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| Kategorie: Studien

Betrügerische Werbeanzeigen sind längst keine Einzelfälle mehr – ganz im Gegenteil. Dies belegt auch eine Bilanz, die der Suchmaschinenriese Google nun veröffentlichte und die die Entwicklungen von Online-Anzeigen im vergangenen Jahr beleuchtet.

Maus zwischen vielen Mausefallen
© Fer Gregory – shutterstock.com

Im vergangenen Jahr musste Google milliardenfach gegen betrügerische Anzeigen vorgehen: In insgesamt 3,2 Milliarden Fällen filterte der Konzern entsprechende Online-Anzeigen heraus. Dies ist das Fazit, das aus dem jährlichen Bad-Ads-Report von Google hervorgeht und das nun für 2017 veröffentlicht wurde.

Die Zahl der schlechten Werbeanzeigen sei dem Bericht zufolge weiter gewachsen – und zwar deutlich: Denn 2016 musste sich Google „nur“ um rund zwei Milliarden bösartige Anzeigen kümmern und im Jahr zuvor, also 2015, lag der Wert mit 700 Millionen noch deutlich unter der Milliardengrenze. „Die jüngste Rate entspreche etwa ‚100 schlechten Anzeigen pro Sekunde‘“, schreibt das Branchenportal W&V mit Blick auf den aktuellen Report.

Google: Betrügerische Anzeigen gibt es in vielen Facetten

Auch über die Gründe der Filterung weiß Google genauere Details zu berichten: So seien insgesamt 130 Millionen Anzeigen gefiltert worden, da sie versucht hatten, in böswilliger Weise das Anzeigennetzwerk zu täuschen bzw. die Regeln zu umgehen. Daneben registrierte Google 79 Millionen Anzeigen, die auf Websites verlinkt hatten, welche Schadsoftware enthielt.

Sogenannte Trick-to-Click-Anzeigen wurden in 66 Millionen Fällen ausgesperrt. „Diese tarnen sich in der Regel als Systemwarnung und verbreiten ebenfalls Schadsoftware“, heißt es weiter. Auch Anzeigen, die sich als Nachrichtenformate ausgeben, jedoch zu kommerziellen Inhalten verlinken, sind in ihrer Zahl gestiegen. Die von Experten als „Tabloid Cloakers“ bezeichneten Anzeigen, schlugen 2016 noch mit 1.400 Anzeigen zu Buche, während es 2017 bereits 7.000 waren.

Google verzeichnet weniger Urheber schlechter Anzeigen

Doch obwohl die Masse an bösartigen, betrügerischen bzw. schlechten Anzeigen stetig zunimmt, steigt die Zahl der Verursacher nicht an. Es sei laut W&V „nur eine relativ kleine Zahl von Werbetreibenden und Publishern“ für die massenhafte Verbreitung verantwortlich.

Geschrieben von Tina Plewinski
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