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Crowdfox startet sein Vergleichsportal für Großkunden und kooperiert mit dem Beschaffungs-Dienstleister PSG. Wie profitieren Händler davon?
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Vergleichsportal für Großunternehmen: So wollen Crowdfox und PSG Bestellungen vereinfachen
| Kategorie: Allgemein

Auf der Jagd nach neuen Kunden überlegt eBay, seine Altersbeschränkungen zu lockern. Laut Devin Wenig, Präsident der „Globalen Märkte“ bei eBay, könnten dann Kunden unter 18 Jahren bei eBay Accounts einrichten und z. B. Vintage-T-Shirts, Schmuck, Schulsachen und andere Produkte kaufen, berichtet „The Wall Street Journal“. Allerdings setzen diese eBay-Konten ohne Altersbeschränkung zumindest eine elterliche Erlaubnis voraus. eBay würde sich außerdem Möglichkeiten vorbehalten, jüngere Nutzer von Werbung und Produkten mit obszönem Inhalt abzuschirmen.

„eBay ohne Altersbeschränkung heißt nicht, dass 15-Jährige ungehinderten Zugang zur gesamten Website bekommen“, beschwichtigt Devin Wenig. Auch der Bezahlungsdienst PayPal gestattet Nutzern ab 13 Jahren Kreditkarten, die mit einer elterlichen Erlaubnis versehen sind. Darf eBay einfach die Altersbeschränkungen aufweichen? Verfechter der Privatsphäre reden bereits über Abmahnungen. „eBay kann Minderjährige nicht wie kleine Erwachsene behandeln. Sie müssen Daten-Tracking und gezielte Werbung überdenken“, sagt Jeff Chester, Geschäftsführer des „Center for Digital Democracy“, eine Interessengruppe für Privatsphäre.

Finanzinstitute wie Kreditkarten-Emittenten haben bereits einige Altersbeschränkungen für Minderjährige umgesetzt. Kunden unter 21 Jahren müssen auch für minimale monatliche Zahlungen ein unabhängiges Einkommen nachweisen. Banken fordern in der Regel die Autorisierung durch Erwachsene, wenn Minderjährige einen Bank-Account einrichten wollen, der bei Online-Käufen wie eine Kreditkarte funktioniert.

Trotzdem ist das Surfen und Einkaufen ohne Altersbeschränkung unter Jugendlichen längst gängige Praxis. Es ist nahezu unmöglich, Minderjährige davon abzuhalten, zu Hause heimlich über den Account ihrer Eltern oder über Smartphones und andere mobile Geräte ins Internet zu gehen und sich dort umschauen und auch einkaufen. Eine weniger strenge Altersbegrenzung bei eBay würde hier sozusagen ein Stück weit das Versteckspiel aufzuheben. Und natürlich steckt das Kalkül dahinter, einen aufstrebenden jungen Markt einzukreisen, denn Kinder sind diejenigen, die ihren Eltern diktieren, was diese kaufen. Die nachwachsende Generation ist markentreu! Den Verkauf ohne Altersbeschränkung auf seiner Plattform sieht eBay jedoch eher kritisch. „Wir werden einige Schutzvorrichtungen einsetzen müssen“, sagt Devin Wenig.

Auch andere Seiten beschäftigen sich damit, maßgeschneiderten Content für Kinder zu produzieren. Da fällt die Altersbeschränkung bei Facebook noch kulanter aus. Das soziale Netzwerk erlaubt schon Besuchern unter 12 Jahren, sich zu registrieren. Das lockt auch jede Menge Online-Betrüger an. Im Gegensatz zu Facebook besitzt eBay aber keine Social-Network-Komponente, so dass jüngere Nutzer hier weniger identifizierbare Fotos oder Kommentare posten. Was eBay‘ s Konkurrenz zur neuen Altersbeschränkung sagt, ist noch unklar. Amazon lehnte eine Stellungnahme bislang ab.

Geschrieben von Redaktion
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Kommentare  

#1 tomschek 2012-08-07 13:14
Warum auch sollte es eine Altersbeschränk ung geben? Hierfür gibt es eigentlich keinen Grund, denn das Onlinegeschäft verlagert sich zunehmend von der realen Straße in die "digitale Straße". Es ist vielmehr eine Frage an die Banken / Zahlungsabwickl er dies jugendgerecht zu gestalten.
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