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Jochen Schweizer hat seine Digitalsparte an ProSiebenSat.1 verkauft. Das Geschäft wird nun mit Mydays zusammengelegt.
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Jochen Schweizer verkauft seine Digital-Sparte an ProSiebenSat.1
| Kategorie: Allgemein

Verlässt das Paket einmal das Lager des Online-Händlers, liegt die Bestellung nicht mehr in seinen Händen. Trotzdem haftet er, wenn die Ware beschädigt beim Kunden ankommt. Und dass passiert nicht selten, wie ein aktueller Test zeigt.

Pakete kamen teilweise beschädigt an.
(Bildquelle Pakete: © Big Pants Production via Shutterstock)

Gerade jetzt zur Weihnachtszeit haben die Paketdienste alle Hände voll zu tun. Die Menge an versendeten Paketen ist dank Weihnachten besonders hoch. Neben der Frage, ob die Pakete überhaupt rechtzeitig ankommen, ist es natürlich auch wichtig, in welchem Zustand die Ware beim Kunden ankommt. Einem Test von N24 zufolge, scheint es bei der Qualität der Paketsendungen doch erhebliche Mängel zu geben.

Weihnachtsmänner und Christbaumkugeln wurden zum Teil beschädigt

Der Fernsehsender N24 hat gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) getestet, wie es um den Service, die Preise und die Qualität des Versands bei den Paketdiensten in Deutschland steht.

Zum Test haben die Prüfer bei jedem getesteten Paketdienst insgesamt zehn Pakete aufgegeben: Als Inhalt wurden Schokoweihnachtsmänner oder Christbaumkugeln gewählt und versendet. Zusätzlich wurde die Waren nach Informationen von N24 so gut verpackt, dass sie einen Fall aus einem Meter Höhe ohne Schaden zu nehmen ausgehalten hätten. Die Adressen der Empfänger wurden bewusst in der ganzen Republik ausgewählt, sowohl im ländlichen Raum als auch in Großstädten.

Das Fazit der Tester, nachdem alle Pakete bei den Empfängern eingetroffen sind: „In rund 30 Prozent aller Fälle überlebten Weihnachtsmänner und Christbaumkugeln den Transport nicht am Stück, sondern konnten nur noch in Scherben bzw. Einzelteilen entnommen werden.“

Selbst bei der Deutschen Post DHL war nicht alles perfekt

In Sachen Qualität landete die Deutsche Post DHL auf dem ersten Platz, auch wenn selbst beim Testsieger der Sendungsinhalt in zwei von zehn Fällen Schaden genommen habe.

Auch bei der Versanddauer habe es laut den Testern deutliche Unterschiede gegeben: „Während das schnellste Paket nur knapp 17 Stunden unterwegs war, musste auf andere Sendungen bis zu fünf Tage gewartet werden. Ärgerlich. Noch weitaus ärgerlicher: Zwei Pakete, die über DER COURIER und über DPD aufgegeben wurden, kamen überhaupt nicht beim Empfänger an und gingen mit der Begründung, die Adresse würde nicht existieren, an den Absender zurück. Die Adresse existierte jedoch sehr wohl - und wurde von anderen Paketdiensten auch problemlos gefunden“, so das Fazit von N24. Die durchschnittliche Versanddauer habe im Test bei 41 Stunden gelegen. Als langsamster Dienst hätte Hermes im Test 59 Stunden gebraucht.

Man muss hinzufügen, dass es sich hier um keinen repräsentativen Test handelt, die Ergebnisse können in einem anderen gewählten Zeitraum und mit allgemein anderen Parametern ganz anders aussehen.

Dennoch ist es besonders für Online-Händler sehr schlecht, wenn ihre Ware ohne ihr Einwirken beschädigt beim Kunden ankommt. Denn letztlich haften die Händler, erklärt Yvonne Gasch, Rechtsexpertin beim Händlerbund: „Für Online-Händler ist dieses Testresultat besonders ärgerlich, denn sie müssen für die Schäden, die das Unternehmen an den Paketen verursacht, einstehen. Erhält der Verbraucher ein beschädigtes Paket, muss der Online-Händler dafür haften und dem Verbraucher die Ware neu liefern oder ggf. reparieren. Händler können sich nicht auf die Verursachung durch das Transportunternehmen berufen. Online-Händler müssen sich wegen der Schäden an die Transportunternehmen wenden, die meist nur sehr kurze Fristen für die Meldung eines Schadens haben.“

Geschrieben von Giuseppe Paletta
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KOMMENTARE  
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Tom
2014-12-13 14:42 | #12
Kürzlich bekam ich ein Paket von DPD angeliefert. Es klingelt und der DPD-Mitarbeiter nuschelte etwas fremdsprachlich , was ich dann nach dreimaligen Nachfragen verstand als: "Ihren Namen bitte".
Genauso gut verständlich war dann anschließend der Ausdruck "Undescheibn hier".
Da er mir dann einen Stift hinhielt, hatte ich auch verstanden.

