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Eine Studie von Klarna zeigt, dass Großereignisse wie die Fußball-WM in Russland nicht gerade die Shopping-Aktivitäten der Verbraucher anregen.
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Klarna-Studie: Auswirkungen der Fußball-WM auf die Konsumfreude der Verbraucher
| Kategorie: Studien

Bargeld ist unmodern und das mobile Bezahlen liegt voll im Trend? – Nicht, wenn es nach den Ergebnissen einer neuen Studie von Forsa geht. Offenbar scheuen sich noch immer viele Nutzer vor Änderungen in traditionellen und gefestigten Bezahlstrukturen.

Mobiles Bezahlen mit dem Handy
© Tyler Olson – shutterstock.com

Das mobile Bezahlen mit dem Smartphone verspricht eigentlich zahlreiche Vorteile: Langes Suchen nach Scheinen und Kleingeld wird ersetzt durch ein paar Klicks mit dem Handy. Und das Handy ist bei vielen Verbrauchern schließlich stets griffbereit zur Hand. Die Smartphone-Zahlung ist jedoch grundsätzlich nicht nur ein schnelles, sondern auch ein komfortables und modernes Zahlungsverfahren. Und dennoch scheint es in Deutschland noch nicht vor dem großen Durchbruch zu stehen.

Dies ist zumindest das Ergebnis einer Umfrage, die das Forschungsunternehmen Forsa durchgeführt hat. Läppische drei Prozent aller Girokontobesitzer nutzen eine mobile Bezahlvariante, „indem sie ein sogenanntes NFC-fähiges Smartphone an Kassenterminals halten oder über eine App einen Code erstellen, der dann an der Kasse eingescannt wird“, heißt es bei Heise mit Verweis auf die Forsa-Umfrage.

Im Umkehrschluss verweigern sich im Schnitt 97 von 100 Verbrauchern diesem modernen Verfahren. – Und das, obwohl immer mehr namhafte Ketten wie etwa Rewe, Aldi, Lidl und Co. einen entsprechenden Service anbieten.

Bargeld spielt noch immer eine entscheidende Rolle

Im Gegensatz zu den ernüchternden Mobile Payment-Statistiken bezahlen fast zwei Drittel der befragten Kunden (64 Prozent) regelmäßig mit ihrer Kredit- oder Girokarte. Weiterhin gaben rund 16 Prozent an, die Karte mindestens einmal täglich zu nutzen. 33 Prozent verwenden sie mehrmals pro Woche und immerhin 15 Prozent einmal in der Woche.

In puncto Bargeld sieht es folgendermaßen aus: Knapp zwei von fünf Girokontobesitzer (38 Prozent) holen sich mindestens einmal in der Woche Bargeld von einem Automaten. 27 Prozent heben alle zwei Wochen Geld am Automaten ab und 23 Prozent meinten, dies mindestens einmal im Monat zu tun.

„Die Möglichkeit, sich Bargeld an Tankstellen oder Supermarktkassen zu besorgen, wird vergleichsweise selten genutzt: 78 Prozent der Befragten haben an solchen Orten noch nie Geld abgehoben“, schreibt Heise weiter.

Die Umfrage wurde übrigens von den Marktwächtern der Verbraucherzentrale Sachsen in Auftrag gegeben. Dabei wurden 1008 Verbraucher ab 18 Jahren befragt, die ein Girokonto ihr Eigen nennen. Der Befragungszeitraum lag zwischen dem 30. Oktober und dem 3. November 2017.

Geschrieben von Tina Plewinski
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KOMMENTARE  
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Claudia Hengstler
2018-01-15 08:00 | #7
Wie schon erwähnt (deckt sich auch mit meiner Erfahrung): Wenn man das mal ausprobieren will, gerät man gefühlt fast immer an einen Kassierer, der keine Ahnung hat und überfordert ist. Dadurch hat man natürlich, mit 12 weiteren hinter einem, natürlich richtig Lust das auszuprobieren...

Abgesehen davon ist die Umfrage wertlos ohne klare demographische Aussagen - erinnert an McKinsey"studie n" zu ALDI: Dass meine Oma ihre EC Karte vor allem dazu nutzt, um am Automaten Geld abzuheben um damit zu bezahlen während mein Neffe einen Anfall bekommt, dass man noch nicht überall kontaktlos bezahlen kann...

Soll heißen: Eine Aufteilung nach (mindestens) Altersgruppen wäre empfehlenswert.
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Tom
2018-01-12 06:38 | #6
In Österreich haben wir Blue Code was auch mit meiner Apple Watch problemlos funktioniert, scheint in Deutschland aber noch nicht sehr verbreitet zu sein.
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Imrö Straubing
2018-01-11 13:09 | #5
Oh Wunder, etwas das in Deutschland nicht angeboten wird findet kaum Nutzer... Übrigens buchen auch die wenigsten einen Flug ins All... Wird wohl auch nicht angenommen...

Ohne Samsung, Google und Apple pay in Deutschland wird das einfach nichts... Das sind die einzigen Systeme die per smartwatch laufen. Und die zwei oder drei Banken in Deutschland mit einer HCE Lösung sind nichts zu den tausenden Banken in diesem Land...


Ich will endlich Samsung pay per smartwatch nutzen können...
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Kevin Buckles
2018-01-11 12:11 | #4
Nicht nur das es oft nicht geht, welche Bank in DE bietet denn schon eine vernünftige und sichere App dafür an?
Selbst bei den Karten haben viele noch keinen NFC-Chip mit drauf.
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Tom Reichelt
2018-01-11 08:01 | #3
Das ist schon ein verrückte Welt. Während ich als Online-shopbetr eiber eines LED-Shops hohe Akzeptanz bei elektronischen Bezahlsystem wie z.B. Paypal erfahre, ist in der Tat kaum zu glauben, dass bei Ladeneinkäufen man weiterhin die harte Münze verwenden will.
Ich war kürzlich in China. Da zahlt nahezu jeder inzwischen über WeChat. (Das ist die Chinesche Variante von Whatsapp) Egal ob im Supermarkt, oder Drogerie oder Taxi, da wird die App gestartet, der QR gescannt und Bezahlung ist abgeschlossen.
Ich war sprachlos ob solcher innovativen Marktdurchdring ung.
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Daniel
2018-01-11 07:20 | #2
Ich finde das ist ein sehr interessanter Artikel. Doch ich glaube es hat durchaus andere Gründe wieso dies nicht so häufig genutzt wird. Es wird einfach auch nicht wirklich "beworben", der Sicherheitsaspe kt wird oft hinterfragt (was man auch von den kontaktlosen Kreditkarten kennt) und ein weiterer Aspekt ist zudem das selbst viele Verkäufer nicht genau wissen wie dies funktioniert und somit den Kunden gar nicht oder nur bedingt zur Seite stehen können. Das aber Bargeld hier zu Lande noch eines der gängisten Zahlungsmittel ist, ist kaum verwunderlich. Hat man einfach Sicherheit und etwas "auf der Hand". Das Abheben an diversen Stellen ist das gleiche wie beim bezahlen mit Smartphone das es kaum "beworben" wird etc., teilweise nur mit Gebühren möglichen.
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Hannes Streicher
2018-01-11 07:13 | #1
würde schon wenns denn ginge , mal geht's nicht , und das andere mal ist der/die Kassierer(in) nicht richtig eingearbeitet dann dauert es ewig und dass nächste mal verzichtet man dann darauf von den wartenden Kunden angeknurrt zu werden und zahlt klassisch
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