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Quartalszahlen: Amazon und Google übertreffen Börsenerwartungen
| Kategorie: Internationales

Wieso brechen für einige eBay-Händler die Verkaufszahlen deutlich ein? An der Cyberattacke soll es zumindest nicht liegen, meint eBay selbst. Das Unternehmen setzte sich nun in den USA gegen Vorwürfe einzelner Händler zur Wehr.

eBay Logo vor der Firmenzentrale 

Bildquelle: Denis Radovanovic / Shutterstock.com

„Wir sind froh, dass der kürzliche Cyberangriff gegen eBay keinen Einfluss auf das Geschäft von Ms. Ramsden hatte“, stellte eBay in einer Erklärung gegenüber Today News heraus. Die betroffene Händlerin, Robin Ramsden, war zuvor in dem Fernsehprogramm aufgetreten und hatte laut eCommerceBytes erklärt, dass ihre Verkäufe zurückgingen – und zwar von durchschnittlich 100 auf 30 pro Tag. Dabei äußerte die Besitzerin des eBay-Shops „Cornerstore Stained Glass Supplies“ auch den Vorwurf, dass eBay nicht genug unternommen habe, um Kunden von der Sicherheit der Seite zu überzeugen.

Nicht der Angriff, sondern die Kommunikation sei verantwortlich

Gegen diesen Vorwurf setzte eBay sich nun zur Wehr. Robin Ramsden gibt dem Marktplatzbetreiber auch teilweise Recht: Sie hatte nie behauptet, dass der Angriff selbst für den Einbruch der Verkäufe verantwortlich sei. Das Problem war eBays Ankündigung am 21. Mai 2014. Die Kunden seien dadurch verunsichert worden. EBays Dementi dürfte für weiteren Ärger unter den Händlern sorgen. Die Tatsache, dass das Unternehmen in seinem Statement Details über Cornerstore Stained Glass Supplies veröffentlichte, verwundert schon jetzt einige Händler. „Ich finde es sehr interessant, dass eBay Details über den Shop eines bestimmten Händlers öffentlich macht“, schrieb ein Händler. „Das habe ich noch nie erlebt. Bisher hat eBay sich an generelle Aussagen gehalten ohne spezifische Händler zu nennen.“

Ursache der Umsatzeinbrüche umstritten

Der Cyberangriff auf die Kundendatenbank von eBay wurde vermutlich im Februar durchgeführt. EBay machte Informationen zum Angriff erst im Mai öffentlich. Demnach konnten sich Außenstehende Zugriff zur Kundendatenbank verschaffen und sämtliche Kundendaten abgreifen. Kontodaten seien aber nicht betroffen, so eBay. Diese lagere man in einer separaten Datenbank. Trotzdem verunsicherte das Leck viele Kunden. Bereits vor einigen Wochen sprachen Händler davon, dass ihre Existenz bedroht sei. Warum die Verkäufe zurückgingen, scheint derweil ungewiss: In einer kurzen Umfragen gaben damals 305 von 509 befragten Händlern an, dass sie durch die Hackerangriffe Umsatzeinbußen zu verzeichnen hatten. Andere merkten aber an, dass die Umsätze schon vorher zurückgingen.

Geschrieben von Michael Pohlgeers
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KOMMENTARE  
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atelier-direkt
2014-12-18 15:00 | #13
Bin gewerblicher Händler (Kunst) und kann laut der ebay eigenen Statistik-softw are "Omniture" den Einbruch der Klicks (daily unique visitors report) in meinem Shop von 300 auf ca. 40 pro Monat eingrenzen auf Oktober zum November 2013. Seitdem relativ konstant 40-50 pro Monat, vorher durschnittlich 300 ein komplettes Jahr zurück. Entsprechend ca. 5x weniger Verkäufe.

Meine Vermutung ist, daß Oktober-Novembe r 2013 irgendetwas passiert sein muss. Habe gerüchteweise gehört, daß google seinen Suchalgorithmus abgeändert haben soll, sodaß vielleicht ebay-Treffer nicht mehr dieselbe Priorität haben. Zweitens gab es ja Änderungen zu den Kriterien für einen Powersellerstat us, wobei ich auch schon vorher keinen solchen Status hatte.
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Stefanderlaufendemet
2014-08-01 10:44 | #12
TYPISCH Ebay ! Immer fleißig Kohle kassieren, Provisionen erhöhen, auf Versandkosten Provision erheben, PayPal-ZWANG ! HAUPTSACHE CASH ! Verkäufer verärgern ! Zur Zeit tummelt sich fast nur noch der Bodensatz an Käufern auf ebay ! ES GEHT BERGAB ! Selbst dran schuld.
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PS
2014-07-01 11:24 | #11
Ich wickel vlt noch 10% meiner Geschäfte über Ebay ab, da ich mit 10% Gebühren im Sofort-Kaufen bei Münzen zumeist Geld beilegen müsste. Die "übrigen" 90% laufen problemlos über einen eigenen Online-Shop. Zudem Ebay keine Versandkosten mehr zulässt, die höher als 7 Euro sind. Höherwertige Münzen versende ich nämlich als Wertpaket, dass mind. 25 Euro kostet. Schade, denn ich habe mit Ebay vor über 10 Jahren einen guten Start gehabt.
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EV
2014-07-01 09:06 | #10
Die eBay-Umsätze gehen bei uns seit einem Jahr zurück. Die Sicherheitslück e hat das aber verschlechtert. Trotz höhere Preise sind bei anderen Plattformen die Umsätze um 200% gestiegen (keine neue Produkte) - ziemlich leicht zu erkennen - ein Großteil der Kunden sind bereit extra zu zahlen um eBay zu vermeiden.

