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Studie: Performance-Kennzahlen des digitalen Fashion-Handels
| Kategorie: Studien

Wie wird sich der Verkauf von Lebensmitteln im Online-Handel in Zukunft entwickeln? Das hat Ernst & Young mit der Studie „Cross Channel – Revolution im Lebensmittelhandel“ untersucht. Die Experten kommen zu dem Ergebnis, dass der Handel mit Online-Lebensmitteln stark zulegen kann, wenn die Verantwortlichen einige grundlegende Probleme überwinden.

Ernst & Young sieht Potential für Online-Lebensmittel.

Der Lebensmitteleinkauf im Internet soll vor dem Durchbruch stehen. Zumindest, wenn es nach einer Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young geht. Die Studie „Cross Channel – Revolution im Lebensmittelhandel“, kommt zu dem Ergebnis, dass der Marktanteil von Online-Lebensmitteln bis 2020 auf zehn Prozent ansteigen werde. Außerdem sollen im Jahr 2020 bis zu 20 Milliarden Euro für Lebensmittel im Internet ausgegeben werden.

Online-Lebensmittel: Verbraucher beklagen fehlendes Angebot

„Im vergangenen Jahr gaben die Deutschen 175 Milliarden Euro für Lebensmittel aus – gerade einmal 0,5 Milliarden Euro davon entfielen auf den Vertriebsweg Internet. Zukünftig werden die deutschen Konsumenten aber deutlich mehr Lebensmittel über das Internet bestellen“, resümiert die Studie von Ernst & Young. Für die Erhebung befragte das Beratungsunternehmen nach eigenen Angaben mehr als 1.000 Konsumenten in Deutschland und sprach mit zehn führenden Lebensmittelhändlern.

Als Hauptgründe für den prognostizierten Boom im E-Food-Sektor nannte Ernst & Young: Bessere Angebote, sinkende Preise und die demografische Entwicklung, denn gerade für ältere Menschen sei die Online-Bestellung von Lebensmitteln attraktiv.

Lebensmittel werden künftig stationär und online gekauft

Die Studie kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass Verbraucher in Deutschland Produkte wie Käse, Wurst und Tiefkühlpizzen ausschließlich im stationären Handel einkaufen. Dabei sollen aber 81 Prozent der Befragten angegeben haben, dass sie grundsätzlich bereit wären, die Produkte online zu kaufen. Allerdings fehle in diesem Segment einfach das Online-Angebot. Außerdem sehen die Verbraucher noch Probleme bei den zu hohen Kosten der Lebensmittel im Internet, bei der komplizierten Lieferung und insgesamt bei der fehlenden Möglichkeit, die Ware zu sehen, riechen und fühlen, so das Beratungsunternehmen.

„Die Deutschen werden in Zukunft immer mehr Lebensmittel über unterschiedliche Kanäle kaufen und sich auf verschiedenen Wegen informieren. Künftig beziehen die deutschen Verbraucher einen Großteil ihrer Lebensmittel aus der Kombination von stationären und digitalen Kanälen“, prognostiziert Wolf Wagner, ein Partner und Handelsexperte von Ernst & Young.

Online-Handel muss entscheidende Herausforderungen überwinden

Dabei sieht Ernst & Young das größte Potential nicht unbedingt bei den reinen Online-Händlern, sondern beim stationären Handel mit Online-Strategie. Die Online-Händler könnten laut Ernst & Young nur maximal 20 Milliarden Euro im E-Food-Sektor für sich gewinnen. Die stationären Händler sollen hingegen bis zu 40 Milliarden Euro umsetzen können. Stationäre Händler verfügten nämlich im Vergleich zu den reinen Online-Händlern über starke Retail-Marken, das Vertrauen der Kunden, langjährige Erfahrung im anspruchsvollen Segment Lebensmitteleinzelhandel und ein dichtes Filialnetz, so das Beratungsunternehmen.

Einen entscheidenden Wendepunkt sieht die Studie in der Schaffung innovativer Logistikmodelle für den Verkauf von Online-Lebensmitteln. Denn logistische Herausforderungen würden derzeit noch den Online-Handel mit Lebensmitteln erschweren. Doch Händler und Logistiker stehen laut der Unternehmensberatung bereits im kreativen Wettkampf und würden in kurzen Abständen neue Services und Produkte rund um Lieferung und Kühlung entwickeln: „Die Experimente reichen von Drohnen über die Einbeziehung der Kunden in die Auslieferung bis hin zum intelligenten Briefkasten“, sagt Wolf Wagner.

Geschrieben von Giuseppe Paletta
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KOMMENTARE  
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Eg
2015-05-15 21:15 | #1
Ich finde Ihren Artikel sehr interessant, ich denke aber auch dass die Anforderungen an die Shopsoftware für einen Onlinehandel von Lebensmitteln nicht mit denen eines klassischen Onlineportals zu vergleichen sind.
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