Teilen Teilen Kommentare Drucken

Real.de auf dem e-Commerce Day: „Das Produkt soll zum Hero gemacht werden“

Veröffentlicht: 28.05.2018 | Autor: Corinna Flemming | Letzte Aktualisierung: 28.05.2018 | Gelesen: 2901 mal

Statt um Fußball drehte sich am vergangenen Freitag im Kölner RheinEnergieStadion alles um das Thema E-Commerce. Bereits zum neunten Mal fand der e-Commerce Day statt. Der Veranstalter selber machte dabei deutlich, welche Ziele und Herausforderungen man sich für die Zukunft gesetzt hat.

e-commerce day real.de
Patrick Müller-Sarmiento, Jan-Philipp Blome und Gerald Schönbucher (v.l.n.r.) © @Tradebyte via Twitter

Der Abstieg des 1. FC Köln aus der ersten in die zweite Bundesliga sollte für den am vergangenen Freitag stattfindenden e-Commerce Day kein schlechtes Omen sein. Real.de hatte sich als Veranstaltungsort abermals die Wirkungsstätte des Fußballvereines, das Kölner RheinEnergieStadion, ausgesucht. Die rund 1.500 Besucher konnten sich in verschiedenen Vorträgen über die aktuellen Trends der Branche informieren. Die große Ausstellerfläche, welche rund um das Spielfeld führte, bot die Möglichkeit, mit den 100 anwesenden Ausstellern und Partnern ins Gespräch zu kommen.

Da der diesjährige e-Commerce Day genau auf den 25. Mai und damit auf den Tag des vollständigen Inkrafttretens der DSGVO fiel, verwunderte es nicht, dass der Vortrag von Händlerbund-Rechtsanwalt Martin Hahn zum Thema Datenschutz bis auf den letzten Platz gefüllt war. Der Grundtenor seines Vortrages ließ einige besorgte Gesichter dann auch etwas aufhellen: „Als ich heute früh aufgestanden bin, war die Sonne immer noch gelb und der Himmel blau. Die DSGVO ist also kein Weltuntergang.“

Umstellung soll Wachstum vorantreiben

Für den Veranstalter real.de steht nach dem erfolgreichen Zusammenschluss mit Hitmeister vor zwei Jahren nun die nächste große Herausforderung an: Ab dem 02. Juli wird die Plattform, analog zu Ebay und Amazon, ebenfalls als klassischer Marktplatz auftreten. Für Händler bedeutet dies, dass künftig die Verträge zwischen Käufer und Verkäufer direkt geschlossen werden und eben nicht mehr mit real.de (alles weitere dazu haben wir an dieser Stelle genauer beleuchtet). Die Services bleiben aber trotz der Umstellung gleich, wie die Führungsebene um Patrick Müller-Sarmiento, CEO von Real, Gerald Schönbucher, Gründer von Hitmeister und Geschäftsführer Real Digital Services, sowie Jan-Philipp Blome, Leiter Multichannel, nicht müde wurden zu betonen.

Durch die Umstellung auf ein klassisches Marktplatz-Konzept will man die Grundlage für ein noch schnelleres Wachstum schaffen. Aktuell zählt real.de 5.000 Händler auf seiner Plattform und ist nach eigenen Angaben die Nummer drei im Marktplatzgeschäft, hinter Amazon und Ebay. Dazu haben unter anderem die Investitionen in TV-Werbung in zweistelliger Millionenhöhe beitragen, aber auch verschiedene neue Funktionen auf der Plattform. So sind seit rund drei Monaten die Möglichkeiten für verschiedene Varianten der Produktdarstellung online, welche mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt werden.

Real.de will sich durch Produktvielfalt differenzieren

Wie Real-CEO Patrick Müller-Sarmiento während der Keynote stets betonte, soll auch in Zukunft der Fokus ganz klar auf die Qualität der Produkte gelegt werden, sowohl stationär als auch im Online-Geschäft. „Real.de soll der Händler des Vertrauens werden“, so Müller-Sarmiento. Um sich gegen die Konkurrenz durchsetzen zu können, will der Marktplatz nicht nur durch Qualität, sondern auch durch Vielfalt überzeugen: „Das Produkt soll zum Hero gemacht werden“, ist die klare Aussage des Real-CEOs.

Aktuell testet man bei real.de auch den Schritt hin zu Internationalisierung. Durch die gesteigerte Reichweite will man für die Online-Händler eine Umsatzsteigerung erzielen. Auch beim Thema E-Food sieht real.de noch viel Potenzial. „Es sind Features geplant, unsere Kalender sind voll“, gibt sich Jan-Philipp Blome zu den künftigen Plänen des Unternehmens noch recht bedeckt. Angst vor dem zunehmenden Trend, dass immer mehr Unternehmen zum Marktplatz werden und so zur potenziellen Konkurrenz von real.de, scheint man allerdings nicht zu haben. „Wir fühlen uns durch den Trend bestätigt und fahren vorneweg“, so Blome.

Über den Autor

Corinna Flemming Experte für Internationales

Nach verschiedenen Stationen im Redaktionsumfeld wurde schließlich das Thema E-Commerce im Mai 2017 zum Job von Corinna. Seit sie Mitglied bei den OnlinehändlerNews ist, kann sie ihre Liebe zur englischen Sprache jeden Tag in ihre Arbeit einbringen und hat sich dementsprechend auf den Bereich Internationales spezialisiert.

Sie haben Fragen oder Anregungen?

Kontaktieren Sie Corinna Flemming

Kommentare  

#1 Mario Flaschentraege 2018-05-29 12:36
Als ich den Artikel über die Ambition von REAL las, habe ich einen Lacjkrampf bekommen. Wer wie ich topaktuell einmal das Online-Experiem ent machen durfte, der macht die Erfahrung das REAL mit guten Preisen lockt, das Geld vorweg kassiert und dann die Ware nicht liefert.

ICH werde den Fall nun an eine Verbraucherschu tzorganisation weiterleiten. Ach ja, das sogenannte Kundenportal ist eine echte Sackgasse, denn von da kommen nur Standardmails ohne auf den Sachverhalt einzugehen. REAL ist Lichtjahre von dem Anspruch entfernt Online eine Rolle zu spielen.
Zitieren

Schreiben Sie einen Kommentar

Newsletter
Abonnieren
Bleibe stets informiert mit unserem Newsletter.

Meistgelesene Artikel