| Kategorie: Marketing

Im nächsten Jahr wird Google Shopping wahrscheinlich kostenpflichtig in Deutschland. Damit bräche für viele Online-Händler ein kostenfreier Werbekanal weg. Die Produkte würden dann zukünftig über die so genannten Product Listing Ads von Google Adwords verwaltet. Daher gilt es, früh umzusteigen, um die Eigenarten der neuen Plattform kennenzulernen.

Bislang lassen sich die Produkte im Merchant Center Feed einstellen und erscheinen dann in den Google Shopping Ergebnissen - gratis. In den USA ist seit Juli dieses Jahres Schluss mit kostenlos, die deutschen Händler wird 2013 aller Voraussicht nach das gleiche Schicksal ereilen. Wer seine Produkte in den Shopping-Ergebnissen wiederfinden möchte, der muss das Merchant Center mit dem Google Adwords Konto verknüpfen und Product Listing Ads (PLA) anlegen.

Höhere Datenqualität

Im Google-Blog war dazu zu lesen: "Wir glauben, dass eine kommerzielle Partnerschaft mit den Händlern sie dazu animiert, ihre Produktinformationen aktuell zu halten. Eine höhere Datenqualität - sei es der richtige Preis, die neuesten Angebote oder die Verfügbarkeit - sollte auch bessere Shopping-Ergebnisse für die User bedeuten, welche im Gegenzug für einen qualitativ hochwertigeren Traffic für die Händler sorgen sollten".

Obwohl die Product Listing Ads zu Google Adwords gehören, werden sie nicht über Keywords gesteuert, sondern Google entscheidet nach Relevanz, welche Produkte es aus dem Produktfeed auswählt. Sucht jemand beispielsweise nach weißen Lackschuhen, so würde Google den Feed danach durchsuchen, ob weiße Lackschuhe im Bestand sind. Ist dies der Fall, so wird dazu eine PLA angezeigt. Sie besteht aus dem Produktfoto, dem Produktnamen, dem Preis und dem Namen des Onlineshops.

Klickratenhistorie aufbauen

Es ist eben deshalb so wichtig, sich schon jetzt mit dieser Darstellungsform vertraut zu machen, um wichtige Erfahrungen zu sammeln. Wie teuer ist die Schaltung dieser Produktanzeigen? Wie muss ich meinen Datenfeed verändern, damit ich die PLA richtig aussteuern kann? Wie verhält sich der Wettbewerb? Und letztlich gilt es auch hier, eine gute Klickratenhistorie aufzubauen, um bei der Auktion um die PLA-Plätze Geld zu sparen.

Der Anreiz ist groß, einen der begehrten PLA-Plätze zu ergattern, denn die Wahrscheinlichkeit eines Klicks ist durch die Darstellung von Bild und Preis wesentlich höher als bei einer Textanzeige. Deshalb gilt: Jetzt einsteigen und wertvolle Erkenntnisse sammeln, bevor der Wettbewerb 2013 losbricht.

Geschrieben von Ariane Nölte
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