Mir ist egal, wer mir ein Paket anliefert, doch ich möchte wenigstens kommunizieren können.
Na immerhin war die Sendung unversehrt.
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Manfred
2014-12-12 06:13 | #11
an Günter Mölck-Schmidt:
verstehe bitte meine Meinung richtig. Es geht darum, daß der Empfänger bei der Paketübergabe eine Bemerkung notiert wie z.B. "Paket beschädigt, Annahme nur unter Vorbehalt". Dann hat der Händler eine Handhabe gegenüber dem Transporteur. Eine beschädigte Lieferung muß dokumentiert werden! Nur dann hat der Händler/Versend er die Möglichkeit, Regreß vom Transporteur zu fordern. Und daß klappt dann auch, weil Paketsendungen versichert sind, dafür zahlen wir ja schließlich. Dazu muß der Versender natürlich den Wert der Sendung gegenüber dem Transporteur nachweisen. Wenn aber eine beschädigte Sendung "rein gezeichnet" oder "rein quittiert wird", dann hat der Versender keinen Anspruch auf Regreß. Das ist ja auch logisch, denn dann könnte die Ware ja auch später beim Empfänger kaputt gegangen sein.
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Günter Mölck-Schmidt
2014-12-11 09:47 | #10
@Manfred
Du zäumst das Pferd von hinten auf.
Der Kunde würde dann
1. Nicht mehr Online einkaufen
2. Von seinem Widerrufsrecht gebrauch machen und dem Händler die Ware zurück schicken.
Und wenn diese dann kaputt wäre würde er behaupten sie heil verschickt zu haben ;) .

Und Händler könnten ( bei Deiner Methode ) dann einfach kaputte Ware verschicken und der Kunde wäre der Gelackmeierte.

Ganz klar muß das Transportrisiko vom Transporteur getragen werden.
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Manfred
2014-12-11 06:55 | #9
Ich sehe das Problem an ganz anderer Stelle. Warum wird ein beschädigtes Paket überhaupt angenommen und nicht zurückgewiesen? Oder, wenn der Empfang quittiert wird, warum dann nicht "unter Vorbehalt" ? Warum werden diesbezüglich Hinweis-Aufkleb er auf den Paketen ignoriert? Warum ist der Empfänger der Ware nicht bereit, diesen winzigen Aufwand zu betreiben? Antwort: weil ihm das alles völlig egal ist, weil er seine Entschädigung so oder so bekommt und weil ihn die Probleme der Lieferanten und Paketdienste nicht interessieren.
Im kaufmännischen Leben gibt es eine ganz einfache Regel: wer den Empfang ohne Vorbehalt quittiert, hat die Ware übernommen "wie geliefert". Eigentlich im zwischenmenschl ichen Leben eine Normalität. Aber solange der Endverbraucher vom Gesetz her von jeglicher Verpflichtung freigehalten wird, wird sich daran nichts ändern. Hier wäre die Politik gefordert, aber die hat ja genug mit sich selber zu tun. Leider!
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Frank2
2014-12-10 13:59 | #8
Zitat "Habe immer wieder Ärger mit Hermes" Wer vorne spart zahlt halt hinten drauf.
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Günter Mölck-Schmidt
2014-12-09 16:24 | #7
Es läuft einiges schief im Staate Germany.
Früher haben Firmen noch auf ihren Ruf geachtet.
Heute machen es alle gleich schlecht.

Wer einmal einen Paketdienst beim ausladen beobachtet hat der wundert sich, daß überhaupt noch was heil ankommt
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Mähringer
2014-12-09 15:00 | #6
Habe immer wieder Ärger mit Hermes. Erst einmal dauert es mindestens 48 Stunden, aber auch länger ist keine Ausnahme. Dann verschwinden immer wieder Pakete. Es wird nur der Einkaufspreis erstattet, nicht die Personalkosten. 1/2 Std. geht locker drauf bis man die Einkaufsrechnun g bei den Steuerunterlage n gefunden hat, eingescant und abgespeichert sowie übermittelt hat. Wenn die Ware nicht mehr lieferbar ist hat man eben Pech gehabt und muss den VK zurückzahlen. Die Paketzusteller sind teilweise recht unzuverlässig - sie verdienen ja auch kaum etwas und haben keine Motivation.
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Richard
2014-12-09 09:44 | #5
wieso verklagen wir den Packetdienst denn nicht gemeinsam??
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Frank Plaßmann
2014-12-09 09:04 | #4
Wenn ich mir die Verpackungsküns te einiger versender anschaue, dann wundert mich gar nichts. 40kg Material in einen Karton gepackt der nur für 20kg geeignet ist, oder empindliche Drucksach zwar in einer 2.5 Welle verpackt, aber keine Stoßkanten reingelegt.
Jetzt kommt dann gleich der kommentar dann müssen die halt besser aufpassen. Aber da keiner was zahlen will für den Versand und alles gleich morgen da sein soll, sparen halt auch die Paketdienste und es geht auf den Bändern und rutschen halt zu wie im Boxring. Ein weiteres geben noch die Straßen dazu, der LKW wird bis oben voll gepackt und nach 300km deutsche Straße ist oben ein halber Meter luft.
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Korell
2014-12-09 08:17 | #3
Als Händler kann man davon ein Lied singen, und nicht nur in der Weihnachtszeit. So zum Beispiel eine Sendung, die Anfang November versendet wurde. Es handelte sich um ein flüssiges Nahrungsergänzu ngsmittel, das portionsweise in sogenannten Sachets verpackt und die Sendung kaum zu beschädigen ist. DHL schaffte es jedoch. So was kann vorkommen. Was jedoch sehr ärgerlich ist, ist das schäbige Verhalten von DHL, die eine Entschädigung ablehnte, eine derart "empfindliche" Ware müsse ordentlich verpackt sein. Dazu kommt eine anschließende Verzögerungstak tik seitens der DHL. In Anbetracht des des nicht mehr vertretbaren Zeitaufwands haben wir dann auf Schadensersatz verzichtet. Das Verhalten der DHL ist eine bodenlose Unverschämtheit . Wenn die anderen Paketdienstleis ter nicht genauso besch..eiden wären, hätten wir auch unverzüglich den Anbieter gewechselt.
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