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Wo früher einmal das Ticketpersonal stand, könnten künftig Amazon-Paketstationen stehen. Der Londoner U-Bahn-Bahnhof möchte sich von seinen altehrwürdigen Ticketschalter trennen und scheint momentan mit Unternehmen wie Amazon zu verhandeln.

Die altehrwürdige Londoner U-Bahn bekommt vielleicht bald Amazon-Packetstationen.

(Bildquelle Londoner U-Bahn: pashamba via Shutterstock)

Es ist bekannt, dass London eine hektische Großstadt ist und der gemeine Londoner ein Mensch mit wenig freier Zeit zu sein scheint. Da trifft es sich eigentlich gut, dass die Londoner in naher Zukunft auf dem Weg zur Arbeit, kurz bevor sie in ihre U-Bahn einsteigen, noch schnell ihre Pakete abholen könnten. Das scheint sich zumindest Amazon im Moment zu denken, denn wie erste britische Medien berichten, plane Amazon Packstationen in Londons U-Bahn-Bahnhöfen einzurichten.

Packstationen direkt im U-Bahn-Bahnhof

Die älteste U-Bahn der Welt droht also mal wieder Opfer des technologischen Wandels zu werden. Wie Londons Bürgermeister Boris Johnson kürzlich bedauernd bekannt gab, müssten fast alle Ticketschalter in den unterirdischen Bahnhöfen geschlossen werden. Insgesamt gibt es in London 268 solcher Schalter, 260 davon müssten weichen. Denn inzwischen können die Bürger Londons ihre Tickets mithilfe von speziellen Bankkarten selbstständig an elektronischen Ticketautomaten bezahlen. Die Ticketschalter samt altehrwürdigem Ticketpersonal seien dadurch obsolet geworden. Deshalb möchte die Stadtleitung auf sie verzichten.

Die Stadtverwaltung hofft durch Schließung der Ticketschalter und Entlassung des Personals, 270 Millionen Britische Pfund in den nächsten fünf Jahren sparen zu können. Um noch mehr zu sparen, scheint die Stadtverwaltung im Moment mit verschiedenen Händlern, darunter auch Amazon in Kontakt zu stehen. Wie der Guardian berichtet, könnte Amazon daran interessiert sein, die rund 260 Ticketschalter der Londoner U-Bahn künftig in Amazon-Paketstationen umzubauen.

Konkurrenzkampf zwischen eBay und Amazon

Für Amazon könnte sich der Deal mehrfach auszahlen. Die Londoner U-Bahn besitzt die größte Netzlänge Europas und ist über die ganze Metropole verteilt. Wenn es Amazon gelänge dort als einziges Unternehmen Packstationen einzurichten, wäre das ein klarer Standortvorteil. Hinzu kommt der Konkurrenzkampf mit anderen Händlern wie eBay: EBay hat im September sein „Click & Collect“-Programm in London gestartet, mit dem Kunden sich bestellte Produkte an die Adressen verschiedener Einzelhändler senden lassen können. Deshalb tobt in London im Moment ein Präsenz-Kampf zwischen Händlern wie Amazon und eBay. Mit der Eroberung der U-Bahn würde Amazon erst mal die Nase vorn haben.

Bislang betreibt Amazon bereits an die 270 Paketstationen in London mit rund 12.000 Fächern für individuelle Lieferungen. Dennoch scheint der U-Bahn-Betreiber mit mehreren Händlern im Gespräch zu sein, weshalb Amazon wohl bislang auch keine Stellungnahme veröffentlichen möchte.

Geschrieben von Giuseppe Paletta
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