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Insiderquellen legen nahe, dass Amazon und Souq sich nun doch auf eine Übernahme geeinigt haben. Im Raum steht eine Kaufsumme von einer Milliarde US-Dollar.
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Also doch: Amazon übernimmt offenbar Souq
| Kategorie: Internationales

Deutsche Industrieunternehmen klagen über wachsende Probleme mit Produktfälschungen aus China. Vor allem über die Online-Plattformen von Alibaba sollen die Plagiate verbreitet werden – obwohl das Unternehmen selbst gegen das Problem kämpft.

Alibaba auf einem Smartphone

© Fotos593 / Shutterstock.com

28 Prozent der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer haben im vergangenen Jahr Fälschungen auf Handelsplattformen für Unternehmen entdeckt. Das zeigt eine Umfrage des Maschinenbau-Verbands VDMA aus dem vergangenen Jahr, wie die WirtschaftsWoche berichtet. Vor allem der chinesische Internet-Konzern Alibaba biete den Produktfälschern eine Plattform zum Vertrieb der Plagiate. „Alibaba ist bekannt für den hohen Anteil an gefälschten Produkten, die dort angeboten werden“, erklärt die SKF GmbH. Auch Siemens meint, dass das Problem mit Plagiaten in den vergangenen Jahren „stark zugenommen“ habe.

Die Auswirkungen der Fälschungen sind dabei oft gravierend. Markenrechtsverletzungen sind dabei das geringere Problem, da auch Bauteile oder teilweise komplette Maschinen kopiert werden. Diese können oft unsicher und damit auch lebensgefährlich sein. „Produktpiraterie ist in der Automobilbranche – wie in fast allen Industriezweigen – ein ernstes Thema“, zitiert die WirtschaftsWoche Holger Engelmann, Vorstandschef des Automobilzulieferers Webasto. Neben dem verlorenen Umsatz leiden die Unternehmen auch unter dem Vertrauensverlust in ihre Marke.

Alibaba kämpft gegen Produktfälschungen

Für Alibaba ist die Sache mehr als unangenehm. Das Unternehmen geht schon länger gegen Produktpiraterie auf seinen Online-Plattformen vor, um das Vertrauen seiner Kunden zu stärken. „Alibaba hat eine sehr starke Haltung gegen Fälschungen und Urheberrechtsverletzungen“, erklärt auch die deutsche Niederlassung des Konzerns in München. Man nehme die Herausforderung durch Fälschungen „sehr ernst“, betont das Unternehmen weiter. Über verschiedene Initiativen und Programme will Alibaba Plagiate auf seinen Plattformen finden und aus dem Verkehr ziehen.

Aber nicht nur Alibaba bemüht sich darum, den Produktfälschern das Handwerk zu legen. Auch die chinesischen Behörden gehen immer entschiedener gegen Plagiate vor, wie die deutschen Betriebe bemerken. „China ist immer noch Hauptherkunftsland für gefälschte Güter, aber die Zusammenarbeit mit den chinesischen Behörden hat sich verbessert“, meint auch Daniel van Geerenstein, Rechtsanwalt des VDMA. Ein grundsätzlicher Durchbruch in dieser Problematik bleibt bislang aber noch aus.

Geschrieben von Michael Pohlgeers
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