Hier kommen die Deutschlandticket-Apps

Veröffentlicht: 09.03.2023
imgAktualisierung: 09.03.2023
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 3 Min.
09.03.2023
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Digitale Anzeige zum 49-Euro-Ticket
Westlight / shutterstock.com
Am 1. Mai wird das Deutschlandticket veröffentlicht. Nun gibt es erste Apps zur Buchung des Abos.


Am 1. Mai ist es so weit: Das 49-Euro-Ticket startet.

Der Nachfolger des beliebten 9-Euro-Tickets soll in wenigen Wochen endlich veröffentlicht werden. Das 49-Euro-Ticket ermöglicht die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs im gesamten Bundesgebiet für nur 49 Euro im Monat. Das auch als Deutschlandticket bekannte Modell soll großteils digital genutzt werden. Hierfür stehen jetzt schon die ersten beiden Apps in den Startlöchern, wie Golem berichtet.

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Das ist die „Deutschlandticket App“

Die vom Hamburger Unternehmen Hansecom Public Transport Ticketing Solutions entwickelte App, trägt den simplen Namen „Deutschlandticket App“. Sie steht als kostenfreie App in den Appstores von Google sowie Apple zur Verfügung.

In der App lässt sich das als Abonnement nutzbare Tickets vorbestellen sowie später dann das laufende Abo verwalten. Um an ein Ticket zu kommen, muss man sich zunächst registrieren und kann dann eine Zahlung per Lastschrift hinterlegen. Andere Zahlungsdienste, wie beispielsweise PayPal, stehen nicht zur Verfügung. 

Die bisher recht schlanke App beruft sich auf ihrer Website auf die noch ausstehenden konkreten Rahmenbedingungen seitens der Politik. Sobald diese final geklärt sind, soll wohl an weiteren Funktionen und Zahlungsmöglichkeiten gearbeitet werden.

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„Dein Deutschlandticket“ verspricht deutlich mehr Funktionen

Eine weitere App, die in wenigen Tagen in den Appstores landen soll, ist „Dein Deutschlandticket“ vom Frankfurter Unternehmen Mobility Inside. Unter dem Claim „mit einer App deutschlandweit + Bahn + Bus + Sharing“ wird hier ein vollumfänglicher Verkehrsbegleiter versprochen.

So sollen sich hierin künftig Verkehrsdaten in Echtzeit für ganz Deutschland abrufen lassen. Wie man seinen Weg beschreitet, ist dabei nicht nur auf den ÖPNV beschränkt, denn die App bietet zusätzlich den Zugriff auf diverse Sharing Anbieter für Fahrräder, E-Scooter und sogar Autos.

Laut FAQ des Anbieters soll die Bezahlung auch hier (zunächst) auf ein SEPA-Lastschriftmandat beschränkt sein. 

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Deutschlandticket - noch sind Fragen offen

Ob noch weitere Apps in der Mache sind, lässt sich nicht sagen. Das Geschäftsmodell ist jedenfalls nicht exklusiv. Ein weiterer möglicher Erwerbsweg für das 49-Euro-Ticket ist beispielsweise die DB Navigator App der Deutschen Bahn. 

Ein Problem, welches sich schon jetzt abzeichnet, ist dabei das Reisen mit Kindern. Unter sechs Jahren dürfen diese kostenlos mitreisen. Doch was ist mit älteren, noch minderjährigen Kindern? In den FAQs beider Apps steht, dass sich darüber nur Tickets für jeweils einen Hauptbenutzer erwerben lassen. Müssen künftig also alle – Kinder wie auch ältere Menschen oder geschweige gar Menschen, die sich Handys gegenüber verweigern – zwangsläufig über ein eigenes Smartphone verfügen, wenn sie das Ticket nutzen wollen?

Denn so wie es scheint, möchte die Bundesregierung das Deutschlandticket zum Vorzeigeprojekt in Sachen Digitalisierung machen. Als physische Form sei eine Chipkarte angedacht. Eine tatsächlich reine Papierform ist laut aktuellem Stand nur als vorläufige beziehungsweise Übergangsoption in Überlegung.

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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Expert/in für: Nachhaltigkeit

Veröffentlicht: 09.03.2023
img Letzte Aktualisierung: 09.03.2023
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