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555 Millionen US-Dollar für Airbnb
| Kategorie: Internationales

Ebay scheint mehr Wert auf Produktbewertungen zu legen. Der Online-Marktplatz fordert inzwischen Kunden per E-Mail dazu auf, kürzlich gekaufte Produkte zu bewerten – ähnlich wie Amazon also.

Ebay Logo vor der Firmenzentrale

Bildquelle: Denis Radovanovic / Shutterstock.com

Ebay will mehr Kunden auf die Produktbewertungen aufmerksam machen. Darauf lassen E-Mails schließen, die das Unternehmen – zumindest in den USA – derzeit an Kunden verschickt. Darin fordert Ebay dazu auf, kürzlich gekaufte Produkte zu bewerten. Ebay hatte Produktbewertungen zwar bereits im Jahr 2010 für Technik- und Medienprodukte eingeführt, aber die aktuellen Bewertungsaufforderungen zielen laut eCommerceBytes auf Produkte außerhalb dieser Kategorien ab.

Zudem habe Ebay die Produktbewertungs-Seite umgestaltet. Das neue Design sei stark an Amazon angelehnt. Doch das Unternehmen scheint noch ein großes Problem mit seinen Produktbewertungen zu haben: Niemand kann sie finden. Ein Test von eCommerceBytes zeigt, dass sich die Bewertungen derzeit nur über das umständliche Verändern einer URL aufrufen lassen und nicht über die Seite direkt.

Ebay: Mit Produktbewertungen aus dem SEO-Loch

Das deutet darauf hin, dass Ebay immer noch Tests an seinen Produktbewertungen durchführt. Interessanterweise zeigen erste Nutzer des Online-Marktplatzes bereits Abneigungen und Skepsis gegen die Bewertungen. „Das ist einer von Ebays Versuchen, mehr wie Amazon zu werden“, schreibt beispielsweise ein Nutzer. „Es wird nicht funktionieren. Wann habt ihr zuletzt eine Bewertung auf Ebay angesehen? Genau.“ Ein vorschnelles Urteil der Skeptiker gegen den Online-Marktplatz?

Prinzipiell sind die Bewertungen auf Ebay nämlich begrüßenswert: Durch den zusätzlichen Content bringen sie dem Online-Marktplatz – und damit den Händlern – Vorteile in Sachen SEO. Und die kann Ebay brauchen, denn Google hatte den Marktplatz im letzten Jahr hart getroffen, als die Sichtbarkeit in der Suchmaschine zusammenbrach. John Donahoe hatte vor einigen Monaten erklärt, dass Ebay nun an einem eigenen Produktkatalog arbeite, um SEO-Probleme zu überwinden.

Zudem bringen Produktbewertungen natürlich auch immer Vorteile bei der Vertrauensbildung zum Kunden. Problematisch könnte es allerdings werden, wenn die Bewertungen nicht gegen Missbrauch geschützt sind und sich verfälschen lassen. Zumindest scheint Ebay sich dem Thema Produktbewertungen jetzt verstärkt anzunehmen.

Geschrieben von Michael Pohlgeers
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KOMMENTARE  
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Christian
2016-04-12 10:03 | #7
ebay sollte lieber mal sein Portal übersichtlich strukturieren wie einen Onlineshop. Dann läuft es auch wieder. Jetzt muss man sich erst mal durch das Layout suchen, um die Produktbeschrei bung zu finden, weil jeder Händler es in seinem Layout an einer anderen Stelle platziert. ebay hat nichts gelernt.
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tui
2015-06-15 15:35 | #6
EABY ändert Bewertungen ohne Rücksprache mit dem Käufer / Verkäufer.
Selbst mehrmals erlebt.
So ein System braucht niemand!!
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Bertil Cassen
2015-06-14 10:49 | #5
Das grundsätzliche Problem bei Bewertungen ist, dass eine Motivation, sie zu schreiben, i.d.R. nur besteht, wenn man als Kunde schlecht behandelt wurde. Diejenigen, welche keine schlechten Erfahrungen machen, halten das für selbstverständl ich. Der Verkäufer muss zufriedene Kunden - häufig erfolglos - darauf aufmerksam machen, dass sie doch bitte eine positive Benotung abgeben möchten.
Unzufriedene braucht man dazu nicht aufzufordern.
Aufgrund völlig fehlender Kontroll- und Interventionsmö glichkeiten ist dies einfach kein geeignetes Instrument.
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CyberMan
2015-06-10 23:07 | #4
ebay ist ein alter Hase im digitalen Zeitalter.
- zu Hohe Gebühren (bis zu 10%!)
- Gebühren für internes bezahlsystem Paypal (nochmal 4%)
- Zurückhalten von Banküberweisung en (erhöht ebays Liquidität, aber nicht die der Käufer und Verkäufer)
- sehr schlechte bis kein Service (Kostenreduzier ung auf Kosten der Qualität)
- und wo landet das ganze Geld? Klar, in Luxemburg, wo 1-2% Steuern fällig sind

