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Gerücht: Zalando will angeblich 1.000 Ingenieure im nächsten Jahr einstellen
| Kategorie: Allgemein

Es könnte ein Lichtblick für den angeschlagenen Buchhandel in Deutschland sein: Die App LChoice erlaubt es dem Buchhändler um die Ecke am Online-Handel teilzunehmen, ohne auf seine zwischenmenschlichen Kernkompetenzen verzichten zu müssen.

Ein Screenshot der LChoice-App.

„Wenn ich eine Firma hasse, dann Amazon“, betitelt die Autorin Sibylle Lewitscharoff ihre Kolumne und spricht damit zahlreichen Buchhändlern aus der Seele. Sie weiß, dass Amazon nur dank Lohndumping, unethischer Steuertricks und auf Kosten kleiner Buchhändler zu einem der mächtigsten Konzerne weltweit geworden ist. Trotzdem geht es auch der Autorin Lewitscharoff so wie vielen anderen Buchfreunden in Deutschland: Auch sie erzählt davon, wie sie quasi gezwungen war ein Buch bei Amazon zu bestellen, weil es in dem Viertel in dem sie wohnt überhaupt keine kleinen Buchhändler mehr gibt. Die LChoice-App möchte nun dafür sorgen, dass Kunden „spontan, mobil, jederzeit und von überall“, bei ihrem lokalen Buchhändler bestellen können.

Amazon endlich Paroli bieten

LChoice wurde erst auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert, konnte aber bereits über 50 lokale Buchhändler in Deutschland von seinem Mehrwert überzeugen. Die Idee hinter der App: Nutzer sehen irgendwo ein Buch, scannen den Code und können es dank der App direkt beim Buchhändler um die Ecke bestellen und später dort abholen oder sich das Buch nach Hause liefern lassen. Hinter der App steht die Münchener Firma MChoice AG, die nach eigenen Angaben branchenübergreifende Softwarelösungen entwickelt. „Wir freuen uns sehr, dass LChoice so hervorragend angenommen wird und gehen davon aus, dass wir bis Ende des Jahres bundesweit 100 Buchhändler dabei haben“, kommentiert dessen Vorstand Bernd Röder.

Die LChoice-App erlaubt es auch dem lokalen Buchhändler am boomenden Online-Handel teilzunehmen und sogar seine eigentliche Stärke, nämlich die persönliche und zwischenmenschliche Kundenbeziehung, im Kampf gegen die Weltkonzerne wie Amazon beizubehalten. „Ich freue mich, mit der App Amazon Paroli bieten zu können“, sagt zum Beispiel Marianna Geier, die alleine den Buchhandel Buch & Bohne Bücher und Cafe in München führt.

Kunden zeigen sich begeistert von der App

Sie nutzt die App bereits seit der Pilotphase und ist von deren Mehrwert für kleine Buchhändler überzeugt: „Ich finde es ist eine sehr smarte App. Zwar kennen noch wenige meiner Kunden LChoice, jene aber die sie kennen, hören nicht auf sie zu nutzen.“ Dank der App können die Kunden von Marianne Geier nun von überall aus Bücher in ihren Buchladen bestellen, ein Vorteil den Geier nach dem Weihnachtsgeschäft ausbauen möchte: „Da ich alleine arbeite, ist es im Moment für mich noch schwierig die Anwendung voll auszunutzen und allen Kunden deren Vorteile zu erklären. Sobald das Weihnachtsgeschäft nachlässt, werde ich aber damit anfangen.“

LChoice könnte also das Potential haben, den lokalen Buchhandel wieder zu stärken. Allerdings nur, wenn genug Kunden sich davon überzeugen lassen. Neben dem Scannen von Barcodes und dem manuellen Eintippen der gewünschten Bücher, ermöglicht LChoice auch das Stöbern in sogenannten „TopLists“. Diese Rubrik listet laut Angaben der MChoice AG die meistverkauften Bücher auf und passend zur Weihnachtszeit wird es Buchempfehlungen zu Weihnachten geben.

Im Jahr 2012 sollen im gesamten Buchhandel in Deutschland laut dem Börsenverein des deutschen Buchhandels 9,52 Milliarden Euro umgesetzt worden sein. Der stationäre Buchhandel machte 4,6 Milliarden Euro davon aus.

Geschrieben von Giuseppe Paletta
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