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| Kategorie: Studien

Eine Erhebung von Research Tools analysierte zehn große Online-Modeshops in Bezug auf die Bereiche Übersichtlichkeit, Produktumfang, Kaufmodalitäten und Serviceleistungen. Im Vergleich der Ergebnisse hat das Online-Versandhaus Zalando im Gesamtranking die Nase vorn, bei einigen anderen Shops werden Mängel deutlich.

Zalando an der Fashion-Spitze: Online-Modeshops im Qualitätsvergleich

(Bildquelle Online-Mode: Lucy Liu via Shutterstock)

Mode gehört zu den stärksten Umsatztreibern im E-Commerce und hat bei Verbrauchern einen hohen Stellenwert. Daher ist es für Händler umso wichtiger, mit einem gutem Sortiment, Features und kundenfreundlichen Serviceleistungen zu punkten. Eine aktuelle Studie aus dem Zeitraum von August bis Oktober 2013 zeigt, wie etablierte Modeshops in den Bereichen Übersichtlichkeit, Produktumfang, Kaufmodalitäten und Serviceleistungen aufgestellt sind. Analysiert wurden die deutschen Webseiten der folgenden zehn Unternehmen: C&A, Diesel, Esprit, G-Star, H&M, Fashion ID, s.Oliver, TOM TAILOR, Zalando und Zara.

Anhand der vorliegenden Daten, wurden die zehn untersuchten Online-Modeshops nach bestimmten Kriterien gerankt, um ihre Stärken und Schwächen miteinander zu vergleichen und somit Anhaltspunkte für einen erfolgsorientierten Online-Handel zu geben. Versandhändler Zalando erobert dabei den ersten Platz, dicht gefolgt von C&A und Fashion ID. Wie die folgende Grafik zeigt, landen Diesel und G-Star hingegen an letzter Stelle, was vor allem deren hohem Preisniveau geschuldet ist.

Diagramm Modeshop-Ranking

C&A verliert in der Kategorie Shop-Design

Im Bereich Übersichtlichkeit werden Programmierfehler bei Esprit und Fashion ID, komplizierte Menüführung bei C&A und schwer verständliche Suchen bei s.Oliver kritisiert. Letzteres äußert sich beispielsweise folgendermaßen: Beim Klicken auf eine der angebotenden Kleidungskategorien (z.Bsp. "Hemden") öffnet sich nur selten die in logischer Reinhenfolge erste Unterkategorie (hier "Hemden uni") sondern immer eine beliebige ("Karo-Hemden").

Das Shop-Design bei C&A sei am wenigsten überzeugend, verglichen mit dem der neun konkurrierenden Online-Modeshops. Die Startseite von Zara wird für ihr Video gelobt. Dennoch nutze keiner der Modeshops Produktvideos zur besseren Veranschaulichung der Modeartikel. Dabei könnten Händler mithilfe kurzer Videospots deutlich mehr Produktdetails zeigen und damit größeres Interesse und Vertrauen beim Kunden wecken. Studien, wie die der britischen Gutschein-Plattform vouchercloud zeigen immer wieder, dass solche bewegten Bilder die Entscheidung der potentiellen Käufer positiv beeinflussen können.

Zalando hat die meisten Produkte im Angebot

Das Rennen um die höchste Produktgruppenanzahl macht H&M. C&A liegt an zweiter Stelle. Das größte Sortiment bietet jedoch Zalando mit 119.497 Artikeln, wie in folgender Abbildung dargestellt:

Grafik Modeshops Produktumfang

 

Um das Kundenvertrauen zu gewinnen, haben die untersuchten Modeshops verschiedene Qualitätssiegel in ihre Webseite eingebunden. Dabei präsentiert C&A mit vier verschiedenen Siegeln die meisten Trust-Elemente.

Schnellster Lieferservice bei Zalando

Bei den Kaufmodalitäten spielen vor allem Versandoptionen und Versanddauer eine Rolle. Diese können ausschlaggebend dafür sein, ob sich Kunden für den einen oder lieber den anderen Online-Shop entscheiden. Bei den untersuchten Modeshops garantieren nur s.Oliver und Zalando einen kostenfreien Versand, ungeachtet des Kaufpreises. Die Konkurrenten der Branche liefern nur in Promotion Wochen kostenlos (Diesel), ab einem Mindestbestellwert, bei Zahlung mit Kreditkarte (C&A) oder bei Versand an eine vom Kunden gewählte Filiale. In Punkto Versanddauer liegt Zalando wieder vorn: Kunden erhalten ihre Ware innerhalb von ein bis zwei Werktagen, wohingegen sie bei Diesel mit vier bis sechs Tagen am längsten auf die Online-Bestellung warten müssen.

Alle Modeshops außer H&M bieten PayPal-Service

Der vierte Studienabschnitt widmet sich dem Serviceangebot der verschiedenen Online-Modeshops. Dabei zeigt sich, dass Diesel als einziges der zehn Unternehmen keine Servicehotline anbietet. Esprit sticht mit einem Live-Chat, S.Oliver mit einer Produktberatung und Zalando mit einem Modelexikon aus der Masse hervor.

Alle Modeshops bieten laut der Auswertung von Research Tools verschiedene Bezahloptionen: Üblich sind Kreditkarten und die Bezahlung via PayPal, wobei einzig H&M letzteres nicht akzeptiert.

Fazit

Die hier zusammengefasste Studie spiegelt nicht die Beliebtheit bei Kunden der einzelnen Modeshops wider. Sie dient lediglich als Vergleich unterschiedlicher Merkmale und Kategorien. Damit wird deutlich, dass Unternehmen beim Aufbau, Service und Layout unterschiedliche Schwerpunkte legen. Für Online-Händler wird ersichtlich, welche Praktiken in den vier analysierten Bereichen üblich sind: so beispielsweise die Zahlung via PayPal, Mindestbestellwerte sowie kostenfreier Versand, die Anzahl an verschiedenen Produktkategorien oder auch das Einbinden von Qualitätssiegeln. Würde man anhand dieser Auswertung einen Vergleich zwischen dem vorliegenden Ranking und dem Umsatzerfolg der Unternehmen anstellen, ließe sich möglicherweise darauf schließen, welche Kriterien bei den Kunden gut ankommen und was einen erfolgreichen Online-Shop tatsächlich ausmacht.

Geschrieben von Julia Meißner
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