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Trivago in der Krise: Geschäftszahlen schicken Aktie auf Talfahrt
| Kategorie: Allgemein

Der Versand von Paketen ist mit erheblichen Kosten verbunden und wird aufgrund der Entwicklungen wahrscheinlich auch nicht preiswerter. Dennoch scheinen viele Kunden nicht bereit zu sein, für den Versand etwas zu bezahlen – ein Kraftakt für Händler.

Paket bei der Auslieferung
© Africa Studio – shutterstock.com

3,50 Euro – So viel Geld müssten Online-Händler im Durchschnitt für eine Standardlieferung verlangen, um profitabel agieren zu können und selbst nicht draufzahlen zu müssen. Dies ist das Resultat einer aktuellen Studie des Unternehmens PwC.

Wenn Lieferungen jedoch vom Standard abweichen und beispielsweise besonders groß, sperrig, schwer oder temperaturempfindlich sind, können laut Logistik Heute „die Kosten bedeutend über diesem Wert liegen, betont das Beratungsunternehmen in einer Mitteilung“. Und damit nicht genug: Die Kosten von 3,50 Euro sichern im Schnitt lediglich den Versand der Ware aus dem Logistiklager zum Kunden – Retouren sind in dieser Kalkulation noch gar nicht einberechnet.

Online-Shopper wollen am liebsten eine kostenlose Lieferung

Doch viele Kunden scheinen grundsätzlich gar nicht gewillt, tatsächlich auch Versandkosten zu tragen. Um diese Tendenz zu belegen hatte Das Wirtschaftsprüfungsunternehmen PwC auch eine Befragung unter deutschen Online-Kunden durchgeführt. Wie Logistik Heute weiter berichtet, gaben ganze 91 Prozent der Befragten an, dass sie einen kostenfreien Versand erwarten.

Um den Wünschen der Kunden also gerecht zu werden, sind Online-Händler häufig gezwungen, die Versandkosten innerhalb der Preisgestaltung der Produkte einzubeziehen und entsprechend zu kalkulieren. Und zwar – wie gesagt – die Kosten sowohl für den Hin- als auch den potenziellen Rückweg der Sendung durch eine eventuelle Retoure.

Die Autoren der Studie heben weiter hervor, dass die Gratismentalität vieler Kunden die Händler vor eine enorme Hürde stellt, denn schließlich müssen sie wirtschaftlich planen und handeln, um überleben zu können und dennoch mit akzeptablen Preisen handeln, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Geschrieben von Tina Plewinski
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KOMMENTARE  
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Claudia Hengstler
2018-01-19 05:44 | #27
Bei dem Thema sieht man wieder ganz gut, dass hier doch sehr verschiedene Händler unterwegs sind. Für die einen ist 3,50 EUR unrealistisch, für die anderen noch zu hoch. Wenn ich von unserem Volumen ausgehe, ist das ungefähr kostendeckend - wenn man pro Abholtag fast zwei Sprinter vollmacht, dann bekommt man eben ganz andere Tarife als bei kleineren Mengen im z. B. dreistelligen Bereich an Paketen.

Das mit den Versandkosten einberechnen ist eben ein zweischneidiges Schwert: Bei einzelnen Artikeln mMn ein MUSS: Nichts ist für Kunden ärgerlicher, als wenn am Ende noch einmal eine Rechnung aufgemacht wird - gerade bei den Click&Buy Portalen. Da kann man mit der "buyers remorse" fest rechnen. Bei vielen Einzelartikeln fällt man damit aber wieder hinten runter, da man im Vergleich mit den versandkostenau sweisenden Händlern oft drüber liegt. Ärgert sich der Kunde über zu teure Ware (wobei sich das ganz gut mit dynamischen Regeln lösen lässt).

