solle ihrem Vorschlag zufolge von 10.000 Euro auf 500.000 Euro angehoben werden, wie es beim Spiegel weiter heißt.

Deutscher Online-Handel lädt Betrüger regelrecht ein

Im internationalen Vergleich wird es Gaunern in Deutschland relativ einfach gemacht, über gephishte PayPal-Konten oder den Rechungskauf im Online-Handel zu betrügen. Das geht aus Recherchen vom autoren(werk) und des ZDF hervor. Demzufolge sei das Missbrauchsrisiko fremder Daten hierzulande über PayPal und Zahlungsdienstleister wie Ratepay, Billpay oder Klarna vergleichweise hoch. Weil beispielsweise PayPal noch keine 2-Faktor-Authentifizierung verpflichtend eingeführt habe, können Betrüger im Darknet erstandene fremde Zugangsdaten einfach für den Online-Einkauf nutzen.

Im Jahr 2019 wurden den polizeilichen Kriminalstatistiken der Bundesländer zufolge über 57.000 Fälle von Bestellbetrug angezeigt, ein Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Nach Informationen von Heise Online sinkt aber auch gleichzeitig die Aufklärungsquote. Aufgrund der großen Masse an Betrugsfällen, kann nur einem Teil der Vorfälle tatsächlich nachgegangen werden, nicht einmal jeder dritte Betrug könne so aufgeklärt werden.

Eine Million Neukunden für Zalando

Die Cyber Week 2020 war für Online-Modehändler Zalando die erfolgreichste bisher. Das Unternehmen konnte mehr als eine Million Neukunden gewinnen, das Bruttowarenvolumen wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent an, wie es in einer Mitteilung heißt. Zu Spitzenzeiten gingen rund 7.500 Bestellungen pro Minute bei der Online-Plattform ein. Besonders Zalandos Partnerprogramm trug entscheidend zum Erfolg der Shopping-Schnäppchentage bei. Während der Cyber Week beteiligten sich mehr als 2.300 Partner des stationären Handels am Connected Retail-Programm. 

Über die Autorin

Corinna Flemming Expertin für: Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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