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Die Supermarktkette Edeka präsentiert bei der Jahresbilanz 2017 ihre gestärkte Position im deutschen Handel.
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Edeka: Umsätze erstmals über 50 Milliarden Euro, Online-Geschäft wächst dynamisch
| Kategorie: Allgemein

Wie wäre das, wenn man als Kunde Software gratis erhält, wenn man im Gegenzug einen Strauß Rosen für die Liebste kauft? Und wie wäre es als Blumenladen, wenn man für die Vermittlung dieses Kunden eine Provision an das Software-Unternehmen zahlt? Das klingt nach einem fairen Kreislauf für alle Beteiligten. Und genau diese Idee steckt hinter Trialpay.

Bekannte Software-Marken wie McAfee, Avira und WinZip vertrauen auf dieses Konzept von Trialpay. Der Hintergrund ist der, dass Software immer wieder kostenlos im Internet auftaucht und diesen Unternehmen empfindlichen Schaden zufügt. Also greifen sie zu dem Trick, eine kostenlose Testversion anzubieten und so erst einmal die User für ihre Software zu begeistern. Um nach der Testphase an die Vollversion zu gelangen, muss der User bei einem Partner-Unternehmen etwas kaufen. Sobald der Kauf getätigt wurde, erhält der User den Softwareschlüssel für die Vollversion.

Die Bezahlung zwischen dem Partner-Unternehmen und dem Software-Hersteller läuft dann über Trialpay. Mal unabhängig von der Dienstleistung des kalifornischen Unternehmens lässt sich diese Idee auch im kleinen Rahmen für Händler verwirklichen. Warum sollte man nicht mit einem Partner aus einer anderen Branche einen Deal vereinbaren, der eine gegenseitige Provisionierung vorsieht, sobald einer der Partner einen Kunden vermittelt.

Gratisangebote als Vorteil im harten Wettbewerb

Das ist im Grunde nichts anderes als Affiliate Marketing, mit dem Unterschied, dass es sich um einen sehr viel kleineren und besser gesteuerten Partnerkreis handelt. Gerade für Branchen, die einem harten Wettbewerb ausgesetzt sind, ist dieser Deal die Möglichkeit, Kunden über Gratisangebote zum Kauf zu animieren. Sinn macht es natürlich nur, wenn alle Partner von der Partnerschaft profitieren. Eine einseitige Vermittlung von Kunden wird auf Dauer unprofitabel.

In Deutschland hat sich Deal United mit einem ganz ähnlichen Angebot etabliert und nennt es Pay by Shopping. Die Münchner wurden für dieses Geschäftsmodell unter anderem mit dem Red Herring Global 100 Award und dem Red Herring Europe 100 Award ausgezeichnet. Bislang setzen sowohl Trialpay als auch Deal United auf virtuelle Güter. Es wäre interessant herauszufinden, ob sich das Konzept nicht auch auf materielle Güter übertragen lässt.
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Geschrieben von Redaktion
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