Im Endeffekt verdienen nur die Manager sich da eine goldene Nase, der Handel unter den Kunden bleibt auf der Strecke.
Aber ebay ist nicht das a und o, deswegen sind Alternativen wichtiger, auch wenn -momentan- noch nicht so bekannt, gibt es wirklich interessante Start-Ups in der e-commerce Szene.
So zum Beispiel "Upreon", die setzen nur noch auf Kryptowährungen wie Bitcoin und Litecoin. Alle Dienste dort sind kostenlos, erst 3% Gebühren bei verkauftem Artikel werden fällig, wenn der Artikel auch verkauft ist, und dann dauert die Überweisung etwa 15 Minuten, dann ist das Geld angekommen. Wie gesagt, Upreon ist noch nicht so bekannt, könnte aber in Zukunft eine große Rolle spielen mit Kryptowährungen .
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Sigi B.
2015-06-10 17:10 | #3
Und wer schreibt diese Produktbewertun gen? Die Kunden? Da seid ihr leider nicht so ganz informiert. Die meisten Kunden sind inzwischen zu faul überhaupt irgend welche Bewertungen abzugeben.
Weder für die Ware, noch für den Händler.
Wir stellen fest, dass mindestens 50 % unserer Kunden keine Lust auf Bewertungen irgend welcher Art haben.
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David Schmitz
2015-06-10 12:38 | #2
Es wird wirklich Zeit, dass ebay Produktbewertun gen einführt. Es kann jeden, der sich nur halbherzig mit E-Commerce beschäftigt wirklich nur wundern, wie lange ebay die offensichtliche n SEO-Trends, die sogar von google ganz klar und deutlich kommuniziert werden ignoriert hat.

Ein mindestens ebenso großes Problem (zumindest im Hinblick auf die SERPS) ist aber die Tatsache, dass Produktbeschrei bungen bei ebay immernoch als iframe eingebunden werden. Entsprechend weiß google auch mit Produktbewertun gen noch so gut wie gar nichts über das Produkt, das bewertet wird.

Abgesehen von einem 80 Zeichen langen Titel, der von den Händlern weder für google, noch für die Kunden sondern ausschließlich für die ebay Suche geschrieben wird, finden sich keine indizierbaren Informationen zu den Produkten.

Ebay ist der Zeit um mindestens 5, eher 10 Jahre hinterher.
Dass es immernoch der zweitgrößte Martkplatz in Deutschland (Europa? Welt?) ist, verdankt es ausschließlich seinem first mover Vorteil.

@N.W: Diegefühlt größere Produktvielfalt kommt einzig und allein daher, dass bei ebay jeder Artikel von jedem Händler eine eigene Produktseite bekommt. Bei amazon gibt es für jeden Artikel nur eine Seite und es wird angezeigt, bei welchen Händlern man diese Artikel kaufen kann.


Viele Grüße,
David
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N.W.
2015-06-08 09:55 | #1
Skepsis scheint trotz aller möglichen Vorteile angebracht, angesichts der vielen Schnellschüsse Ebays in der letzten Zeit, die nach hinten losgingen.
Wie wichtig ist Google wirklich? Amazon Kunden sollen doch bereits direkt auf Amzon nach Artikeln suchen, genauso, wie ich als ebay-er auch zuerst auf Ebay schaue und dann u.U. erst auf Google. Die Stärke von Ebay ist doch die enorme Produktvielfalt an die Amazon gefühlt nicht herankommt und z.T. deutlich günstigeren Preise.
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