Dass Versandkosten im Grunde nur noch rauf und nicht mehr weiter runtergehen können... macht's in Zukunft auch nicht leichter.
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Öjendorfer
2017-12-23 20:29 | #26
Ich gebe allen meinen "Vorschreibern" Recht. Verkauf incl kostenlosen Versand sind eine Mogelpackung, zumal wenn der Kunde mehr als ein Stück je Auftrag kauft. Jeder seriöse Händler muss die Versandkosten mit in den Vk-Preis einrechnen. Leider wird der Verkäufer und Kunde z.B bei ebay gezwungen kostenfrei zu Verkaufen/kaufe n. Ehrlich ist das nicht!.
Wenn PwC ein seriöses Marktforschungs unternehmen ist, teilt es dem Händlerbund mit, wie er auf die Durchschnittlic hen Versandkosten von 3,50 Euros/Brutto kommt. Schon DHL nimmt für das 1 Kg Paket- Geschäftskunden portal - 3,95 Euro und Hermes ist mit seiner neuen Abholpauschale ist noch teurer. Wahrscheinlich hat PwC auch den Versand mit Brief und Warensendung berücksichtigt. Aber wir hören ja bald von PwC.
mfg
Wolfgang
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Hannes Streicher
2017-12-23 15:55 | #25
die 3,50 als Durchschnitt sind schon realistisch, da sind ja auch die Versender von z.b. Handy Displayschutzfo lien die das für 0,7 als Brief versenden können Ich kriege meine Babysöckchen ja auch für 1,45 als Grossbrief versandt
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Niko
2017-12-23 14:33 | #24
Das kann man so meiner Meinung nach gar nicht rechnen. Das ist ein Durchschnittswe rt mit einer sehr, sehr breiten Streuung.

Wir versenden z. B. sehr viel um Luftpolsterumsc hlag für € 1,45 mit der Post. Rückläufer sind um die 1%. Da komme ich deutlich unter € 2,00
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Ingrid
2017-12-23 13:06 | #23
Wie in der Politik, die Hochrechnungen müssen aus dem letzten Jahrhundert sein.
3,50 Euro passt hinten und vorne nicht da sind sich alle Händler einig und die Kunden kaufen lieber 3 Produkte wenn
kostenloser Versand drauf steht statt 1x Versand zu zahlen lieber 3x ist ja günstiger. Nur gibt es die ganz schlauen
die dann nur mal sehen wollen wie der Artikel aussieht und schicken zurück. Dann erhält der Kunde ja das kpl. Geld zurück. Der Kunde will ja meist noch einen kostenlosen Rückversand was ich grundsätzlich ablehne, bringt eine
schlechte Bewertung und die Unkosten bleiben. Also muss der Artikelpreis für alle etwas gehoben werden um überhaupt überleben zu können. Die Versandkosten 1x berechnen und der Kunde bekommt Sie nicht zurück wenn
er die Ware nicht möchte und wieder auf seine Kosten zurück versendet wäre angebracht. Kostenlosen Versand generell für Teile über 10 Euro streichen.
Die Versandkosten auf mind. 5,95 anheben (ist fast noch zu günstig) und nicht nur für die
Großhändler, sondern auch mal an die kleinen denken die nur bis 1000 Pakete im Jahr versenden und schlechte Verträge bekommen.
Jede Privatperson die ein Paket auf der Post aufgibt zahlt bis 5kg 6,99€ - Päckchen bis 1kg 4,00€. Online versenden für 3,50€ was den Händler und auch den Geschäften in der Stadt schadet die am Limit kratzen.
Es verdienen nur die Versandunterneh men die legen nie drauf.

Aber auch hier nur der Wasserkopf denn die Boten und Auslieferer werden mit Mindestlohn abgespeist.
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Hans
2017-12-23 11:05 | #22
Zitat "So viel Geld müssten Online-Händler im Durchschnitt für eine Standardlieferu ng verlangen, um profitabel agieren zu können und selbst nicht draufzahlen zu müssen. Dies ist das Resultat einer aktuellen Studie des Unternehmens PwC.

Es ist nicht zu fassen mit was sich Beratungsfirmen befassen wenn die Aufträge ausbleiben. Da hat jetzt irgendeine "Niete im Nadelstreifen" in einer Studie herausgefunden das der Versand für Händler Kosten verursacht. Gratulation das ist reif für den Nobelpreis. Oh mann, ich bin jetzt seit 28 Jahren Einzelhändler, hättet die Studie nicht schon mal eher veröffentlicht werden können!. Jetzt weis ich warum ich die ganze Jahre auf keinen grünen Zweig komme, Mensch, na klar ich muss die Versandkosten mit einkalkulieren, das sind ja Kosten!!!
Gut das es solche Studien gibt, so was brauchen wir
Dann geht es aufwärts im Land.
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Gunter
2017-12-23 09:14 | #21
Wir Händler zahlen immer drauf. Von Amazon, ebay und Co. - sowie mit Unterstützung des Gesetzgebers und Verbraucherschu tz - wurden und werden die Kunden zur "Dienstleistung kostet nichts" Mentalität erzogen.
Bequem, von Zuhause einzukaufen, mit niedrigstem Preis und selbstverständl ich keine Transportkosten mit guter Telefonberatung vor dem Kauf und natürlich auch nach dem Kauf. Das ist der von Onlinehändlern geforderte Service.

