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| Kategorie: Studien

Nicht wenige Unternehmen fürchten sich vor gezielten Angriffen auf digitaler Ebene. Dass solche Befürchtungen nicht zu unrecht sind, zeigt eine neue Studie aus dem Hause Bitkom, die sich näher mit Attacken gegen Industrieunternehmen befasst hat.

Digitale Strukturen, die leuchten
© spainter_vfx – shutterstock.com

43,4 Milliarden Euro – so groß ist der Schaden, den Kriminelle im Rahmen von Angriffen auf Industrieunternehmen verursacht haben. Und zwar nur in den vergangenen beiden Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Branchenverbandes Bitkom. Ebenfalls ein Ergebnis dieser Erhebung: 68 Prozent, das heißt fast sieben von zehn Unternehmen, waren in den letzten zwei Jahren von entsprechenden Angriffen betroffen. Und jedes fünfte befragte Unternehmen (19 Prozent) vermutet, einer Attacke zum Opfer gefallen zu sein.

Befragt wurden im Rahmen der Analyse insgesamt 503 Sicherheitsverantwortliche und Geschäftsführer aus allen Branchen der Industrie. Die Art der kriminellen Angriffe, die registriert worden seien, waren dabei recht verschieden – genannt werden unter anderem der Diebstahl von Daten, Spionage oder auch Sabotage, also die gezielte Beschädigung oder auch Zerstörung von Geräten oder Infrastruktur.

Ziel sind Betriebsabläufe, Kundendaten oder auch Unternehmenskommunikation

„Mit ihren Weltmarktführern ist die deutsche Industrie besonders interessant für Kriminelle“, kommentiert Achim Berg, Präsident von Bitkom, die Ergebnisse der Studie. „Wer nicht in IT-Sicherheit investiert, handelt fahrlässig und gefährdet sein Unternehmen.“ Dies wird auch anhand weiterer Ergebnisse deutlich: So wurden bei einem Drittel der befragten Unternehmen (32 Prozent) in den vergangenen zwei Jahren Geräte aus den Bereichen IT oder Telekommunikation gestohlen. Bei knapp einem Viertel der Befragten (23 Prozent) seien „sensible digitale Daten abgeflossen“.

Doch nicht nur Datendiebstahl ist ein gravierendes Problem: Auch digitale Sabotage wurde bei einem Fünftel der befragten Industrieunternehmen registriert. Ziele solcher Angriffe waren dabei Informations- und Produktionssystemen, sodass unter anderem auch Betriebsabläufe gestört wurden. Darüber hinaus hatte jedes zehnte Unternehmen (11 Prozent) mit der Ausspähung digitaler Kommunikationskanäle (wie E-Mails oder Messenger) zu kämpfen und bei 21 Prozent gab es unbefugte Zugriffe auf Kundendaten. „Insgesamt haben digitale IT-Angriffe bei fast der Hälfte der Befragten (47 Prozent) einen Schaden verursacht“, schreibt Bitkom auf der entsprechenden Website.

Täter kommen oft aus den eigenen Reihen

„Viele Unternehmen nehmen das Thema Sicherheit noch zu sehr auf die leichte Schulter, auch weil ihnen das entsprechende Know-how fehlt“, erklärt Berg weiter. „Erster und wichtigster Schritt ist, IT-Sicherheit im Unternehmen zur Chefsache zu machen.“

Besonders kritisch: Die Täter kämen nach Ergebnissen der Studie häufig – das heißt bei 63 Prozent – aus dem eigenen Unternehmen, als aktuelle oder auch ehemalige Angestellte. In fast jedem zweiten Fall (48 Prozent der Unternehmen) seien die Täter entweder Wettbewerber, Kunden oder auch Lieferanten bzw. externe Dienstleister gewesen.

Weitere Einzelheiten der Studie können Sie auf der Website von Bitkom nachlesen.

 

Geschrieben von Tina Plewinski
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