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Tengelmann: Unternehmensgruppe stellt halbe Million für E-Commerce-Lehrstuhl bereit
| Kategorie: Allgemein

Liefert Google Produkte bald mit seinen selbstfahrenden Autos aus? Das Unternehmen bringt das Thema ins Gespräch und investiert weiter auf den Spuren von Amazon.

Google investiert weiter in den Online-Handel.

Der Konkurrenzkampf zwischen den Online-Giganten Amazon und Google geht in Nordkalifornien in die nächste Runde. In dieser Woche hat Google seine Bestrebungen zum Online-Versandhändler zu werden abermals bestätigt. Wie im eigenen Google Commerce-Blog verkündet, wird Google im Kampf gegen Amazon offenbar auf eigene Logistikzentren verzichten und lieber auf die Lagerkapazitäten von Supermarktketten wie Target, Walgreens, Staples oder Whole Foods setzen.

Google will zum Zentrum des Online-Handels werden

Hinzu kommt, dass Google bestellte Produkte nicht nur am selben Tag, also via Same-Day-Delivery, sondern auch über Nacht liefern möchte. In einigen Regionen Kaliforniens hat Google diesen Service bereits angeboten und weitet ihn nun auf weitere Gebiete aus. „Man muss einfach bis 19 Uhr bestellen und wir liefern die Bestellung am nächsten Tag. Zudem können Sie direkt unterwegs über Android oder iOS-Apps einkaufen. Haben Sie einmal Ihre Bestellung abgegeben, liefern wir die Produkte mit großen Paketdienstleistern“, schreibt Brandon Trew, Product Manager von Google Shopping Express.

Branchenexperten fragen sich bereits seit September vergangenen Jahres, seit Google seinen Lieferpläne publik machte, was das Unternehmen im Online-Handel möchte. Schließlich konkurriert Google in Nordkalifornien mit Amazon, dass mit seinen Dienstleistungen rund um Amazon Prime für Konkurrenten nicht besonders viel Spielraum lässt. Und Google ist bislang ja vor allem wegen seiner Suchmaschine und seiner Algorithmus-Kultur in Erscheinung getreten. Doch der Einstieg von Google in den Online-Handel bringt eben auch für die Suchmaschine Vorteile.

Das US-Unternehmen könnte darauf spekulieren, die Suche rund um den Online-Handel auf sich und seine Dienstleistungen zu zentralisieren. Eines Tages, so hofft Google wahrscheinlich, gehen alle Online-Käufer über Google, bevor sie im Online-Shop eines Händlers einkaufen. Und natürlich würde das für Google primär mehr Werbeeinnahmen bedeuten. Dass Google selbst mit einem Online-Marktplatz oder Ähnlichem in den Online-Handel einsteigt, ist eher unwahrscheinlich. Dafür spricht, dass Google gar keine eigenen Logistikzentren anstrebt, sondern lieber gleich die Lagerhallen von Supermarktketten mitbenutzt.

Selbstfahrende Autos vs. Drohnen

Dennoch muss Amazon Google fürchten, denn jede Bestellung die von Google geliefert wird, ist für Amazon verlorenes Potenzial. Dass Google jetzt in Nordkalifornien die Dienstleistungen von Amazon Prime kopiert, dürfte Amazon besonders ärgern.

Und die beiden Unternehmen konkurrieren inzwischen auch im Innovationskampf. Während Amazon, allen voran Jeff Bezos persönlich, seit langem die Lieferung mit Drohnen als Prestigeprojekt vermarktet, kann auch Google mit einem solchen aufwarten. So deutete Sergey Brin, Mitgründer von Google, im Gespräch mit der New York Times an, Googles selbstfahrende Autos könnten eines Tages zur Auslieferung von Paketen verwendet werden.

Geschrieben von Giuseppe Paletta
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