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Walmart hat eine neue Bezahlmöglichkeit ins Leben gerufen, die sich Check Out With Me nennt und ohne Kassen auskommt.
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„Check Out With Me“: Walmart präsentiert eigene Version des kassenlosen Bezahlens
| Kategorie: Internationales

Bei Ebay in den USA scheint es am Wochenende zu einer Datenpanne gekommen zu sein. In der Folge wurden empfindlichen Kundendaten, darunter Klarnamen und gekaufte Produkte, öffentlich bei Google Shopping angezeigt. Nun arbeitet der Marktplatz an einer Lösung.

Ebay-Logo
© 360b / Shutterstock.com

In den USA hat offenbar eine Datenpanne bei Ebay für Aufregung gesorgt. Die Panne habe einem Bericht von EcommerceBytes zufolge dafür gesorgt, dass die Klarnamen von Kunden sowie die Produkte, die sie gekauft und bewertet haben, in der Google-Suche angezeigt wurden. Eine Stichprobe, die EcommerceBytes durchgeführt hat, habe gezeigt, dass bei Ebay-Rezensionen die Klarnamen der Nutzer angezeigt wurden, während bei anderen Händlern und Marktplätzen User-IDs sichtbar waren.

Der Vorfall wiegt deshalb schwer, weil betroffene Nutzer nicht nur relativ harmlose Artikel wie Kleidung oder Bücher, sondern teilweise auch medizinische Artikel wie etwa Schwangerschafts- oder HIV-Tests gekauft haben sollen. „Es ist unwahrscheinlich, dass jemand, der einen medizinischen Test auf Ebay erworben hat, sich darüber freuen würde, dass seine Bewertung von Angehörigen, Partnern oder Arbeitgebern gelesen werden könnte“, so EcommerceBytes. Ein Kunde sei beispielsweise offensichtlich um Diskretion besorgt, da er in seiner Bewertung die diskrete Verpackung des Produkts als positiv hervorgehoben hatte.

Google reagiert schnell und entfernt Namen

Der Fehler scheint sich dabei in dem Feed, den Ebay Google zur Verfügung stellt, zu befinden. Durch einen Abgleich sei es EcommerceBytes möglich gewesen, die Klarnamen zu Nutzernamen auf Google Shopping zuzuordnen – danach sei es möglich gewesen, den Ebay-Account, weitere Bewertungen und teilweise sogar den Standort des Nutzers zu ermitteln.

Google scheint schnell auf die Panne reagiert zu haben und habe nach Mitteilung durch das Magazin das Namensfeld auf Google Shopping zensiert – und zwar zunächst für sämtliche Rezensionen. „Als wir von dem Problem erfahren haben, haben wir sofort Maßnahmen ergriffen und die Anzeige aller Namen von Rezensenten auf Ebay beendet“, so ein Sprecher von Google. „Ebay arbeitet eng mit uns zusammen, um die Probleme zu untersuchen und zu lösen.“

Ebay-Nutzer sollten aufmerksam sein

Die Datenpanne habe auch für zusätzlich Unsicherheit gesorgt, da Betrüger nun einige Ebay-Kunden gezielter angreifen könnten, so EcommerceBytes. E-Mails könnten noch realistischer gestaltet werden und das Opfer mit Klarnamen sowie Ebay-Nutzernamen ansprechen. Ebay selbst schreibt seine Nutzer auch in dieser Art an. Ebay-Kunden sollten nun also noch aufmerksamer sein, wenn sie E-Mails von dem Marktplatz erhalten.

Unklar ist bislang allerdings, ob ausschließlich Kunden in den USA von der Datenpanne oder auch europäische bzw. deutsche Kunden betroffen waren. Eine Information dazu hat OnlinehändlerNews auf Anfrage bei EcommerceBytes bislang noch nicht erhalten.

 

Geschrieben von Michael Pohlgeers
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