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Amazon will deutsche Produkte in China verkaufen und tritt damit in direkte Konkurrenz zu Alibaba in dessen Heimat.
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Amazon will mit deutschen Produkten den chinesischen Markt angreifen
| Kategorie: Internationales

E-Commerce-Riese Alibaba investiert rund 360 Millionen US-Dollar in das Vertriebs- und Logistiknetzwerk des chinesischen Konkurrenten Haier. Von dem Joint Venture sollen sowohl Online-Händler als auch die chinesische Industrie profitieren.

Alibaba expandiert weiter.

Die Logistik nimmt im Konkurrenzkampf der Online-Händler offenbar eine immer wichtigere Position ein. Im Wettrennen um die schnellstmögliche Lieferung der Waren schrecken die Online-Händler bekanntlich auch nicht vor außergewöhnlichen Technologien wie Drohnen zurück. Der nach Umsatz weltgrößte Online-Händler Alibaba indes, scheint auf solidere Pfade zu setzen und investiert jetzt rund 360 Millionen US-Dollar in den multinationalen Konzern Haier. Das chinesische Unternehmen Haier ist mit einem Jahresumsatz von rund 24 Milliarden US-Dollar der weltweite Marktführer in Sachen Haushaltsgeräte.

Alibaba dringt in ländliche Regionen vor

Der Deal wurde am Montag von den beiden beteiligten Unternehmen bekanntgegeben. Mit dem Joint Venture zwischen dem Online-Riesen Alibaba und dem Logistikunternehmen Goodaymart, ein Tochterunternehmen von Haier, erhofft sich Alibaba nun auch die ländlichen Regionen Chinas und den dortigen Einzelhandel mit seinen Diensten zu versorgen und dafür die Logistikstruktur von Goodaymart mitnutzen zu können.

Nach Auskunft der Unternehmen entstehe durch das Joint Venture eine Vertriebsinfrastruktur, um künftig Haushalts- und andere Großgeräte auszuliefern und vor Ort zu installieren. In einer Mitteilung kommentierte Zhang Ruimin, Geschäftsführer der Haier Group den Deal: „Diese Partnerschaft hat nicht nur das Wachstum der Haier Group zum Ziel. Vielmehr möchten wir gegenseitig unsere Erfahrungen in der Logistik stärken und ausbauen.“ Jack Ma, Vorstandsvorsitzender der Alibaba Group ergänzte, Alibaba wolle durch den Deal mit der Haier Group eine Plattform schaffen, um Chinas Herstellungsindustrie einen besseren Zugang zu nationalen und internationalen Märkten weltweit zu verschaffen.

Stärkung des internationalen Handels

Alibaba, das über einen Börsengang an der New Yorker Börse nachdenkt, profitiert durch den Deal mit Haier besonders mit seinem ähnlich wie Amazon aufgebauten Online-Marktplatz Tmall.com. Nach Informationen von Alibaba sollen rund 70.000 chinesische und internationale Online-Händler auf Tmall.com mit eigenen Online-Shops angemeldet sein. Der Gesamtumsatz auf der Plattform soll laut Alibaba im Jahr 2012 über 33 Milliarden US-Dollar betragen haben.

Das Joint Venture mit der Haier Group gibt besonders den Online-Händlern von Tmall.com jetzt Zugang zum gut vernetzten Logistiknetzwerk des Unternehmens. Die Haier-Tochter Goodaymart soll über 2.800 Vertriebsstandorte in China besitzen und mehr als 17.000 Service-Filialen.

1999 gegründet, gilt die Alibaba Group heute als ebenbürtiger Vertreter von Amazon, eBay und PayPal in China. Die Unternehmensgruppe verfügt mit Alibaba.com über eine B2B-Online-Plattform, mit Taobao über eine chinesische Kopie von eBay und mit Alipay auch über einen chinesischen Pendanten zu PayPal. Und längst ist Alibaba auch nicht mehr nur in China aktiv: Das chinesische E-Commerce-Unternehmen überlegt nicht nur in den USA an die Börse zu gehen, es ist mit 206 Millionen US-Dollar auch an dem nordamerikanischen StartUp Shoprunner beteiligt, ein StartUp das als Konkurrenz zu Amazon Prime gilt.

Geschrieben von Giuseppe Paletta
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