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Auch die Wahl der Zahlungsarten in einem Online-Shop hat Einfluss auf die Kaufentscheidung der Kunden, wie das Unternehmen Asendia bestätigt.
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Die richtigen Zahlungsarten entscheiden über den Kauf
| Kategorie: Allgemein

Amazon feiert mit seinem Prime-Programm große Erfolge. Die Premium-Mitgliedschaft garantiert Stammkunden und hohe Umsätze für den Online-Händler, ist aber auch mit hohen Kosten verbunden. Immer mehr Unternehmen kopieren das Prime-Prinzip – und das kann sich richtig lohnen, wie ein aktueller Bericht feststellt.

Geschäftsmann mit Magnet zieht Geld an

(Bildquelle Geldmagnet: TijanaM via Shutterstock)

Es ist schon so eine Sache mit Amazon Prime: Der Kunde bezahlt jährlich – im Voraus – eine Gebühr, um dann auf viele Vorteile beim Einkauf auf Amazon zugreifen zu können. Damit sich die „Investition“ für den Kunden lohnt, muss er diese Vorteile auch genießen, also zumindest oft bei Amazon einkaufen. Das funktioniert auch: Wie wir erst kürzlich berichteten, kommen Prime-Kunden auf eine Conversion Rate von satten 74 Prozent auf Amazon – und vernachlässigen bei ihrer Shopping-Tour oft andere Händler.

Premium-Kunden müssen ihre Investition ausgleichen

Die Bedeutung und den Nutzen einer solchen Premium-Mitgliedschaft haben inzwischen auch andere Unternehmen und Online-Händler erkannt. Auf dem US-Markt versuchen sich unter anderem Google, Instacart und Jet an Mitgliedsprogrammen, die zusätzliche Vorteile gegen eine Jahresgebühr bringen.

Dem "E-Commerce Membership Report" von BI Intelligence zufolge sind die Kunden nicht nur bereit, für bestimmte Vorteile eine solche Jahresgebühr zu zahlen. Einige Faktoren motivieren sie sogar dazu, öfter einzukaufen: Allen voran ist die kostenlose Lieferung (74 Prozent) für die Kunden hier attraktiv, gefolgt von günstigeren Preisen (50 Prozent) und kostenlosen Retouren (35 Prozent). „Sobald ein Kunde eine Vorschuss-Gebühr an einen Händler zahlt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie wiederkommen und mehr einkaufen, um einen größeren Vorteil aus ihrer Zahlung zu ziehen“, erklärt BI Intelligence.

Faktoren, die zum verstärkten Online-Einkauf motivieren
Faktoren, die zum verstärken Einkauf motivieren (© Business Intelligence)

Hohe Kostenfaktoren, viel Überzeugungsarbeit

Doch die vielen Vorteile, die ein solches Premium-Programm mit sich bringt, sind für die Händler keineswegs kostengünstig. So müssen unter anderem die Lieferkosten und Retourenkosten kompensiert werden – vor allem für kleinere Händler ist das oft schon eine kaum zu meisternde Herausforderung. Alle anderen Vorteile, die dem Kunden geboten werden sollen, bringen natürlich weitere Kostenfaktoren mit sich. Und darüber hinaus gibt es noch eine weitere Herausforderung: Wird ein neues Premium-Programm ins Leben gerufen, muss der Händler viel Überzeugungsarbeit bei seinen Kunden leisten, damit sie auch bereit sind, den Jahresbetrag zu zahlen.

Eine Premium-Mitgliedschaft kann sich also lohnen, da die Kunden immer wieder einkaufen müssen, um mehr aus ihrem Jahresbetrag zu holen. Doch als Händler sollte man abwägen, ob die Herausforderungen zu meistern sind, bevor man überstürzt ein solches Programm anbieten möchte.

Geschrieben von Michael Pohlgeers
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