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Zalon: Stilberatung von Zalando eröffnet PopUp-Store in Berlin
| Kategorie: Allgemein

Mit der Aufstellung von Apothekenautomaten hat die niederländische Online-Apotheke Doc Morris in der Branche für großen Wirbel gesorgt und vielen Konkurrenten vor den Kopf gestoßen. Doch trotz vehementem Widerstand will sich das Unternehmen nicht kleinkriegen lassen.

Tabletten fallen auf Tischplatte
© Tibor Duris – shutterstock.com

Anfang des Jahres sorgte die Versandapotheke Doc Morris mit einem neuen und modernen Vorstoß für Aufregung in der Apotheken-Branche: Gerüchte über eine Automaten-Apotheke machten die Runde und versetzten die stationären Konkurrenten in Habt-Acht-Stellung. Die Gegenwehr war groß, als Doc Morris das Vorhaben umsetzte. Dabei wurden die Kunden mittels Videochat von DocMorris-Mitarbeitern beraten, die dann wiederum auch die Medikamente per Knopfdruck zum Verkauf freigaben. Aus juristischer Sicht war dieser Prozess jedoch anscheinend kritisch.

Doc Morris will mit neuen Automaten die Versorgung verbessern

Bereits im April musste die Versandapotheke seinen Automaten, der im baden-württembergischen Hüffenhardt aufgestellt wurde, nach nur zwei Tagen wieder schließen (wir berichteten). Das Regierungspräsidium Karlsruhe entschied, dass die Abgabe der Arzneimittel nicht von der Versandhandelserlaubnis des Unternehmens umfasst werde. Auch das Landgericht Mosbach hatte laut Handelsblatt gegen die Apothekenautomaten entschieden, da es diese als wettbewerbswidrig einstufte.

Nun jedoch wagt Doc Morris einen neuen Anlauf: Wie beim Handelsblatt zu lesen, werde man einen neuen Versuch wagen. Bevor es jedoch so weit ist, muss in Baden-Württemberg noch ein Fall juristisch geklärt werden. Walter Oberhänsli, Chef der Konzernmutter Zur Rose, habe gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mitgeteilt: „Wir wollen auch in strukturschwachen Gegenden Menschen mit Arzneien versorgen, besonders wenn die Dorfapotheke – wie in Hüffenhardt – schließt.“

Online-Apotheken: Gegenwind der Konkurrenten, Zuspruch durch Kunden

Gegen neue, digitale Apotheken scheint die Branche einen Groll zu hegen. Die klassisch-stationären Anbieter fürchten um ihre Kunden und dass sie mit den Online-Preisen nicht mithalten können. Die Kunden hingegen scheinen nicht abgeneigt, die Dienste der Online-Anbieter in Anspruch zu nehmen. Laut einer aktuellen Statista-Studie ist der Zuspruch durchaus groß:

„Für 69 Prozent der befragten Teilnehmer sind die niedrigen Preise der ausschlaggebende Punkt im Internet zu bestellen. 51 Prozent finden außerdem die Lieferung direkt nach Hause angenehm und für 37 Prozent sind die dauerhaften Öffnungszeiten entscheidend. Immerhin 18 Prozent nutzen Online-Apotheken, da sie hier ungestört einkaufen können“, fassten wir die Ergebnisse zusammen.

Bundesverband Deutscher Versandapotheken forciert Vorteile

Auch der Bundesverband Deutscher Versandapotheken hob die Vorteile der Versandapotheken jüngst hervor: So leisten sie beispielsweise einen entscheidenden Beitrag zur flächendeckenden Versorgung mit Medikamenten, helfen bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens, unterstützen den fairen Wettbewerb, versprechen eine moderne Beratung und seien auch im Sinne der Barrierefreiheit zu unterstützen.

„Versandapotheken leisten einen spürbaren Beitrag zu einer besseren Gesundheitsversorgung. Diese Vorteile müssen zum Wohle der Patienten, Verbraucher und der Solidargemeinschaft der Versicherten erhalten bleiben und weiter ausgebaut werden“, kommentierte der BVDVA-Geschäftsführer Udo Sonnenberg laut Pressemitteilung.

Geschrieben von Tina Plewinski
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