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Görtz-Co-CEO Stephan Tendam hat sich in einem Interview zur künftigen Ausrichtung seines Unternehmens geäußert - und sich zugleich kämpferisch gezeigt.
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Görtz-Co-CEO über Konkurrenz im Schuhhandel: „Es wird ein Kampf. Last Man Standing.“
| Kategorie: Allgemein

Kostenloser Versand und schnelle Lieferung sind zwei nicht zu unterschätzende Elemente, die Amazon so groß gemacht haben. Nun hat der E-Commerce-Riese mit Amazon Plus beinahe unbemerkt einen neuen Service eingeführt, der dem widerspricht und seinen Kunden kaum entgegen kommen dürfte. Wie das E-Commerce-Blog der Fachhochschule Wedel „Webzapper“ berichtet, können aktuell manche Produkte, die von Amazon verkauft bzw. versendet werden, erst dann bestellt werden, wenn der Warenkorb einen Wert von mindestens 20 Euro hat.

 „Dieser Mindestbestellwert ermöglicht es uns, niedrigpreisige Artikel ins Sortiment aufzunehmen, die wir ansonsten nicht zum Kauf anbieten könnten“, mit diesen Worten begründet Amazon die Maßnahme. Das sogenannte „Plus Programm“, erscheint jedoch eher wie ein Rückschritt.

Das "Plus Programm" auf dem Prüfstand

Wer beispielsweise seine Meerschweinchen über die Feiertage allein lassen und dabei sichergehen will, dass die kleinen Racker auch genug Wasser für die Zeit haben, kann diesen Nager-Trinkautomat nicht so schnell und einfach bestellen, denn es trägt ein blaues „Plus Produkt“-Symbol.

Soll der Artikel bei Amazon gekauft werden, muss der Kunde noch Waren im Wert von mindestens 16,01 Euro einpacken. Da müsste man zum Beispiel insgesamt sechs dieser Trinkflaschen bestellen, um den Mindestbestellwert zu erreichen. Sind es fünf Stück, kommen nur 19,95 Euro zusammen und das reicht leider nicht, um die Bestellung abzuschließen. Kommt ein anderer Artikel dazu, wie ein Nagerhaus für 12,98 Euro, der nicht in dem neuen Service integriert ist, kann nur dieser bestellt werden. Das „Plus Produkt“ hingegen, bleibt im Warenkorb gespeichert, bis die 20 Euro erreicht sind.

Keine Ausnahmen für Prime-Mitglieder

Selbst wer Versandkosten zahlen will, um seine Bestellung zu erhalten, kann das bei den gekennzeichneten Artikeln nicht tun, denn eine Versandkosten-Option gibt es für sie nicht. Der Checkout kann schlicht und einfach nicht durchgeführt werden. Amazon Plus Produkte machen da auch für Kunden mit einer Amazon Prime-Mitgliedschaft keine Ausnahme, obwohl diese eigentlich kostenlosen Standardversand und vergünstigten Expressversand abonniert haben. Erst wenn der Bestellwert 20 Euro beträgt, können sie jedoch davon profitieren.

Marktplatz-Händler, die „Versand durch Amazon“ gewählt haben, beklagen zudem, dass sie keinen Einfluss auf Ihre Teilnahme an dem Programm haben und Produkte mit einem Warenwert unter 5 Euro teilweise automatisch darin aufgenommen werden, während der Konkurrent das gleiche Produkt noch wie gewohnt zum gleichen Preis anbietet. Wählt man einen höheren Preis, kann der Artikel zwar ganz normal bestellt werden, doch das Angebot ist unter Umständen nicht mehr konkurrenzfähig und wird schnell zum „Warenkorb-Hüter“.

Geschrieben von Redaktion
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22541 mal gelesen
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KOMMENTARE  
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Dieb
2017-11-08 12:48 | #6
Man könnte einfach irgendein Produkt mit einem Warenwert von über 40 EUR kaufen und dazu das Plusprodukt. Den höherwertigen Artikel retourniert man und schon war der Versand des niedrigpreisige n Artikel quasi umsonst, während Amazon dafür rechnerisch mit doppelten Versandgebühren bestraft wird (Hin- und Rückversand).
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Redaktion
2016-08-05 07:50 | #5
Hallo H.K.,

es spricht nichts dagegen, besonders günstige Angebote von Bedingungen abhängig zu machen. So ist am Plus-Artikel genau erklärt, welche Voraussetzungen für die Inanspruchnahme notwendig sind.

Viele Grüße!
Die Redaktion
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H.K.
2016-08-03 15:43 | #4
Wie wäre es denn, seine Produkte einfach kostendeckend zu kalkulieren. Diese Grundregel kaufmännischen Handelns ist vielen Unternehmern in den letzten Jahren abhanden gekommen und nun merkt auch Amazon, dass man mit Billig-Billig allein nur zusetzt.

Die Frage für mich ist aber, ob die Werbung mit einem Billigstpreis überhaupt rechtens ist, wenn man den Artikel zu diesem Preis gar nicht alleine bestellen kann.
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Simon Friebe
2015-06-25 13:53 | #3
Mehrfach beobachtetes Phänomen: Plus Artikel mit anderen Sachen zusammen bestellt und der kam dann doch in einem eigenen Paket. Damit entlarvt Amazon seine Masche selbst.
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Peter Bergner
2012-12-21 10:44 | #2
Ja, ich kann das aus wirtschaftliche r Sicht auch verstehen. Wir haben das allerdings nicht über einen Mindestbestellw ert geregelt, sondern damit, dass eine Minimalmenge angeboten wird. Amazon kann das natürlich nicht so machen. Allerdings ist es unverständlich, dass sich die Mindestbestellm enge nicht am Warnekorb-Betra g orientiert, sondern nur an den "Plus-Produkten ".
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Mischa Klemm
2012-12-20 18:11 | #1
Ganz normal, dieses Problem kennen vor allem Spezialanbieter . Amazon versucht das Sortiment zu erweitern, jedoch nicht auf Kosten der Wirtschaftlichk eit. Die Begründung sagt alles: "Das Plus Programm ermöglicht es niedrigpreisige Artikel bei Amazon zu bestellen, für die ein Einzelversand sonst nicht wirtschaftlich wäre."
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