Die Deutsche Post DHL mischt weiter beim Markt der Paketkästen mit. Mit einer neuen Paketkastenanlage möchte das Unternehmen zukünftig auch Kunden bedienen, die in Wohnungen leben. Das Unternehmen testete die Anlage bereits erfolgreich in Berlin.
Mit verschiedenen Ansätzen versuchen die Zustelldienste, Zustellversuche zu reduzieren. Ein vielversprechender Ansatz sind die Packstationen. Mehrere Anbieter haben inzwischen Lösungen entwickelt, wie man Pakete trotzdem zustellen kann, auch wenn der Kunde gerade nicht zu Hause ist. Nun stellt auch der Branchenprimus DHL Packstationen für Wohnungen vor.
Bislang hatte die DHL einen Paketkasten auf den Markt gebracht, der allerdings nur für Eigenheime nutzbar ist. Die Konkurrenz ist da längst schon weiter: Es gibt zahlreiche Lösungen, mit welchen man Pakete auch in der Wohnung empfangen kann, obwohl man nicht da ist. Genannt seien an dieser Stelle zum Beispiel der Paketbutler oder auch der PakSafe, welcher an die eigene Haustüre angebracht wird und so Pakete jederzeit empfangen kann.
Nicht offen für andere Unternehmen
Ähnlich funktioniert auch die neue Packstation der DHL. Allerdings wird diese nicht direkt an die Haustür der Wohnungen angebracht, sondern steht ähnlich wie die Briefkästen im Flur des Hauses. Damit kann der Paketbote künftig nicht nur die Briefe, sondern auch Pakete zustellen, auch wenn keiner zu Hause ist.
Die DHL hat die Paketkastenanlage bereits in einem Pilotprojekt in Berlin getestet. Im Auftrag einer Wohnungsbaugesellschaft errichtete das Unternehmen laut der Wirtschaftswoche an elf Standorten Paketboxen. „Wir haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagte ein Verantwortlicher der DHL kürzlich auf einer Pressekonferenz.
Bislang ist allerdings noch nicht bekannt, was die Paketkastenanlagen letztendlich für die Endkunden kosten werden. Außerdem ist die Anlage, wie auch schon der Paketkasten, nicht offen für andere Zustelldienste. Das könnte ein Hindernis werden, denn Kunden, die bei einem Online-Händler bestellen, sind auch auf andere Paketdienste angewiesen und werden wohl eher für eine offene Paketlösung plädieren.
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Die Katastrophe daran ist jedoch: Die Zusteller kommen nicht mit dem Postkasten klar! 1 Jahr lang habe ich mit der DHL gestritten und über Anwälte kommuniziert - bis die scheinbar täglich wechselnden Zusteller endlich eine Schulung und Einweisung bekamen, wie der Kasten denn funktioniert. Als ich im Urlaub mal einen "erwischte", sagte er mir (O-Ton): "Ja, ich habe von diesen Kästen mal gehört, wir kriegen ja immer so Infos. Aber wie das geht, weiß ich nicht. Sie sind der Einzige in der Stadt der so einen Kasten hat...". Ich zeigte ihm geduldig wie der Kasten sich öffnen lässt und damit war er zumindest dankbar und im Boot (und ich war dankbar das es einer mehr ist, der mir die Pakete da hineinstellen kann).
Nach 2 Jahren DHL Paketkasten scheint es jetzt zu funktionieren. Doch wenn andere auch die Probleme haben (oder immer wieder), gibt es ganz andere Probleme zu lösen als immer nur neue Produkte auf den Markt zu werfen. Und...ein kleines bißchen sehe ich auch bei den Zustellern die Holschuld der Informationen (wie es geht). Denn je mehr sich beschweren, desto eher und schneller wird der Weg zur völligen Automatisierung (z.B. Drohnen) gehen, was massiven Arbeitsplatzabb au zur Folge haben dürfte.
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Besser ist eine offene Paketkastenlösu ng, die alle Lieferanten berücksichtigt, auch den Bio-/Lebensmitt elhändler um die Ecke. In die offene Lösung von PAKET IN (www.paketin.de) können die klassischen nationalen Logistiker, aber auch die lokalen, regionalen Lieferanten zu jeder Zeit den Mieter einliefern.
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