Der frühe Vogel

Coronahilfen: Mittelstand kämpft mit der Bürokratie

Veröffentlicht: 14.12.2020 | Geschrieben von: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 14.12.2020
Papierstapel

Die Coronahilfen sollen Unternehmen in der aktuellen Krise schnell und einfach Geld zur Aufrechterhaltung ihres Geschäfts zur Verfügung stellen, allerdings sind diese vor allem für den Mittelstand mit zu viel Bürokratie verbunden. Das geht aus einer Umfrage des Bankenverbandes BVR und der DZ Bank unter 1.500 kleinen und mittleren Unternehmen hervor. „Den Mittelständlern bereitet mitten in der Corona-Krise die Bürokratie in Deutschland die größten Sorgen, nicht etwa die Auswirkungen und Nachwirkungen der Krise selbst“, werden die Autoren in der Auswertung der Umfrage bei Heise Online zitiert.

Für 68 Prozent der Befragten stellt die Bürokratie der Hilfen aktuell die größte Herausforderung dar, bei kleinen Mittelständlern mit höchstens 20 Mitarbeitern gaben sogar 89 Prozent dieses Problem an. Danach folgen der Mangel an Fachkräften mit 67 Prozent und die Auswirkungen der Pandemie mit 65 Prozent. Dass sich die Lage der Firmen bald bessern wird, davon gehen die Banken nicht aus. „Den Mittelständlern geht es aktuell zwar spürbar besser als noch im Frühjahr dieses Jahres. Von einer Rückkehr zur Normalität kann aber noch nicht die Rede sein“, so die Untersuchung.

Der jetzt beschlossene harte Lockdown werde den Mittelstand erneut vor große Schwierigkeiten stellen. Zwar hätten sich viele Unternehmen im Frühjahr 2020 mit „ausreichend liquiden Mitteln“ versorgt, so die Einschätzung von BVR-Vorstandsmitglied Andreas Martin, allerdings könnte der erneute Shutdown nun eine „dramatische Insolvenzwelle“ nach sich ziehen.

About You setzt auf Secondhand

Der Modehändler About You erweitert sein Angebot und bietet mit der Kategorie „Second Love“ nun auch Secondhand-Artikel an. Bereits seit September wurden entsprechende Artikel über die Plattform angeboten, nun ist der Verkauf dieser auch offiziell gestartet. Bereits jetzt seien rund 250.000 gebrauchte Artikel bei About You zu finden, dafür arbeitet das Unternehmen mit Secondhand-Anbietern wie Vite EnVogue und Mädchenflohmarkt zusammen.

Das Angebot, welches aktuell nur in Deutschland verfügbar, bald aber auch in weiteren Ländern geplant sei, soll künftig noch weiter ausgebaut werden. About You plant nach Angaben von Fashionunited die Annahme gebrauchter Kleidung ihrer Endkunden. Diese sollen beispielsweise mit den Retouren eingesendet werden können.

Türkei: Bußgelder für Facebook, Twitter und Co.

Die Social-Media-Plattformen wie Twitter, Facebook und Instagram verstoßen in der Türkei gegen das seit Juli gültige Social-Media-Gesetz und müssen nun umgerechnet rund drei Millionen Euro Strafe zahlen. Das Gesetz legt fest, dass Anbieter mit täglich mehr als einer Million türkischen Nutzern eine Niederlassung im Land mitsamt türkischem Staatsbürger als Vertreter vorweisen müssen. Die betroffenen Konzerne, zu denen unter anderem auch YouTube, Linkedin und TikTok zählen, seien dieser Aufforderung nicht gefolgt. Wie Heise Online berichtet, könnten die Webseiten der Anbieter, die nach den Geldstrafen noch immer keinen Vertreter anmelden, in der Türkei als Konsequenz auch unbenutzbar gemacht werden.

Über die Autorin

Corinna Flemming
Corinna Flemming Expertin für: Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

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