Ich persönlich finde das schade, von den 3 größten ist eBay für Händler die beste Plattform.
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Hartmut Schoenawa
2014-07-01 09:05 | #9
Hallo, Ich stimme der Aussage voll zu, dass Ebay nicht nur unbelehrbar ist, sondern auch die Nutzer gängelt; ja geradezu bevormundet. Das passt vielen nicht; insbesondere stinkt das "gelernten" Kaufleuten, die ihr Geschäft über Jahrzehnte erfolgreich führen und sich plötzlch sagen lassen müssen, wie man eine Zahlung abwickelt! Aber ich noch einen anderen Punkt: Seit kurzem wird bei Anbietern aus den USA angezeigt: "...Zollabferti gung und Sendungsverfolg ung eingeschlosen", und dafür wird eine mehr als saftige Gebühr von 30% (in Worten dreissig) berechnet. Das ist eine Höhe, die in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Bei Import zollfreier Ware ist die Gebühr nicht zu vertreten. Ich würde nie so ein Angebot aus den USA nutzen. Kann es sein, dass die US-Verkäufer davon noch gar nichts bemerkt haben, was diese Option für ihre Kunden im Ausland kostet?
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Randolf Liß
2014-07-01 08:42 | #8
Auch mein Umsatz ist eingebrochen , normaler weise steigt der Umsatz ab Mai da wir viel für Hochzeiten arbeiten. In diesem Jahr ist es so das er gesunken ist . Der Juni sieht auch nicht besser aus.
Na ja Ebay entschädigt uns ja mit einem 25 € Gutschein , eie lächerlich .
Wei die Vorgänger schon schrieben ist seit Mai auch ein immensens Aufkommen von Spam Mails zu verzeichnen.
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Teilemarktgruen
2014-07-01 08:36 | #7
Das Problem ist aus meiner Sicht nicht ein Sicherheitsprob lem sondern der Umgang damit. Die Kommunikation darüber und die technische Umsetzung der Maßnahmen waren von katastrophaler Qualität.

Auch wir beobachten das von Rainer Klug angesprochene Problem: Fast täglich passieren Änderungen. Alle natürlich nur im Dienste des Kunden, keine davon dient dazu, den Geldstrom auf Paypal zu lenken oder eine direkte Kommunikation mit dem Kunden zu erschweren. Selbst wir, die wir tagtäglich mit der Ebaywebseite arbeiten, müssen ständig nachfragen, wie es denn heute klappen könnte.

Schade, dass sich auf dem Markt mit gebrauchten Oldtimerteilen bislang keine wirkliche Alternative abzeichnet.
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Rainer Klug
2014-07-01 07:33 | #6
Auch wir mussten einen massiven Umsatzeinbruch von fast 50% in unserem Ebay Shop
hinnehmen.Das Sicherheitsprob lem bei Ebay hat viele Mitglieder sehr stark verunsichert, wir haben seit der Veröffentlichun g des Ebay Sicherheitsprob lemes täglich Anrufe von Ebay Mitgliedern, welche anfragen ob Sie die Ware auch direkt über uns beziehen könnten,da Sie nicht mehr über Ebay kaufen wollen.

Das Sicherheitsprob lem ist unserer Meinung nach nur die Spitze des Eisberges, das Hauptproblem sind die ständigen Veränderungen und das immer komplizierter werdende Ebay für Verkäufer und Käufer. Hier sind schlicht und ergreifend immer mehr Mitglieder ( Käufer ) überfordert und wenden sich so von der Plattform Ebay ab.

Da Ebay aber ein amerikanischer Konzern ist und der Auffassung ist immer alles richtig zumachen und Unbelehrbar ist, zeichnet sich der künftige Weg von Ebay leider schon jetzt an.
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simor
2014-07-01 07:22 | #5
Ebay wollte noch nie etwas reelles wahrhaben. Es ist offensichtlich, wie stark die Umsätze zurückgegangen sind. Prozentual bis zu 50% und mehr. Im Gegensatz dazu, füllt sich der Spam ordentlich mit mails. Wenns dafür noch Geld geben würde, könnte sich mancher auf die faule Haut legen.
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Tom
2014-07-01 07:08 | #4
Hatte ich fast vergessen:

Bitte Angebote bei ebay prüfen, die NACH dem 13.06. mit neuer Widerrufsbelehr ung erstellt wurden: DIESE WIRD (vermutlich) NICHT ANGEZEIGT!
Laut ebay ist hier eine Gesetzesformuli erung Schuld (das Wort COOKIE) - wen wundert es - oder ist jemand tatsächlich der Meinung, eBay sei Schuld, wenn die Plattform nicht richtig funktioniert... ....
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