Für das Ladengeschäft hat der Kunden ja keinen Aufwand.
Er hat keine Fahrtkosten, Parkplatzgebühr en, zweite Anfahrt wegen Rückgabe (wenn der Verkäufer mitspielt), ... u.s.w.
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Manfred
2017-12-21 19:27 | #20
hmm...

interessant, also muss der Onlinehändler Versandkosten in seinen Produkten einkalkulieren und der stationäre Handel muss Mietkosten(etc. ) des Ladengeschäftes mit einkalkulieren.

Nun das hebt sich doch mal bei 90% der Händler auf würde ich mal sagen.
Ergo werden sich die Produktpreise nicht ändern, es wird halt um die Versandkosten teurer, wenn die zukünftig wieder gesondert ausgewiesen und akzeptiert sein sollten.
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defenderweine
2017-12-21 09:15 | #19
ich wüsste mal gerne wer die €3,50 berechnet hat.
Bei einem Rahmenvertrag mit UPS zahle ich brutto 4,24/Paket. Hinzukommen bei Zustellung an eine private Adresse brutto € 1,07. Werden die Pakete bei uns abgeholt, dann zaht man noch eine Abholpauschele in Höhe von brutto € 7,14/Woche.
Korrigiert UPS dann noch die Adresse oder schickt das Paket wieder zurück, fallen erneut brutto€ 4,24 an.
So kommt der Versender auf ca. € 5,50/Paket und da sind Verpackungsmate rial und Arbeitsaufwand noch nicht enthalten und Geld verdient noch lange nicht.
"Das ist ja Service", den jeder haben will aber in Deutschland keiner bereit ist zu bezahlen.
Ich empfimde es als Augenwischerei die Versandkosten auf brutto € 3,50 zu beziffern. Hier wird dem Endkunden suggeriert, dass die Versandkosten sehr niedrig sind. Ein weiterer Schlag ins Gesicht der vielen Onlinehändlern die nicht zu den fünf Großen gehören und neben bei bemerkt zahlen die Großen in Deutschland auch keine Steuern, was ihnen einen Wettbewerbsvort eil veschafft!!!!!! Danke an unsere Gesetzgebung.
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Lux
2017-12-21 03:01 | #18
Wir berechnen bei Amazon 4,90€ für Artikel die einen Paketversand erfordern.
Die Kalkulation ist wie folgt:

Versandkostenbetrag 4,90€
- 19% Mehrwertsteuer auf die Versandkosten (78 ct)
- 15% Amazon Gebühr auf die Versandkosten (74 ct)
- 1,05 € Durchschnittlic he Lohnkosten Packerin pro Sendung (105 ct)
- Frachtkosten (306 ct)
- 10-25 ct Versandmaterial (20ct)
- Rückstellungen für Hinversandkoste nerstattungen im Fall des gezetzlichen Wiederrufs (Prozentual auf die Rücksendequote (Bekleidung) mit 8% (27ct)
------------------------------
= -1,20€

Wir zahlen also bei 4,90€ Versandkosten durchschnittlic h 1,20€ beim Versand drauf. Fälle mit Speergut nicht einberechnet. Kostenfreie Retouren ebenso nicht.

Wie kommen die in Ihrer Studie auf 3,50€??

Selbst wenn die Frachtkosten mit sehr sehr hohem Paketaufkommen und Brücken vor der Tür vielleicht nur bei 2,06€ lägen, würden die 4,90€ noch nicht kostendeckend sein. Mehr Sparpotential gibt es aber nicht. Wenn sehr, sehr effizient gepackt wird, kann man vielleicht noch 20-30 cent beim Packer sparen, aber dann steigen auch schon wieder die Material- und die andere Kosten.

3,50€ sind schlicht unrealistisch.
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