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| Kategorie: Internationales

2,1 Milliarden Euro haben deutsche Marktplatz-Händler im vergangenen Jahr mit Auslandsverkäufen bei Amazon erwirtschaftet. Dem Unternehmen zufolge sei die Zahl der Export-Händler „rekordverdächtig“.

Amazon Logo

© Jonathan Weiss / Shutterstock.com

Geht es um präzise Zahlen zu seinen Händlern, hält sich Amazon in der Regel sehr bedeckt. Doch zum ersten Mal hat Amazon konkrete Umsatz-Zahlen seiner Händler bekannt gegeben. Im Jahr 2017 haben deutsche KMU (kleine und mittlere Unternehmen) demnach 2,1 Milliarden Euro allein mit Auslandsverkäufen erwirtschaftet. Von den Zehntausenden deutschen Marktplatz-Händlern würden 70 Prozent mittlerweile ins Ausland exportieren. Weltweit sorgen die KMU sogar für die Hälfte der verkauften Produkte auf den Amazon-Marktplätzen. „Es sind rekordverdächtig viele deutsche KMU, die ihre Produkte innerhalb Europas oder weltweit anbieten“, so Dr. Markus Schöberl, Director und verantwortlich für Amazon Verkäufer Services in Deutschland. Künftig wolle man die Bemühungen intensivieren, Händler beim grenzüberschreitenden Handel zu unterstützen.

Bis zur Elfenbeinküste

Amazon wird mit zwei Beispielen noch ein wenig konkreter. Die Wendt Schreibwaren GmbH verkauft ihre Büromaterialien seit 2011 über den Amazon Marketplace. Im vergangenen Jahr habe man über 9.000 Bestellung ins Ausland versendet. „Von China über Australien bis hin zur Elfenbeinküste. Wir sind weltweit aktiv, dadurch ist unser Exportumsatz in den vergangenen drei Jahren um 30% gestiegen“, zitiert Amazon Geschäftsführer Benjamin Wendt. Eine ähnliche Erfolgsgeschichte schreibt Spielwaren Carl Loebner aus Torgau in Sachsen, das älteste Spielwarengeschäft Deutschlands. 100.000 Produkte würde man online anbieten und in 150 Länder der Welt versenden. Inhaber Jörg Loebner: „Der Export über Amazon macht aktuell rund ein Drittel unseres gesamten Jahresumsatzes aus, Tendenz steigend.“

75.000 Mitarbeiter für den Marketplace

Darüber hinaus zitiert Amazon Studienergebnisse der Wirtschaftsberatung Keystone Strategy, der zufolge deutsche KMU für die Amazon-Verkäufe über 75.000 Mitarbeiter beschäftigen. Allein in Nordrhein-Westfalen sind es mehr als 15.000, in Bayern 10.000.

 

Geschrieben von Christoph Pech
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