Digitale Potenziale nutzen

Mittelstandsallianz und Händlerbund legen Fahrplan für die neue Regierung vor

Veröffentlicht: 23.09.2021 | Geschrieben von: Patrick Schwalger | Letzte Aktualisierung: 23.09.2021
Reichstagsgebäude in Berlin

In den Wochen vor der Bundestagswahl geht es nicht nur um die Versprechen und Wahlprogramme der Parteien – die 50 wichtigsten Parteipositionen haben wir schon verglichen. Auch die Interessengruppen und Verbände melden sich zu Wort und präsentieren ihre Ideen, Vorstellungen und Wünsche für die kommende Legislaturperiode. 

So auch die Mittelstandsallianz, eine Vereinigung mittelständischer Branchenverbände unter dem Dach des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW). 27 Verbände aus der Allianz haben nun den Forderungskatalog „Gemeinsam für einen starken Mittelstand“ für die nächste Regierung vorgelegt. In zwölf Themenbereichen finden sich darin über 70 Forderungen, die aus Sicht der Allianz den Fahrplan für eine zukunftsfähige Wirtschaftspolitik darstellen. Die Perspektive des Online-Handels vertritt in der Mittelstandsallianz der Händlerbund. 

Konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik

Dieser sogenannte 12-Punkte-Plan behandelt eine Spanne von allgemeinen Wettbewerbsfragen über Standortbedingungen für Unternehmen bis hin zu ganz konkreten Handlungsempfehlungen in allen Politikfeldern, die für den Mittelstand relevant sind. 

Für den Online-Handel ist dabei natürlich besonders die Digitalisierung wichtig. Die Mittelstandsallianz fordert faire Wettbewerbsbedingungen zwischen den KMU und internationalen Riesenkonzernen, etwa durch ein modernes, europäisches Wettbewerbsrecht. Daten sollen besser nutzbar gemacht werden, die Verwaltung digitalisiert werden und Breitband stark ausgebaut werden. Wer sich ein digitales Geschäft aufbauen will, soll dabei Förderung und Unterstützung bekommen, damit alle – auch der stationäre Handel – von der digitalen Transformation profitieren können. 

Neue Regierung soll digitale Potenziale nutzen 

„Die Digitalisierung lässt sich nicht rückgängig machen. Gerade der Handel muss die Digitalisierung jetzt klug nutzen und das stationäre Geschäft mit digitalen Angeboten ergänzen, um seine vollen Potenziale auszuschöpfen“, erklärt Tim Arlt vom Händlerbund in dem Forderungspapier. „Dafür braucht es Anreize für den Aus- und Aufbau von Online-Angeboten, die beste Infrastruktur und effektive Förderung. Die nächste Regierung muss digitale Themen mit Schwung antreiben, anstatt sie auszubremsen.“

Das Papier gilt für die gesamte Legislaturperiode von 2021 bis 2025 und soll für diesen Zeitraum als Fahrplan für die Politik dienen. Auf dem Händlerbund Marketplace gibt es den 12-Punkte-Plan zum kostenfreien Download.

In dieser Grafik findet sich eine Übersicht über die Inhalte und Forderungen der Mittelstandsallianz.

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Über den Autor

Patrick Schwalger
Patrick Schwalger Experte für: EU- und Bundespolitik

Patrick ist Politik-Experte beim Händlerbund und schreibt regelmäßig als Gastautor auf OHN. Er hat in verschiedenen politischen Kontexten in Brüssel und Köln gearbeitet und kennt die Politik von allen Seiten. Für den Händlerbund bearbeitet er die politischen Entwicklungen, die den Online-Handel bewegen und informiert darüber auf OHN.

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