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Windeln.de hat erklärt, sein Geschäft durch Effizienz- und Profitabilitätsmaßnahmen zum Break-even führen zu wollen. Anfang 2019 will das Unternehmen diesen Punkt erreichen. Zudem hat das Unternehmen vorläufige Geschäftszahlen veröffentlicht.

Baby
© Vasilyev Alexandr – Shutterstock.com

Windeln.de bereitet sich auf einen Management-Wechsel vor: Am 1. Mai 2018 wird der designierte CEO Matthias Peuckert die Nachfolge der Gründer Alexander Brand und Konstantin Urban antreten. Im Rahmen des bevorstehenden Wechsels hat sich der Online-Händler für Baby- und Kleinkinderprodukte eine „detaillierte Beurteilung seiner Geschäftsbereiche“ verschrieben. Das Ziel: Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und zur Senkung der Kosten sollen entwickelt und eingeleitet werden.

Auf Basis der Geschäftszahlen 2017 will Windeln.de Einsparungen von ca. zehn Millionen Euro erreichen. Im Rahmen der Einsparungen werden auch einige Mitarbeiter gehen müssen: Das Unternehmen werde seinen aktiven Personalbestand von 387 Vollzeitäquivalenten bis Ende 2018 um rund ein Drittel auf 250 Vollzeitäquivalente reduzieren. Am deutschen Hauptsitz werde die Belegschaft „in allen Vertriebs- und Verwaltungsbereichen“ reduziert. Dadurch solle die Effizienz der Organisation erhöht werden, um ein mittelfristig profitables und nachhaltiges Wachstum zu erreichen.

Die Maßnahmen sollen schnell Wirkung zeigen: Bereits Anfang 2019 will das Unternehmen den Break-even zumindest auf Basis des bereinigten EBITs erreichen.

Windeln.de verschlankt auch das internationale Geschäft

Um das Geschäft weiter zu verschlanken, will sich Windeln.de auch aus einigen Märkten zurückziehen. Künftig wolle man sich auf den deutschsprachigen Raum, Spanien, Portugal, Frankreich und China konzentrieren. Der italienische Online-Shop werde samt des italienischen Büros und Warenlagers geschlossen. Zudem erwägt das Unternehmen, das eigenständige Geschäft Feedo, das in Tschechien, Polen und der Slowakai aktiv ist, abzustoßen. Das soll aber nicht bedeuten, dass Feedo kriselt: Im Jahr 2017 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24 Millionen Euro, was einem Wachstum von 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Auch in Südeuropa wird umgebaut: Das in Spanien, Portugal und Frankreich aktive „Bebitus“ soll durch Sortimentsoptimierung und Straffung der Organisation profitabler werden. Insgesamt erhofft sich das Windeln.de-Management durch diese Maßnahmen jährliche Kosteneinsparungen in Höhe von fünf bis sechs Millionen Euro.

Gleichzeitig hat Windeln.de angekündigt, eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Dafür wird das Unternehmen rund 2,6 Millionen neue Stammaktien ausgeben. Dadurch soll das Kapital von 28,47 Millionen Euro auf 31,1 Millionen Euro erhöht werden. An der Kapitalerhöhung nehmen dem Unternehmen zufolge bestehende Aktionäre, eine neue Investorengruppe und alle Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft teil. Dazu zählen auch der designierte CEO Matthias Peuckert sowie die Windeln.de-Gründer.

Profitables und nachhaltiges Wachstum 2019

„Der Aufsichtsrat der windeln.de SE unterstützt das neue Managementteam mit Matthias Peuckert als designiertem CEO, Jürgen Vedie als COO und Nikolaus Weinberger als CFO bei der Umsetzung der angekündigten Maßnahmen zur Effizienz- und Profitabilitätssteigerung“, erklärt Willi Schwerdtle, Vorsitzender des Aufsichtsrats. „Es ist ein starkes Zeichen der bestehenden und neuen Investoren, des Managementteams und der Gründer, das Unternehmen bei der Kapitalerhöhung zu unterstützen. Wir gehen davon aus, dass die Organisation kosteneffizienter und flexibler sein wird, um 2019 ein profitables und nachhaltiges Wachstum zu erreichen.“

Windeln.de hat auch vorläufige Geschäftszahlen für das Jahr 2017 veröffentlicht. Demnach stieg der Umsatz auf 211 bis 213 Millionen Euro (ein Wachstum von acht bis zehn Prozent im Jahresvergleich). Das bereinigte EBIT soll zwischen -26 und -24 Millionen Euro liegen. Windeln.de scheint aber gerade im Weihnachtsquartal ins Schlingern geraten zu sein: Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahresquartal um zehn bis acht Prozent auf 52 bis 53 Millionen Euro.

Geschrieben von Michael Pohlgeers
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